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Thema: Bitte um Hilfe/Mein Vater hat PK und 6 Monate nach der OP ein PSA Wert von 4,1

  1. #1
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    Bitte um Hilfe/Mein Vater hat PK und 6 Monate nach der OP ein PSA Wert von 4,1

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und möchte mich mit den vielen Betroffenen austauschen.Ueber jede Rückmeldung freuen mich.
    Ich schreibe wegen meinem Vater.Bei ihm wurde letztes Jahr im April PK diagnostiziert.D er PSA Wert lag am 04.04.2018 bei 12 ng/ml.
    Bei der Stanzbiopsie im April 2018 kam folgendes heraus:
    Re 2/6,Li 2 /6 ,Gleason 4+3 ( Max.60Prozent)

    Ihm wurde belassen,sich für eine Bestrahlung oder OP zu entscheiden.Damals war Stanging keine Metastasen.

    Am 28.09.2018 war der PSA Wert auf 22 ng/ ml gestiegen.
    Im Oktober 2018,erfolgte die OP.Ergebnis RPX pT3a,PNO,R0,Gleason 7b.
    Nach drei Monaten,Januar 2019 stieg der PSA Wert auf 0,51 ng/ml.
    Dann erfolgte am 27.03.2019 eine PSMA/PET CT in Tübingen,mit dem Befund eine ossaere Metastase am Sitzbein.Der PSA Wert ist am 09.04.2019 auf 4 ,1 ng/ml gestiegen.

    Der behandelte Arzt macht meinen Vater wenig Mut und meint,der Krebs ist nicht mehr heilbar und er sei sehr aggressiv.Ihm wurde geraten,Bestrahlung und eine Hormontherapie zu machen.

    Wie lange hat noch mein Vater zu leben,er ist 69 Jahre alt und ansonsten hat er keine weitere Erkrankungen,so viel ich weiß.
    Er hat große Angst e und ist fast depressiv geworden.

    Denkt,er wird demnächst sterben.

    Falls jemand eine ermunterte Nachricht hätte,waere es schön.

    Es kann sein,ich habe einige fachliche Fehler beim Schreiben gemacht,aber ich kenne mich auf dem Gebiet sehr wenig aus.Nur das,was ich aus dem Net gelesen habe.

    LG an alle und viele schöne Momente für alle
    Zorica

  2. #2
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    Zorica,

    hier im Forum beteiligen sich ein paar Betroffene, die mit dem Befund Deines Vaters über 10 Jahre leben. Von demnächst sterben ist also nicht auszugehen.

    Die Metastase zu bestrahlen ist wohl sinnvoll. Dadurch wird der PSA Wert wieder deutlich sinken. Dazu müsst Ihr mit einem Strahlentherapeuten sprechen. Möglichst an einer Uni-Klinik, die haben die besten Geräte. Fragt, ob er diese Metastase gezielt bestrahlen kann und wenn ja mit welcher Dosis. Und ob er eine Hormontherapie begleitend zu der Bestrahlung empfiehlt. Dann können wir hier weiter dazu Stellung nehmen.

    Georg

  3. #3
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    Zitat Zitat von Zorica1976 Beitrag anzeigen
    Der behandelte Arzt macht meinen Vater wenig Mut und meint,der Krebs ist nicht mehr heilbar und er sei sehr aggressiv.Ihm wurde geraten,Bestrahlung und eine Hormontherapie zu machen.
    Wie lange hat noch mein Vater zu leben,er ist 69 Jahre alt und ansonsten hat er keine weitere Erkrankungen,so viel ich weiß.
    Er hat große Angst e und ist fast depressiv geworden.
    Denkt,er wird demnächst sterben.
    Hallo Zorica,
    so schnell stirbt man nicht am Prostatakrebs!

    Erzähl deinem Vater von meiner Diagnose mit PSA-Wert über 1000 ng/ml, 1 Knochenmetastase, viele befallene Lymphknoten und kaum zählbare Metastasen im gesamten Lungenbereich.
    Jetzt nach fast 2 Jahren geht es mir bis auf ein paar kleine Beschwerden, verursacht durch die Hormontherapie (Hitzewallung, gelegentlich Gelenkbeschwerden, was ich aber alles im Griff habe) gut und ich freue mich an den gewonnen Jahren. Aufgrund meines sehr fortgeschrittenen Stadiums waren operative Behandlungen nicht mehr möglich, es erfolgte sofortiger Hormonentzug mit früher Chemo. Aktuell ist mein PSA bei 0,19 ng/ml und die Metastasen sind verschwunden.

    Ich habe ca. 2 Tage gebraucht, um die Erstdiagnose zu verarbeiten, dann habe ich zusammen mit meinem Urologen das weitere Vorgehen überlegt und wir waren damit erfolgreich.
    Auch als Optimist weiß ich, dass bei meiner Erstdiagnose irgendwann mein PSA-Wert wieder steigt und die Metastasen eines Tages wiederkommen, aber wenn es soweit ist gibt es zahlreiche andere Behandlungsmöglichkeiten. Aber das hat noch ein paar Jahre Zeit.

    Jede Krebsdiagnose ist schlimm und muss erst mal verarbeitet werden, aber es gibt erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeiten.

    Franz

  4. #4
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    Vielen lieben Dank für die Antwort und die ermutigen Worten.Ich schreibe nochmals im Laufe der Woche,nachdem ich weitere Informationen habe.

    Alles Liebe
    Zorica

  5. #5
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    Was hat denn Dein Vater zu unseren Informationen gesagt?

    Georg

  6. #6
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    Guten Morgen an allen,

    nochmals vielen Dank für die Rückmeldungen.Mein Vater lässt sich zur Zeit nicht beruhigen,und er lehnt einen Psychologen ab.Die Diagnose macht ihn fertig.Ich habe versucht,ihm Mut zu machen,aber er ist mit seinen Ängsten überfordert.
    Ich habe nochmals den Arztbericht gelesen.Es wurde bei der Histologie nach der OP folgendes festgestellt:pT3a,p N0(0/18),LO,V0,Gleaeson 4 (95Prozent)+ 3 (5 Prozent),

    Nach den PSMA Pet CT am 27.03.2019 wurde eine singuläre Metastase IschiI links festgestellt,kein Nachweis auf Organ- und LK Metastasen.

    Er hat begonnen mit Bicutulamid 50 Tabletten für 10 Tage und anschließend 3 Monat -Spritzen Trenantone.

    Vorstellung zur Bestrahlung hat er morgen.

    Er kann sich nicht damit abfinden,dass der Krebs nicht heilbar ist.Ich versuche immer wieder ihn Mut zu machen.


    Liebe Grüße und einen schönen Tag für alle

    Zorica

  7. #7
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    Hallo Zorica,

    auch ich möchte dir und deinem Vater Mut machen.
    Bei meinem Mann wurde vor 2 Jahren Prostatakrebs (Gleason 9) mit zahlreichen Knochenmetastasen diagnostiziert, PSA 25. Er war zum Zeitpunkt der Diagnose 47 Jahre alt.

    Es wurde sofort mit Hormontherapie begonnen, außerdem erhielt er parallel eine Chemotherapie mit Docetaxel (6 Zyklen). Etwa ein halbes Jahr nach Ende der Chemo war von den Metastasen nichts mehr sichtbar. Kürzlich wurde der Primärtumor bestrahlt. Sein PSA-Wert liegt aktuell bei 0,04 und es geht ihm sehr gut.
    Irgendwann wird der PSA-Wert wieder ansteigen bzw. werden sich wieder Metastasen in der Bildgebung zeigen. Dann gibt es weitere Therapiemöglichkeiten. Gestorben wird noch lange nicht. ;-)

    Ich wünsche Euch viel Kraft in der jetzt schwierigen Situation. Mit den angebotenen Therapiemöglichkeiten hat deine Vater eine sehr gute Chance auf noch viele Jahre mit Euch, und die Behandlungsmöglichkeiten entwickeln sich in dieser Zeit auch noch weiter. Ich denke, das Beste, was er tun kann ist sein Leben zu genießen und sich fit zu halten.

    Alles Gute,
    Nat

  8. #8
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    Moin Zorica,

    habt ihr mal daran gedacht, den Urologen zu wechseln?
    Ein Gleason 7b ist nicht "sehr aggressiv". Ein Gleason 10 ist sehr aggressiv. Ein Gleason 6 ist der harmloseste, bei allen darunter (1-5) spricht man nicht mal von Krebs.
    Ein Arzt sollte immer Mut machen, denn den braucht der Patient nach so einer Diagnose.
    Hier gibt es viele PCa-Kranke, die schon sehr lange mit vergleichbarem Krankheitsstand leben, und zwar relativ gut.
    "Heilbar" ist so ein schwammiger Begriff bei Prostatakrebs. Ein Krebs mag nicht heilbar sein, aber dennoch kann man mit ihm noch gute 20 Jahre leben.
    Dann wäre dein Vater 89 Jahre alt. Die meisten ohne Krebs sterben früher!
    Es sind auch in den letzten Jahren viele neue Behandlungsmöglichkeiten entdeckt worden, die die Überlebensdauer immer mehr verlängern.
    Und es werden weitere dazukommen.
    Wenn du deinem Vater Mut machen willst, dann geht das am besten mit Fakten. Dann kann er erkennen, dass es nicht so schlimm steht, wie er befürchtet.
    Mit Beginn der Hormontherapie wird das PSA schnell sinken. Vielleicht gibt ihm das Kraft.

    Alles Gute für euch!

    Detlef

  9. #9
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    Hier gibt es viele PCa-Kranke, die schon sehr lange mit vergleichbarem Krankheitsstand leben, und zwar relativ gut.
    Ich auch.
    Schau hier einmal rein:
    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=626

    Denk daran, dass bei deinem Vater noch die Brustdrüsen vor Beginn einer Antihormonbehandlung bestrahlt werden müssen.
    http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf

    Alles Gute für Euch!

    Gruss
    hartmut

  10. #10
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    Moins,

    auch ich hatte anfang 2016 PSA 77 UND Metastasen, die laut Knochenszintigraphie nach IMRT Betstrahlung und Hormonentzug (vorläufig ? . . .) verschwunden sind.
    Jetzt nach 3 Jahren steigt der PSA Wert wieder, aber davon lasse ICH mich nicht verrückt machen, bin 365 Tage im Jahr mit dem Wohnmobil unterwegs und mir geht es (noch) gut.

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