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Thema: Datenübermittlung zwischen Arztpraxen

  1. #11
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    Ganz abgesehen davon, dass wohl kaum ein Arzt einen fremden USB Stick ungeprüft an seinen Rechner stöpseln würde . Meine Frau ist gerade dabei, in ihrer Praxis die Voraussetzungen für eine Datenübermittlung an andere Praxen zu schaffen....keine triviale Angelegenheit unter Berücksichtigung des Datenschutzes. Vor diesem Problem stehen alle Praxen, daher wird es noch einige Zeit dauern, bis diese Möglichkeit flächendeckend zur Verfügung steht.

  2. #12
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    Jedes Verfahren ist natürlich angreifbar. Der Unterschied ist: muss jemand viele Angriffe an vielen verschiedenen Stellen durchführen, um selbst dann nur an eine kleine Untermenge von Daten zu gelangen, oder reicht ein Angriff an zentraler Stelle? Der Schaden wäre einerseits automatisch immer begrenzt, andererseits aber maximal. Mal abgesehen davon, dass eine staatliche Stelle keinen Angriff benötigen würde, sondern ganz legal mühelos und unauffällig darauf zugreifen kann.

    Uwe, der Arzt stöpselt schon jetzt die KV-Karte in seinen Rechner, um die Daten auszulesen. Das Stöpseln ist nicht das Problem, sondern was die Software dabei macht, ob nun mit der Karte/dem Stick oder über eine Netzwerkverbindung.

    Franz, digitale Dokumente sollten elektronisch signiert sein. Auch das kann man fälschen, genauso wie man den Ausdruck eines Befundes bearbeiten kann, samt Unterschriftsfälschung. Feststellen kann man das immer nur durch Nachfrage beim Urheber. Abgesehen davon, warum überhaupt ein Patient das tun sollte: das wird doch nicht besser, wenn alle alles glauben, was in der zentralen Datenbank steht, nur weil es da einmal hineingelangt ist.

  3. #13
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    Martin,
    deine Bedenken in Sachen Datensicherheit sehe ich mittlerweile ähnlich.

    Ein ganz anderer Punkt, der bisher wenig in den Medien angesprochen wurde ist der Umfang der Datenbank. Wenn alles sich so entwickelt wie geplant, haben wir in einigen Jahren eine riesige Sammlung von Patientendaten, eine unerschöpfliche Quelle für Retrospektive Studien.

    Das hört sich erst mal gut an, da damit auch zunehmend Material über sehr seltene Krankheiten vorliegen wird.
    Aber zur Erstellung der Studien ist ein vielfacher externer Zugriff mit den bekannten Datensicherheitsproblemen Voraussetzung.
    Sollte man auch sehr kritisch sehen.

    Franz

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