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Thema: Steigender PSA

  1. #1
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    Steigender PSA

    Muß mich auch wieder mal melden. Mein PSA Wert, hat die 5 überschritten. In der Uni Regensburg wurde eine Ga-68-PSMA-PET/CT Untersuchung gemacht.

    Die Untersuchung zeigt Lymphknotenmetastasen rechts paraaortal, sowiebds. paraihacal. Unklare Lymphadenopathie mediastinal und hilliär bds., kontrollbedürftig an

    Nach Rücksprache mit Prof. Muacevic von Cyberkniffe Mümchen ist eine neuerliche Radiochirogie aufgrund der neuen Metastierung nicht indiziert, sie empfehlen die Einleitung einer antihormonllen
    Therapie.

    Meine Urologin will das Ergebnis der PSMA Untersuchung in einer Konferenz mit Kollegen besprechen. Es wird wohl auf eine Hormon Therapie hinauslaufen.

    Ich habe die Hormontherapie immer als letzten Pfeil im Köcher betrachtet. Nun muß dieser Pfeil wohl abgeschossen werden.

    Über die Möglichkeiten habe ich mich noch nicht informiert und wäre über Hinweise dankbar, was es für Möglichkeiten der Therapie gibt.

    Für Antworten bin ich dankbar.

    Manfred Seitz

  2. #2
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    Wie kann denn eine Kontrolle der unklaren Lymphadenopathie aussehen? Solange das nicht erfolgt ist, rechnen die Ärzte dies als "eine gewisse Zahl" an Metastasen in ihren Überlegungen dazu. Ohne diese wären es, wenn ich es richtig verstehe, nur vier Lymphknotenmetastasen und damit eine Zahl, mit der man Prof. Muacevic wohl "erweichen" könnte.

    Ansonsten wäre noch eine PSMA Therapie z.B. in Bad Berka möglich. Das wird aber nur ungern bei deutschen Patienten gemacht, die noch keine Hormontherapie hinter sich haben. (Bei Ausländern muss man sich dagegen ja nicht an die Leitlinien halten und gerät auch nicht mit dem betreuenden Urologen in Konflikt.)

    Die Hormontherapie wird sehr eingehend im Basiswissen besprochen.

    Georg

  3. #3
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    Georg, warum sollte die Leitlinie nur auf deutsche Staatsbürger (oder in Deutschland lebende?) angewendet werden? Sie ist doch ausschließlich eine Hilfe für Mediziner, in diesem Fall die, die in Deutschland praktizieren.

  4. #4
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    Hallo Manfred,

    du kannst ja noch einmal versuchen mit dem Arzt zu sprechen.
    Cyberkniffe würde wohl etwas bringen, wenn die Versicherung mitspielt.

    Ansonsten kannst du es mit 150 mg Bicalatumid versuchen. Das verschafft dir mindestens ein ½ Jahr Zeit, in der du weniger Nebenwirkungen hast.
    Bei mir halfen bereits 50 mg, um den PSA Wert drastisch zu senken.
    Ich hatte mich dafür im Juli 2018 entschieden, weil noch eine Prostatalogenbestrahlung durchgeführt werden muss.

    Gruss
    Hartmut

  5. #5
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    Martin,

    die Ärzte in den Unikliniken, die die PSMA Therapie anbieten, brauchen keine Leitlinie als Hilfestellung. Sie wenden diese Therapie ständig an und haben eigene, klinische Erfahrung sowie fast alle Studien zu dieser Therapie gelesen. Wenn ein deutscher Patient vor einer Chemo oder gar im hormonsensitiven Stadium behandelt werden will, so sehen sie darin medizinisch kein Problem und sind auch überzeugt von einem Erfolg, die Behandlung entspricht aber nicht der DGN Empfehlung.

    Bei deutschen Patienten sind Haftungsprobleme möglich und Probleme bei der Abrechnung mit den Krankenkassen, wenn man sich nicht an die Leitlinie oder die Empfehlung der DGN hält. Außerdem hat der betreuende Urologe vielleicht mit dem Onkologen eine weitere Chemo abgesprochen und ist mit einer PSMA Therapie nicht einverstanden. Er rät dem Patienten um Gottes willen nicht eine so unerforschte Therapie zu machen.
    Daher ist ein ausländischer Patient, der Vorauskasse leistet, viel angenehmer und kann auch jede Behandlung, die er wünscht, bekommen.

    Georg

  6. #6
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    Hallo Manfred,
    Zitat Zitat von Manfred Seitz Beitrag anzeigen
    Ich habe die Hormontherapie immer als letzten Pfeil im Köcher betrachtet. Nun muß dieser Pfeil wohl abgeschossen werden.
    eine antihormonelle Therapie ist noch lange nicht der letzte Pfeil. Du wurdest schon darauf hingewiesen, dass sie im "Basiswissen" umfangreich behandelt ist. Das geschieht dort im Abschnitt 8.5. Was nach der "Hormontherapie" heute noch alles an Möglichkeiten zur Verfügung steht, ist im Abschnitt 8.12 mindestens ebenso umfangreich abgehandelt. Das kann man nicht alles hierhinein kopieren.
    Alles Gute!

    Ralf

  7. #7
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    Waren ein paar Tage in Potsdam beim "ALTEN FRITZ" deshalb erst heute meine Antwort.

    Vielen Dank Georg, MartinWK ,mein Kätp`n. Hartmut und von Dir Ralf.

    Georg meinst Du ich sollte Prof. Muacevic, zu dem ich einen guten Kontakt habe, noch mal kontaktieren und die CD die ich persönlich noch nicht gesehen habe
    zu besprechen.

    Ich bin auch geneigt mit Prof Schostack die Angelegenheit zu besprechen. Zu Prof. Schostack , der mir bis jetzt sehr geholfen hat habe ich ebenfalls einen guten Draht.

    Grüße
    Manfred Seitz

  8. #8
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    "Die Untersuchung zeigt Lymphknotenmetastasen rechts paraaortal, sowiebds. paraihacal. Unklare Lymphadenopathie mediastinal und hilliär bds., kontrollbedürftig an."

    Solange dies im Befund steht, wird Dich keiner bestrahlen, auch nicht wenn Du guten Kontakt zu ihm hast. Dies sind zu viele verdächtige Stellen und damit zu viele für eine Cyberknife Bestrahlung.

    Ich sehe nur zwei Möglichkeiten:
    a) Du sprichst mit der Uni Regensburg, wie denn eine Kontrolle der "unklaren Lymphadenopathie" aussehen soll. Wenn sich das nach dieser Kontrolle als falscher Alarm darstellt, sind es wieder weniger Metastasen und Prof. Muacevic könnte Dich bestrahlen.
    b) Du gehst zu Prof. Gschwend bei der TUM in München und fragst, ob er eine radio-guided Lymphadenektomie machen kann. Dabei werden die Lymphknoten operativ entfernt und mit einem PSMA-Gerät während der Operation lokalisiert.

    Georg

  9. #9
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    Die Anzahl der mittels PSMA gesehenen Lymphknotenmetastasen nach dem zitierten Befund lautet entweder genau 3 oder bei ungenauer Formulierung durch den Arzt größer gleich 3 (an den genannten 3 Stellen können auch jeweils mehrere sitzen). Das wäre als erstes zu klären.
    Die vergrösserten Lymphknoten ("unklare Lymphadenopathie") zeigen wenig oder kein PSMA. Entweder gehören sie zu einer Zelllinie, die PSMA-negativ ist (allgemein höchstens zu 10% wahrscheinlich), oder es handelt sich um eine andere Ursache (Entzündung), oder es ist eine Fehlinterpretation (ein passender Vorbefund mit möglicher 1:1 Zuordnung der Lymphknoten existiert vermutlich nicht?).
    Die Fehlinterpretation kann durch eine Zweitbefundung ausgeschlossen werden. Weiterhin kann ein PET/CT mit einem anderen Liganden als PSMA gemacht werden:
    F-FDG PET/CT http://jnm.snmjournals.org/content/58/supplement_1/1077
    11C-choline PET/CT https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5117950/
    Oder einer der vergößerten Lymphknoten wird biopsiert.

    Eine radioguided Lymphadenektomie wird wenn überhaupt nur die PSMA-detektierten Knoten entfernen, der Status der übrigen (wenn man sie denn während der Op dem CT zuordnen kann!) wäre während der Operation per Schnellschnitt zu prüfen oder man würde prophylaktisch großzügig ausräumen. Solche Fälle wurden im Forum beschrieben, mit mäßigem Erfolg und spürbaren Nebenwirkungen. Vor einer weiteren Diagnostik würde ich das nicht machen lassen.

  10. #10
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    Ein F-FDG PET/CT oder 11C-choline PET/CT sind nicht sensitiv genug, um unklare Befunde eines PSMA PET/CTs aufklären zu können. Man setzt sie erst bei höheren PSA Werten ein. Man sollte ein Gespräch mit den Regensburger Ärzten führen, wie sie die "unklare Lymphadenopathie" beurteilen und abklären wollen. Solange man nicht weiß, ob dort Metastasen sind oder nicht wird ein Strahlentherapeut nicht anfangen.

    Die drei oder mehr gesicherten Metastasen können zuverlässig (Prof. Gschwend sprach von 99%) mit der radioguided Lymphadenektomie entfernt werden und die Lymphknoten im Bereich der "unklaren Lymphadenopathie" müssen dann prophylaktisch entfernt werden.

    Georg

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