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Thema: Drei Jahre Stillstand - dann VZ von sechs Wochen

  1. #31
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    Georg_ , danke für die Antwort.

    Allerdings hast du vielleicht nicht alles richtig verstanden. Die Einschätzung stammt nicht von meinem Urologen, sondern wurde in Tübingen so getroffen und zwar nur auf Grund des PSMA/PET-CT.
    Ich hatte nicht den Eindruck, dass man dort eine OP nach vorheriger IRE-Behandlung machen möchte, nur um anschließend darüber berichten zu können. Aber wem würden sie das erzählen.

    Das PET hat in/bei der Prostata deutliche Anreicherung angezeigt. Wie MartinWK oben meinte, mit SUV 5,7 auffallend viel. Ja, der Lymphknoten ist vmtl. auch eine Quelle für den PSA-Anstieg. Ich möchte einfach nicht zu spät reagieren.

    Vielleicht wäre eine nochmalige Biopsie und anschließende Entscheidung über das weitere Vorgehen tatsächlich besser.

    Michel

  2. #32
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    Ja, Michel, von der Anreicherung in der Prostata hatte ich nicht gelesen. Ich habe mich an dieser Äußerung von Dir zur Begründung der OP orientiert: "das PET zeige nicht zwingend und ausschließlich ein Tumorgeschehen an. Danach wisse man darüber mehr". Und zu operieren, um nachher mehr zu wissen, davor kann ich nur warnen.

    Wenn man mit dem PSMA PET/CT einen Tumorherd sieht, so ist dies mit über 90% sicher, so die Studien. Da braucht man zur Kontrolle keine OP zu machen und auch keine Biopsie. Und die Nebenwirkungen einer Salvage-OP sind leider sehr hoch, wie geschildert. Du hast doch die IRE gemacht um gerade diese Nebenwirkungen zu vermeiden. Die OP kann Dir sehr viel Lebensqualität nehmen.

    Also hast Du jetzt das Rezidiv in der Prostata und den Lymphknoten, die beide den PSA Anstieg verursachen. Die OP kann nur einen Teilerfolg erreichen, dazu ist das Risiko zu hoch.
    Die wenigsten Nebenwirkungen würde eine intermittierende Bicalutamid-Therapie machen, wenn Du den PSA Anstieg bekämpfen willst. Das musst Du aber nicht, beide Tumorherde sind klein und nicht lebensbedrohlich. Abwarten bis der PSA Wert über 5,0 geht, wäre auch ok.

    Georg

  3. #33
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Du hast doch die IRE gemacht um gerade diese Nebenwirkungen zu vermeiden. Die OP kann Dir sehr viel Lebensqualität nehmen.
    Genau. Was hat sich denn eigentlich gegenüber der Situation vor der IRE geändert? Du hattest "Biopsie/Pathologischer Befund: 64 Stanzzylinder mit einer 50-80%igen Infiltration der Stanzzylinder 9, 10, 18-20, 28-30, 38-41 und 56-58. Gering differenziertes azinäres Adenocarcinom der Prostata G3, Kombinierter Gleason score 7b (4+3 / 70+30%)." Ein Rezidiv binnen 5 Jahren war da nicht unwahrscheinlich, auch wenn man subjektiv das vielleicht anders sehen wollte. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist vielleicht etwas höher, weil nicht die ganze Prostata entfernt wurde. Aber das wurde ja nicht gemacht - vorbei ist vorbei. Eine RPE jetzt kann die damalige eventuell etwas günstigere Wahrscheinlichkeit nicht wieder herstellen, geschweige denn den Lymphknoten heilen.

    Aber soweit ist es doch überhaupt nicht. Der letzte PSA war 0,56 am 15.05.? Dann wäre es erstmal wichtig, die Ursache der PSMA-Expression per Fusionsbiopsie zu bestimmen (es gibt ja kein früheres Vergleichs-PET/CT, vielleicht zeigt deine gesunde Prostata schon immer eine hohe PSMA-Expression). Danach kann man sich um den Lymphknoten kümmern.

  4. #34
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    Danke,
    hatte hier grade geschrieben; weiß nicht weshalb, Text ist verschwunden.
    Muss ich jetzt auch.
    Melde mich wieder

    Michel

  5. #35
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    Mich beschäftigt meine spontane Zusage zur OP ja auch schon seit dem darauf folgenden Tag.
    Die noch mal abzusagen dürfte wohl kein Problem sein. Der Termin wäre erst in acht Wochen.

    Eine Biopsie wurde vom Professor im Gespräch angesprochen, allerdings nicht weiter vertieft und ich habe da nicht reagiert. Es war auch noch abgesprochen, gleich noch mal Blut für eine PSA-Bestimmung zu nehmen. Beim Personal war das wohl nicht angekommen und ich dachte nach dem Gespräch einfach nicht mehr daran.

    Das hole ich hier gleich noch nach. Da bin ich gespannt, was sich herausstellt. Das kann ja auch noch für die weiteren Maßnahmen entscheidend sein.
    Wegen der zwei Problemstellen hatte ich ja mal angedacht, mit ADT/Docetaxel o.ä. loszulegen. Davon hielt der Prof. nichts; dies komme erst als spätere Maßnahme in Betracht.

    Ich werde mich also zunächst um eine Biopsie kümmern.
    Hinterher, wenn sich das Rezidiv bestätigt, komme ich wohl wieder mit der Frage, was jetzt zu tun sei.
    Man kann ja, wie du meinst Georg, vielleicht mit Bicalutamid bremsen. In diesem Zusammenhang stelle ich mir einfach immer vor, dass trotzdem ein weiteres Ausbreiten geschehen kann. Ja natürlich, das könnte längst passiert sein und sich erst in ein paar Monaten zeigen.

    Ich raff's einfach nicht.
    Michel

  6. #36
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    Michel,

    die Operation kannst Du absagen. Fair ist, diese frühzeitig abzusagen, damit der Termin anderweitig verplant werden kann.

    Ich würde mich auf das PSMA PET/CT verlassen, aber die Biopsie kann noch genauer sein. Du kannst fragen, ob sie Dir dabei gleich Goldmarker in das Rezidiv setzen können, dann kann man es gut bestrahlen. Die Goldmarker werden dann vom Radiologen "zum Zielen" verwendet.

    Mit dem Rezidiv und der Lymphknotenmetastase hast Du zwei Baustellen, die sind nicht einfach behandelt zu bekommen. Die Standard-Empfehlung ist Hormontherapie.

    Georg

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