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Thema: Starker PSA Anstieg nach früher kombinierter ADT / Chemo

  1. #11
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    Hallo Lothar,

    möge sich die hartnäckige PSA-Quelle im PSMA-Pet zeigen und dann ordentlich bestrahlen lassen.

    Apalutamid halte ich für einen guten Weg und stimme Georg vollkommen zu.

    Alles Liebe
    Nat

  2. #12
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    Hallo Lothar,

    nach Durchsicht in myprostate fallen mir die zwei Metastasen auf die stark leuchten, nach Chemo/ADT und Bestrahlung.
    Jetzt weißt du, was für Spezis von M. es gibt.
    Bei einer nochmaligen Bestrahlung solltest du eine aufmodulierende IMRT/VMAT + IGRT wählen.
    Mein Vorschlag wäre 6-7 x 5-6 gy
    Ganz wichtig: Der Strahlemann/Frau muß das drauf haben und am Schirm bleiben wenn die IGRT der Metastase folgt. Und vor allen Dingen muß er/sie die Eigenschaften der M. deuten können. Leider können das nicht alle. Wenn jetzt noch einmal im ARC+VMAT rundum verfahren wird. Dann nimm Reissaus.

    Diese M.gehen nur noch aufmodulierend und hochdosiert.

    Auch kannst du damit einen abscopalen Effekt erzielen.

    Noch was Lothar:
    In Hamburg läuft eine Studie Triton3 randomisiert in zwei Armen.

    Eine ohne Chemo + eine mit Chemo.

    Sofern du BRACA 1 u.2 im Blut nachweisen kannst bist du drin. Mithilfe der Mutation soll über das Medikament Rucaparib die PARP1/2 Schiene aktiviert werden.
    Die Ansprechrate scheint hoch zu sein und diejenigen die ansprechen, haben ein hohes OS.

    Dir viel Glück, denn du kannst es gebrauchen.

    Hans-J.

    PS. Es könnte sein, dass die Zeit nach RT noch in der PSA Bouncezeit sich befindet.

  3. #13
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    Vielen Dank, Hans-J.

    das mit dem PSA Bounce wurde mir auch schon von den Strahlenärzten des UKE angedroht. Mir erscheint nur der PSA Wert von 8 zu hoch dafür ( allerdings weiss ich nicht, welche Werte da auftreten können, man findet hier im Forum und auch auf myprostate sehr wenig darüber. Vielleicht weisst du darüber auch mehr?). Ob es jetzt ein PSA bounce ist, ob meine Metastasen die Bestrahlung weggelächelt haben oder ob neue Metastasen aufgetreten sind, zeigt hoffentlich das PET-CT, zu dem ich am 30.8. einen Termin habe. Ich werde mich bezüglich des Ergebnisses wieder hier melden. Dein Hinweis auf die Immuntherapie gefällt mir, ich werde mich mal unabhängig von meiner Situation testen lassen.
    Lothar

  4. #14
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    Lothar,

    so:https://myprostate.eu/?req=user&id=911

    man direkt hin.
    nicht nachlassen

  5. #15
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    Gestern war ich im PET-CT und das Ergebnis war katastrophal: Erneut zahlreiche Lymphknotenmetastasen, etwa 10 neue Skelettmetastasen (die allerdings alle noch nicht den Knochen angeknabbert haben) und jetzt sogar noch einige Metastasen in der Leber. Dabei sah der Radiologe das Hauptproblem in den Lebermetastasen.

    Damit ist meine Strategie der lokalen Bekämpfung erst mal hinfällig.

    Jetzt ist die Frage, wie weiter: Ich habe eine PSA-VZ von 21 Tagen, das heißt, ich muss schnell reagieren. Sofort auf Zytiga gehen? Hans-J. empfahl mir letztens, mich auf eine Immuntherapie testen zu lassen. Wenn ich es aber richtig verstanden habe, verlangt die einzige Studie, die es zur Zeit gibt, ein vorheriges Versagen von Zytiga und Co.

    Sollte ich es erst mit einer Ligandentherapie versuchen, um vielleicht einige Mutationen abtöten zu können?

    Zytiga könnte ich schon am Montag von meinem Urologen bekommen. Immun- und Ligandentherapie heißt, dass noch viel Zeit verstreicht (Termine Vorgespräch bekommen, Termine Untersuchungen usw.), Zeit, die ich vielleicht nicht mehr habe.

    Wie seht ihr das? Ihr würdet mir sehr bei meiner Entscheidung helfen.

    Lothar

  6. #16
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    Lothar,
    binde Enzalutamid in deine Überlegungen mit ein.

    Aufgrund meiner Diagnose mit multiplen Lungenmetastasen habe ich mir öfters Gedanken zum irgendwann kommenden Rezidiv gemacht, das (aus meiner Sicht) wahrscheinlich mit neuen viszeralen Metastasen verbunden sein wird. Bei viszeralen Metastasen zeigte Enzalutamid in dieser Studie Erfolge auch bei Lebermetastasen.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5632943/


    Franz

  7. #17
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    Lothar,

    "Dabei sah der Radiologe das Hauptproblem in den Lebermetastasen." Das sehe ich auch, aber die Leber kann einiges "ab", daher sehe ich keine kurzfristige Gefahr. Aber ich würde schon, wie Franz empfohlen hat, mit Xtandi/Enzalutamid umgehend beginnen. Die Studie, die Franz zitiert hat, kann man als Entscheidungsgrundlage für Xtandi benutzen. Auch wenn der Urologe Zytiga/Apalutamid empfiehlt, da er dies besser kennt.

    An einer Immuntherapiestudie würde ich nicht teilnehmen, man weiß ja nicht ob die darin vorgesehene Immuntherapiebehandlung Erfolg hat. Dies ist leider bisher bei Prostatakrebs kaum gelungen. Außerdem hat Immuntherapie ähnlich schwere Nebenwirkungen wie eine Chemo. Dies kennt man aus anderen Tumorarten, bei denen Immuntherapie eingesetzt wird.

    Ich würde aber die Xtandi Therapie mit einer Lu177 Therapie kombinieren, damit kannst Du einen großen Teil der Metastasen beseitigen. Außerdem steht Xtandi im Verdacht, die PSMA Expression zu erhöhen und dadurch Synergieeffekte bei einer PSMA Therapie zu zeigen.

    Wenn all das nicht funktioniert, kannst Du versuchen eine Chemo-Embolisation machen zu lassen. Damit werden speziell Lebermetastasen behandelt.

    Georg

  8. #18
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    Hallo Franz und Georg,
    vielen Dank für eure hilfreichen Kommentare. Ich habe die Studie gelesen, aber da wird Xtandi lediglich mit Placebo verglichen, nicht aber mit Zytiga. Ich bin noch hin und hergerissen. Für Xtandi spricht die einfachere Handhabung, und das kein Prednisolon nötig ist. Ausserdem gefällt mir die Idee der gleichzeitigen Lu Therapie und die mit Xtandi verbundene PSMA Anreicherung. Für Zytiga spricht, dass es Studien gibt, die der Sequenz Zytiga - Xtandi eine längere Wirkdauer nachsagen. Ich überlege darüber hinaus auch, nach einer stereotaktischen Bestrahlung zu fragen. Ich treffe in der Strahlenklinik des UKE auf offene Ohren bezüglich der Tumorlastsenkung. Habe dort im Mai und Juni meine Prostata und 2 Skelettmetastasen mit der Truebeam Anlage bestrahlen lassen.

    Ich stimme euch auch zu, so schnell wie möglich mit der Medikation anzufangen. Am Dienstag sehe ich meinen Urologen. Er weiss, dass ich hier im Forum unterwegs bin und sieht sich als mein "Anwalt". Er verschreibt mir, was ich für richtig halte, wenn es nicht totaler Blödsinn ist.
    Schwere Entscheidung, die ich bis übermorgen treffen muss.
    Lothar

  9. #19
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    Eine aktuelle, prospektive Studie, die Abiraterone gefolgt von Enzalutamid und umgekehrt verglich, konnte keinen Unterschied im Gesamtüberleben feststellen. Außerdem sieht die Sache wieder ganz anders aus, wenn Du dies mit Bestrahlung oder PSMA Therapie kombinierst. Dafür gibt es keine Daten.

    Bei der bei Dir festgestellten, umfangreichen Metastasierung scheidet eine stereotaktische Bestrahlung aus. Dafür hast Du einfach zu viele Metastasen. Wir können Dir nur eine Lu177 oder besser noch, eine Kombinationstherapie aus Lu177 gemischt mit Actinium 225, empfehlen.

    Georg

  10. #20
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    Danke Georg für die Ergänzung. Du und Franz, ihr habt mir sehr geholfen. Ich habe mich jetzt für Xtandi entschieden.
    Und das mit der Ligandentherapie werde ich ebenso zeitnah angehen.
    Lothar

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