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Thema: Gefährliche Therapie

  1. #1
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  2. #2
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    Über diesen Artikel wurde übrigens bereits diskutiert:
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...974#post111974

  3. #3
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Über diesen Artikel wurde übrigens bereits diskutiert:
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...974#post111974
    Vielen Dank für den Hinweis. Da habe ich wohl bei meinen Recherchen übersehen, dass dieser Bericht in diesem Forum schon Auslöser für Diskussionen war. Wenn ich aber richtig informiert bin, hat die in Rede stehende Therapie bei zumindest zwei inzwischen nicht mehr unter uns weilenden Forumsaktivisten auch nicht den erhofften Erfolg bewirkt?

  4. #4
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    Jede Therapie schlägt bei manchen Patienten nicht an. Ob Hormontherapie, Chemo usw. In der Studie, aus der das untenstehende Diagramm ist, hat die PSMA Therapie bei fast allen Patienten mehr oder weniger gut gewirkt. Allerdings ist diese Therapie nicht kurativ, man muss mit neu auftretenden Metastasen rechnen. Gefährlich ist es also, wie es wohl Dr. Bergter den Patienten suggeriert hat, eine Heilung zu erwarten.


  5. #5
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    Beitrag

    Hallo Georg,
    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Gefährlich ist es also, wie es wohl Dr. Bergter den Patienten suggeriert hat, eine Heilung zu erwarten.
    keiner von uns war bei dem Gespräch dabei, keiner von uns kennt den Patienten. Es wäre durchaus nichts Ungewöhnliches, dass ein Patient die Worte eines Arztes so versteht, wie er sie verstehen möchte. Mir ist der Artikel des SPIEGEL zu reißerisch.

    Ralf

  6. #6
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    Hallo Ralf,

    ich halte den Spiegel Artikel auch nicht für richtig, wenn z.B. eingangs geschrieben wird:
    „In Frankfurt therapierten Ärzte an Prostatakrebs erkrankte Männer mit zweifelhaften Methoden. Eine SPIEGEL-Recherche zeigt nun, wie die Mediziner die tiefe Verzweiflung ihrer Patienten zu Geld machten.“

    Allerdings halte ich folgenden Patienten-Bericht für richtig:
    „Als Fiedlers Handy klingelt, steht der 51-Jährige seit Tagen unter Schock: Sein Prostatakrebs, ein Jahr zuvor entdeckt, hat sich in die Knochen gefressen, Metastasen im gesamten Stammskelett. Der Tumor ist aggressiv.......................Und dann der Anruf. Fiedler hört die Aussagen gerne, die ihm Doktor Wolfgang Bergter am Telefon macht. Von einer neuen Therapie habe der leitende Oberarzt der Uniklinik Frankfurt geschwärmt, Lutetium-PSMA heiße sie. Sie sei experimentell, noch nicht zugelassen. Klinische Studien zu ihrer Wirkung fehlten. Aber mit ihr könne man ihn heilen, so versteht Fiedler den Nuklearmediziner. Und das quasi ohne Nebenwirkungen.“

    Ich kenne ein Forumsmitglied, dass sich ebenfalls bei Dr. Bergter behandeln ließ und der ebenfalls auf eine Heilung hoffte. Trotz Gleason 8, dreistelligem PSA Wert und vielen Knochen- und Lymphknotenmetastasen im ganzen Körper. Ich sagte ihm immer, eine Heilung sei nicht möglich, nur ein langes Leben bei entsprechender Therapie, aber er hielt an der Hoffnung fest. Nach zwei Zyklen Lu177 waren alle seine Metastasen vom PSMA PET/CT verschwunden und nur noch ein Resttumor in der Prostata erkennbar. Andere Ärzte hatten ihm durchgäng nur Hormontherapie empfohlen und damit wäre dieses Ergebnis nicht erreicht worden.

    Dr. Bergter riet ihm ab, eine Prostataoperation zu machen, es ließe sich alles mit der PSMA Therapie lösen, man müsste nur mehrere Zyklen machen. Auch die Hormontherapie solle er abbrechen, nur dann würde die PSMA Therapie ihre volle Wirkung entfalten. Dr. Bergter schrieb ihm:

    „Nochmals: Wir haben es bisher nicht komplett geschafft, weil Sie unter antihormoneller Therapie stehen. Dadurch sind die Tumorzellen in den Untergrund geschickt worden, von wo sie nun wieder hervorkommen. Das Spielchen kann man so unendlich fortführen, denn solange die antihormonelle Therapie läuft, werden wir immer nur den sichtbaren Teil der Tumorzellen erwischen. Der andere Teil wird immer unentdeckt im Untergrund bleiben und erst später hervorkommen und Rezidive verursachen“

    Ich glaube nicht, dass Dr. Bergter nur aus finanziellen Interessen handelte. Er setzte sich immer sehr für seine Patienten ein und legte sich dabei auch mit seinen Kollegen an. Mit dem Forumsmitglied traf er sich auch privat und duzte sich mit ihm. Er war offenbar nur zu sehr davon überzeugt, dass die PSMA Therapie allein ausreichen würde um den Prostatakrebs zu bekämpfen.

    Den Kontakt zu dem Forumsmitglied habe ich verloren. Zuletzt schrieb er, dass es ihm gar nicht gut ginge.

    Georg

  7. #7
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    Dr. Berger hat im Jahr 2017 mehrmals auf meiner Seite versucht Prostatakrebspatienten über den Sinn von PSMA- und Xofigo- Therapien zu informien.
    Da er schon damals wegen den nicht S3-Leitlinien konformen Behandlungsmethoden Probleme bekommen hat, habe ich teilweise seine Kommentare anonym mit “Dr. med. xxx.xxx” publiziert.

    Wer nachlesen möchte, hier sind die Kommentare zu finden:

    Kommentare vom 21.03.2017 auf den Seiten:

    https://prostatakrebs-tipps.de/psma-...prostatakrebs/

    https://prostatakrebs-tipps.de/behan...ormontherapie/

    und als Dr. Berger Kommentar vom 12.05.2017 auf der Seite:
    https://prostatakrebs-tipps.de/behan...223-dichlorid/

    Gruß, Jacek

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  8. #8
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    Zitat Zitat von Dr. Bergter
    Radium-223-Dichlorid hat nach meiner Erfahrung mit über 600 Behandlungen kaum Nebenwirkungen.
    Das kann ich nicht glauben. Viele Patienten brechen die Therapie wegen starker Nebenwirkungen ab.

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