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Thema: Entgleiste Blutbild während der Chemo

  1. #11
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    Auch die 2 .Chemo hat er gut vertragen. Bloß am 5/6.Tag hatte er etwas Luftnot beim Laufen. Ansonsten schmeckt ihm alles, Mundschleimhaut, Nasenschleimhaut alles ohne Befund. Die Haare werden etwas lichter.

    Liebe Anita,

    ich halte es für ein gutes Zeichen, wenn Dein Mann lediglich etwas Luftnot am 5. - 6. Tag verspürt. Bei mir war es ähnlich: An den Tagen 5 - 6 war meine körperliche Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt, danach ging es aber immer wieder rapide aufwärts, selbst nach der 6. Infusion. Vielleicht geht es Deinem Mann ganz ähnlich und die Nebenwirkungen der Chemo werden ebenfalls zu einem "Spaziergang".

    Zeitweise dachte ich aufgrund der moderaten Nebenwirkungen sogar, dass die Chemo eventuell keine Wirkung zeigen würde: Das Gegenteil war der Fall: Vor der Chemo hatte ich eine Infiltration der Blase, nahezu alle Lymphknoten des Beckens waren befallen bis hin zu einem Nierenstau und 6 Skelettmetastasen wurden im PSMA-PET/CT detektiert - und das bei einem Gleason Score von 9.

    Nach der Chemo war alles weg, bis auf 2 Skelettmetastasen, die ich mir derzeit bestrahlen lasse. Ausserdem lasse ich zusätzlich noch meine Prostata und die Samenblasen bestrahlen, um den Primärtumor zu bekämpfen.

    Habe Mut, liebe Anita, vielleicht bleibt es bei Deinem Mann ebenfalls bei geringen Nebenwirkungen bei einer gleichzeitig grossen Wirkung.

    Lothar

  2. #12
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    Lieber Lothar, liebes Forum,
    das macht uns schon Mut.
    Ich möchte kurz berichten, vielleicht hilft es anderen Erkrankten.
    Mein Mann hat die 4. Chemo gut überstanden. Der hohe Kaliumwert war wohl ein Meßfehler. Aller wieder normal (bei 4). Nach der 3. Chemo bekam er einmal Neulasta gespritzt. Diese hat er nicht so gut vertragen. Grippeähnliche Symptome über 10 Tage, dann ging es wieder. Die 4. Chemo lief ohne Neulasta ab. Es geht ihm gut. 4.-6. Tag leichte Schwäche, die Nägel sind etwas brüchig, leichte Geschmacksveränderung, sonst keine weiteren Nebenwirkungen.
    Die Nägel hält er sehr kurz und bearbeitet sie mit Öl, Füße werden massiert (gr. Zeh hat bis jetzt einmal nachts gezwickt), Mund spült er vorsorglich. Er kann alles essen und trinken.
    Zusätzlich zu den 10mg Prednisolon nimmt er Calzium+ Vitamin D (Xgeva),Vitamin B6 (gegen Polyneuropathie) und cremt die Nase.
    Nach der 2. Chemo ist der PSA von 80 auf 50µg/l gefallen, dann nochmal auf 59 µg/l gestiegen, letzte Woche war er wieder 50 µg/l. Ich finde es langsam. Müsste der Wert nicht schneller fallen? Auf jedem Fall schlägt sie an. Nach der 6. Chemo ist wieder eine Bildgebung geplant. Dann wird man weiter sehen. Ich glaube der Urologe plant immer wieder eine Chemo als Erhaltungstherapie zu geben.( in größeren Abständen) Hat das schon mal jemand gehört?
    Die Niere hat sich auch wieder erholt.
    Ich kann allen Mut zur Chemo empfehlen. Wenn man noch fit ist, ist es gut auszuhalten.

    Dir lieber Lothar wünsche ich, das die Bestrahlung den Erfolg bringt und du noch viele gute Jahre hast.
    LG Anita

  3. #13
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    Hallo Anita,
    ein paar Anmerkungen zur Chemo mit Docetaxel. Eine Chemo gut vertragen und eine Chemo erfolgreich abschließen sind zwei verschiedene Dinge.

    Der PSA-Wert steigt wegen des Zerfalls der Krebszellen erstmal an. Nach der dritten Chemorunde (ca. 9 Wochen) sollte der PSA-Wert deutlich abfallen. Falls nach dem aktuellen Durchgang 5 der PSA-Wert nicht weiter abgefallen sein sollte, dann hat die Chemo bei deinem Mann leider nicht richtig angeschlagen.

    Meine Chemo war von 12. 2017 - 4. 2018 , zum Vergleich die PSA-Werte:
    vor Chemo 67 ng/ml, nach dem 3. Durchgang 0,5 ng/ml nach dem 6. Durchgang 0,25 ng/ml. Begleitend Hormonentzug mit Pamorelin. Runde 4 mit 6 waren für mich anstrengender als Durchgang 1 - 3.

    (ng/ml entspricht in Zahlen den von dir angegebenen µg/l)


    Eine Chemo als Erhaltungstherapie, das gibt es bei Lungenkarzinomen, zum Prostatakarzinom habe ich dazu noch nichts gehört.
    Was gelegentlich gemacht wird, ist eine 2. Chemo, wenn es nach längerer Zeit zu einem Rezidiv kommt.
    Prof. Heidenreich hat sich dazu in einem online-Vortrag geäußert, " Therapie des Rezidivs". Allerdings wird eine 2. Chemo mit Docetaxel nur verabreicht, wenn die erste vom Patienten gut vertragen wurde und erfolgreich war.
    Wenn nicht kann eine Chemo mit Cabazitaxel erwogen werden. Daneben gibt es diverse andere Therapien.

    Alles Gute
    Franz



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