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Thema: Hemmschwelle vor der Prostatektomie

  1. #41
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    Ich habe nirgends gelesen wo euer Wohnort ist. In Deutschland gibt es bestimmt mehrere Onkologische Kliniken in denen man die AHB machen kann. Aber normalerweise kommt ja die Sozialberaterin der Klinik in der die OP gemacht wird ans Bett mit mehreren Kliniken zu Auswahl. War wenigstens bei mir so.
    Wir meine Frau und ich waren wieder ein langes Wochenende in der Nähe von der Klinik in der ich war zur REHA zum Kurzurlaub und haben einen getroffen der auch schon das zweite Mal dort ist. Er hat sein Fahrrad mitgenommen und war begeistern welche schöne Touren man während der Zeit machen kann.

  2. #42
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    Hallo Forumsmitglieder,

    ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben. Die Hinweise waren hilfreich es gab keinen Querelen - vielen Dank dafür.
    Auch die letzte Anfrage zur Reha ging von Euch aus klar in die Pro-Richtung.
    Für mich beginnt langsam die heiße Phase. Morgen geht es ins Krankenhaus und übermorgen steht die Operation an.
    Langsam fängt es auch bei mir zu kribbeln an und ich wünschte mir es wäre schon Juli.
    Nach meinem Krankenhausaufenthalt werden ich mich wieder melden und auch meine Erfahrung weitergeben.

    Bis dann euer Leidensgenosse Werner

  3. #43
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    Viel Glück und alles Gute.

  4. #44
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    Auch von mir alles Gute!

    Gruß

    Achim

  5. #45
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    Rückkehr aus dem Krankenhaus:


    Hier ein Erfahrungsbericht meines Krankenhausaufenthaltes, Operation, Nebenwirkungen
    und Nachwirkungen.


    Am Di 11.6 ging ich zur Voruntersuchungen und Operationsgespräch ins Krankenhaus.
    Zunächst musste ich eine Nummer ziehen und kam nach ca. 40 min dran mit allerlei
    Fragen, Datenschutzerklärung (bis ich im Bett lag insgesamt 11 Unterschriften).
    Danach erhielt ich meine Akten und meldete mich auf der Station dort dann insgesamt
    35 Fragen ausfüllen, Blutabnahme, Anästesiegespräch, Operationsvorgespräch mit
    immer wiederkehrenden Fragen (obwohl wir in einem Zeitalter der Vernetzung leben
    ist dies zumindest in diesem Krankenhaus noch nicht angekommen, wie wäre es mit
    einer zentralen Datei auf die alle Ärzte, ob Stationsarzt, Chiruge, Anästestit
    darauf referenzieren können?).
    Diese Patientenaufnahme hat bei mir insgesamt 4 bis 5 Stunden gedauert.
    Man nannte mir als Operationstermin am nächsten Tag ca. 11:00 Uhr.
    Ich wurde allerdings schon um 5:45 geweckt, mit der Aufforderung mich fertig zu
    machen um 7:15 haben sie mich dann zur Operation abgeholt ab ca. 8:00 wurde ich
    dann nach der "da Vinci" Methode operiert, so ca. 11:00 bin ich dann aufgewacht
    hatte ein starkes Völlegefühl als ob ich gleich Stuhlgang hätte, was für mich
    zunächst auch plausibel war da im Alltagsleben normalerweise einmal am Tag
    zwischen 7:30 und 8:00 Stuhlgang habe. Schmerzen im Bereich der Operationsnarben
    oder im Bereich der entfernten Prostata hatte ich nicht.
    Ich bin dann insgesamt ca. 28 h gelegen und durfte Do 13.6 vormittags aufstehen
    zunächst nur bis zur Toilette mir wurde vorher der Katheder am Penis entfernt.
    Mehr als etwas Körperpflege war nicht. Da ich einen Blasen-Katheder trug und
    der Stuhlgang nicht funktionierte, das war eigentlich das größte Problem wobei
    ich sagen muss das ist "Jammern auf hohem Niveau" gerade im Vergleich zu meinen
    Zimmerkollegen mit Entfernung Blase und Prostata verbunden mit Chemotherapie
    oder 100% inkontinent kann ich sehr zufrieden sein.
    Am 14.6 Fr kam dann Gas und Flüssigkeit über den Stuhlgang in regelmäßigen
    Abständen erst am 16.6 Nachmittag hatte ich einen kleinen normalen Stuhlgang.
    Bis Mo 17.6 hatte sich der Stuhlgang normalisiert und ich wurde schon früh
    morgens zur Überprüfung der Dichtheit der Operationsnähte zwischen Harnröhre
    und Harnblase geschickt. Dabei bekommt man ein Kontrastmittel, das man bei
    Dichtheit, dann sebstständig über den normalen Weg wieder ausscheiden soll.
    Ich war zwar dicht aber pinkeln ging gar nicht. Es hat dann ca. 6 h gedauert
    bis ich erstmals etwas pinkeln konnte, allerdings musste an diesem Tag noch
    die Harnblase entleert werden damit sich der Urin nach Entfernung des Harn-
    blasenbeutels sich nicht staute. Für 18.7 war dann die Entlassung angesagt
    die Entleerung der Harnblase hatte sich innerhalb von 16 Stunden von
    380 ml Volumen auf unter 100 ml Volumen als Restinhalt in der Blase verbessert
    trotzdem wurde mir empfohlen den Bauchdeckenkatheder weiterhin zu tragen.
    Gestern habe ich dann schon mitbekommen was inkontinent bedeutet, da konnte
    ich z.B. nach aufstehen den Urin nicht halten und es hat in die großen
    Pampers hinheingetröpfelt. Dies hat sich aber bis heute 19.6 schon bei mir
    deutlich verbessert und ich kann den Urin fasst ganz halten.


    Das wichtigse zum Schluss:
    Der histologische Befund war negativ. Keine Krebszellen in den Lymphknoten
    und auch nicht im Randgebiet der Postata zu anderem Gewebe.
    Allerdings hat man bei der Sektion der Postata Gleason-Scoure 8 festgestellt
    der höchste Wert lag bei der Fusionsbiopsie bei 7a.
    Für die Fachleute unter euch noch der Code pT2c pN0 (0/14), R0, L0, V0, Pn1.
    Wenn es mir jemand erklären könnte wäre schön.
    Somit fühle ich mich darin bestätigt dass ich die Operation nicht hinaus-
    gezögert habe da anschließende Bestrahlung wie beim Zimmerkollegen dazu
    führen kann dass aus einem kontinenten Patienten ein inkontinenter wird.


    Ich bin jetzt 1 Woche zu Hause und dann mache ich 3 Wochen Reha.

  6. #46
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    Es ist schön, dass mal wieder jemand ausführlich über eine konkrete Behandlung berichtet.
    Das Upgrade auf Gleason 4+4 (oder war es 5+3?) war bei der Anzahl der befallenen Stanzen denkbar, mag aber auch mit der unterschiedlichen Bewertung durch die Pathologen zsuammenhängen. "Pn1" ist Perineuralscheideninvasion und ergibt eine schlechtere Prognose. Rand (R0) und Lymphknoten (N0) nicht befallen, das ist gut.
    Han-Tables von John Hopkins Klinik sagen: biochemisches Rezidiv (PSA>=0,2)
    3 years after surgery: 16% (6-41)
    5 years after surgery: 25% (9-58)
    7 years after surgery: 35% (13-72)
    10 years after surgery: 43% (17-81)
    Wenn du Pech hast (bei 25% der Patienten), hast du innerhalb der nächsten 5 Jahre ein Rezidiv.

    Die Stuhlprobleme direkt nach der Op wundern mich. Wurde denn kein Einlauf oder vergleichsweise Maßnahme (orale Einnahme einer entsprechenden Lösung) gemacht?
    https://www.urologielehrbuch.de/retr...atektomie.html

  7. #47
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    Stuhlprobleme:
    Bei zwei weiteren Patienten traten dieselbe Probleme auf mit weiteren
    Patienten die dieselbe Opteration hatten habe ich nicht gesprochen.
    Bei einem von Beiden war ein Einlauf notwendig. Tabletten zum Abführen des
    CO2 gab es zumindest bei mir nicht. Wobei sich die unterschiedliche Inikation
    von Schmerzmittel wunderte. Der mit dem Einlauf behauptete überhaupt kein
    Schmerzmittel bekommen zu haben. Ich hatte an den ersten Tagen 8 Tabletten
    Novalgin, wobei ich sehr bald die Dosis reduzierte, da ich keine Schmerzen hatte.
    Am Montag morgen nahm ich die letzte Tablette ein und bin bis jetzt
    schmerzfrei.

  8. #48
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    Habe mich unvollständig ausgedrückt. Natürlich muss ein Einlauf bzw. eine Entleerung vor der Op gemacht werden. Wurde das gemacht?

  9. #49
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    Nein. Die Richtlinie war nur noch bis 18:00 am Vortag zu essen und bis 0:00 etwas zu trinken.
    Keine Entleerung oder Einlauf vor der OP.

  10. #50
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    Moin Werner,

    den von Dir anfänglich beschriebenen Ablauf kann ich bestätigen. Eine Nummer zu ziehen bleibt keinem Patienten erspart, egal
    ob GKV oder privat. Es war 7.00 Uhr, als ich die Nummer zog. Trotzdem dauerte es fast 45 Minuten, bis ich aufgerufen wurde.
    Unzählige Unterschriften abzuleisten, obwohl ich in dem mich behandelnden Klinikum seit Jahren in der Patientendatei erfasst bin,
    habe ich mit Verärgerung und drastischen Worten kritisiert. Mit der Patientenakte bewaffnet, machte auch ich mich auf den Weg
    zu der für mich vorgesehenen Einrichtung des Klinikums. Nach erneuter fast zweistündiger Wartezeit im Wartebereich, weil das für
    mich vorgesehene Zimmer noch nicht bezugsfertig gesäubert wäre, konnte ich mich mit dem zur Verfügung gestellten obligatorischen
    nach hinten offenen Klinikhemdchen aufs Bett legen, um weiter etwa 30 Minuten zu warten. Bei mir ging es um das Setzen eines
    Stents. Der Katheter wurde nach örtlicher Betäubung von der rechten Beinleiste eingeführt. Alles lief unter Röntgenkontrolle ab.
    Am Bildschirm konnte ich den ganzen Ablauf verfolgen. Nach etwas weniger als einer halben Stunde wurde ich zurück ins Zimmer
    gefahren, das ich schon sehr früh am nächsten Tag verlassen durfte. Bis jetzt keine Behinderungen durch den Stent.

    Dir wünsche ich, dass Du zu den 43 % gehörst, die erst nach 10 Jahren evtl. bestrahlt oder sonstwie behandelt werden müssen.
    nicht nachlassen

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