Ergebnis 1 bis 10 von 28

Thema: Nach RPE wie geht es euch heute?

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Registriert seit
    15.02.2019
    Beiträge
    77

    Nach RPE wie geht es euch heute?

    Hallo zusammen,

    im NOV 2018 wurde mir die Prostata mittels offener OP entfernt. Da der Krebs noch nicht gestreut hatte, benötige ich bis heute keine weiteren Medikationen und auch die erste Nachuntersuchung war OK. Körperlich fühle ich mich fit und bin auch wieder kontinent. Nur eine Erektion will sich (trotz Pillen) noch nicht so richtig einstellen.
    Nach anfänglicher Sorge, das das mit der Erektion nie wieder etwas wird, sehe ich das (zurzeit zumindest) etwas entspannter, da meine OP ja noch nicht so lange her ist und die Nerven wahrscheinlich noch etwas Zeit brauchen.
    Was ich aber an mir festgestellt habe, ist, das mir meine frühere Leichtigkeit und Unbeschwertheit etwas abhanden gekommen ist. Dinge oder Erlebnisse, über die ich mich vor dem ganzen Drama extrem erfreuen konnte (und die ich im Grunde ja auch heute noch toll finde), beglücken mich heute (zumindest phasenweise) überhaupt nicht. Was ich damit sagen will ist, das mir an manchen Tagen das Geniessen dieser doch sehr lieb gewonnenen Dinge sehr schwer fällt. Hinzu kommt, das ich sehr sensibel auf Körperliche Veränderungen reagiere, seien sie auch scheinbar noch so harmlos. Immer vermute ich das "Böse" dahinter.
    Und...was ich festgestellt habe: eigentlich wollte ich mich aufgrund meines, doch sehr guten Therapieergebnisses, nicht weiter mit dem Thema PCA beschäftigen und ihm keinen Raum mehr geben, merke aber, das es doch irgendwie jeden Tag noch in meinem Kopf ist.

    Was mich jetzt aber interessiert ist: Wie lange ist eure RPE her und wie erging es euch danach bis heute? Habt ihr ähnliche gefühlsmässige Erfahrungen und wie seid ihr damit umgegangen?

    Freue mich auf eure Erfahrungsberichte und vllt finde ich mich mit meinen Gedanken und Gefühlen darin ja auch irgendwo wieder.

    LG und vielen dank im Voraus
    Berema

  2. #2
    Registriert seit
    25.10.2015
    Ort
    Regensburg
    Beiträge
    1.200
    Schau dich doch in div. Profilen oder in de.myprostate.eu um dann kannst du viel herauslesen.

  3. #3
    Registriert seit
    15.02.2019
    Beiträge
    77
    Zitat Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
    Schau dich doch in div. Profilen oder in de.myprostate.eu um dann kannst du viel herauslesen.
    genau dieses "durchklicken" wollte ich vermeiden und einen Thread hiermit eröffnen, wo jeder alle Erfahrungen auf einem Blick nachlesen kann, ohne sich mühevoll durch die Profile klicken zu müssen.
    Es soll ja niemand hier einen Roman schreiben, aber vllt sind ja andere Betroffene auch an diesem Thema interessiert und hätten die Erfahrungen gerne auf einen Blick?

  4. #4
    Registriert seit
    25.10.2015
    Ort
    Regensburg
    Beiträge
    1.200
    Ich glaub aber das hier jeder seine Erfahrungen schon eingestellt hat, und eine Erinnerung daran immer wieder ist bei dieser Krankheit nicht besonders schön. Ich bin froh das ich alles einigermaßen überstanden habe, bis jetzt, und das ist gut so.

  5. #5
    Registriert seit
    20.02.2018
    Beiträge
    763
    Hallo Berema,

    ich melde mich mal mit ein paar Gedanken, da ein von dir angesprochenes Problem auch bei mir kurzzeitig aufgetreten ist.

    Meine PK-Geschichte ist eine ganz andere als bei dir, eine Operation war aufgrund meiner fortgeschrittenen Erkrankung kein Thema.

    Körperliche Veränderungen haben bei mir vor allem in den ersten Wochen meiner Behandlung zu Verunsicherungen geführt. Längerer Kopfschmerz ließ mich an Metastasen in diesem Bereich denken. Vor allem am frühen Morgen vor dem Aufstehen, das ist manchmal eine schlimme Zeit, da hilft bei mir nur raus aus den Federn und ein flotter Morgenspaziergang.
    Nun ein Zahnarztbesuch konnte das Problem meiner vermeintlichen Hirnmetastasen schnell lösen. Im Nachhinein lächerlich, aber wenn sich die Gedanken erst mal festgesetzt haben und immer wiederkehren und kreisen und kreisen .....

    Ich verdränge meinen Krebs nicht, er ist Teil meines Lebens, aber er steht eher im Hintergrund. Klingt jetzt seltsam, denn ich beschäftige mich, wie du siehst trotzdem intensiv mit dem Prostatakrebs, vorrangig weil mich die Thematik und die neuesten Erkenntnisse interessieren (ich bin Biologe) und natürlich auch weil ich wie jeder andere ein wenig auf der Suche nach dem berühmten Strohhalm bin. Diese Zeit begrenze ich strikt auf max. ein bis zwei Stunden pro Tag, ich hab so viele andere wichtige Beschäftigungen. Auch eine Stunde Sport und Bewegung ist Pflichtprogramm.

    Die kleinen und großen Freuden des Lebens, ich kann diese jetzt viel intensiver genießen als vor meiner Diagnose. Das liegt vielleicht daran, dass irgendwo im Unterbewusstsein doch ein Gedanke an meine begrenzte Zeit Gestalt angenommen hat.

    Franz

  6. #6
    Registriert seit
    25.10.2015
    Ort
    Regensburg
    Beiträge
    1.200
    Das ist der unterschied zu mir. Ich habe auch jetzt 4 Jahre nach Op mein Leben noch nicht umgestellt. Ich mach was mir Freude macht und beschäftige mich nicht mit Theorien. Ich denke die verwirren doch nur. Man kann immer wieder gegenteiliges Lesen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •