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Thema: Fragen gibt es immer.

  1. #11
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    Zitat Zitat von Barnold Beitrag anzeigen
    Dann habe ich noch urlaubsbedingt den 3-Monatstermin für die nächst Spritze verpasst, um ganze 3 Wochen. Folge : der PSA-Wert ist von 0,69 ng/ml auf 20,1 ng/ml hoch geschossen und Testo war wieder im Normbereich.Arnold
    Hallo Arnold,
    was mich etwas verwundert: bei den 3-Monat-Spritzen mit Leuprorelin wird darauf hingewiesen, dass gelegentliche Verschiebungen beim nächsten Spritzentermin um bis zu 4 Wochen keine Probleme verursachen sollten.

    Könnte es sein dass hinter deinen schnellen Anstiegen von PSA und Testosteron ein Mess- oder sonstiger Fehler steckt ?
    Jetzt ist es zu spät, aber bei so rasanten Anstiegen sollten die Werte nach Bekanntgabe zur Bestätigung nochmals gemessen werden.

    Franz

  2. #12
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    Danke für eure Antworten und Links. Da muss ich mich in Ruhe durcharbeiten. Meine Englischkenntnisse sind eher rudimentär, obwohl ich durch die Arbeit im medizinischen Labor einiges, v.a. Fachausdrücke, gelernt habe.
    Martin, du schreibst :
    PSMA-negative Zellen haben überlebt, die sehen wir dort nicht.
    Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die PCa-Zellen entweder positiv oder negativ sind, also keine Mischung vorliegt. Die Bilder sprechen meiner Meinung nach dafür. Nach der ersten Lu-PSMA-Therapie war praktisch alles weg und vor der zweiten gab es doch in der Prostata ein deutliches Leuchten, das nach der Therapie wieder signifikant reduziert war. PSMA-negative Zellen wären doch garnicht sichtbar gewesen.
    Georg:
    Allerdings hast Du einen Gleason 9 und da musst Du davon ausgehen, dass praktisch die ganze Prostata befallen ist. Von daher ist eine Teilbehandlung nicht sehr sinnvoll.
    Da hast Du natürlich Recht. Trotzdem möchte ich herausfinden, ob man das derzeit sichtbare CA gezielt behandeln kann. Mein Uro hat ja am 10.01.19 eine digitale und Ultraschalluntersuchung der Prostata vorgenommen. Das Ergebnis : Ampulle frei. Prostata palpiert sich klein, weich, allenfalls leicht fixiert, aber nicht, wie zu erwarten bei gegebener Vorgeschichte, kein typischer harter PCa-Tastbefund, kein "frozen-pelvis" und sonographisch: Prostatavolumen ca 20 ml, vermehrte zentrale Mikrokalzifikationen, kein eindeutiges und großflächiges kapselpenetrierendes Wachstum.
    Sieht mir doch nach einer ganz guten Chance aus.
    Franz
    Könnte es sein dass hinter deinen schnellen Anstiegen von PSA und Testosteron ein Mess- oder sonstiger Fehler steckt ?
    Als alter Laborhase kann ich das ausschließen. Außerdem war der PSA-Wert 2 Wochen später bei 16,2 ng/ml infolge der Einnahme von Bicalutamid 150 mg täglich, beginnend etwa eine Woche vor dieser Blutentnahme.

    Arnold

  3. #13
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    Arnold, nach Auskunft der Pathologie wird die PSMA-Exprimierung in die Stufen "garnicht", "gering", "mäßig" und "stark" eingeteilt, je nach Stärke der Anfärbung. Und ja, es gibt Mischungen: bei mir wurden 80% mittelsensitive PCa-Zellen gesehen und 20% negative.

  4. #14
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    Hans-J., alle meine Abkürzungen sind im Verzeichnis unter "Nützliche Links" nachzuschlagen.

  5. #15
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    @Martin
    nach Auskunft der Pathologie wird die PSMA-Exprimierung in die Stufen "garnicht", "gering", "mäßig" und "stark" eingeteilt, je nach Stärke der Anfärbung. Und ja, es gibt Mischungen: bei mir wurden 80% mittelsensitive PCa-Zellen gesehen und 20% negative.
    danke für den Hinweis, war mir neu. Ich bin, aufgrund meiner Labortätigkeit, davon ausgegangen, dass die Zellen entweder positiv oder negativ sind. Das ist z.B. bei den Blutgruppenmerkmalen so. Entweder hat man Blutgruppe A, B, AB oder 0. Da gibt es keine Zwischenstadien. Aber o.k. bei Krebszellen mag das anders sein und die können wohl auch "außerhalb der Leitlinien" differenzieren.
    @ Hans-J.
    Aber ich muss auch sagen, dass die Kombi Hifu/TUR-P kein Spaziergang ist.
    Ganz genau die TUR-P fürchte ich. In meiner 30-jährigen Laufbahn als Laborchemiker in einem großen Krankenhaus habe ich so manche blutigen Ergebnisse gerade dieser TUR-P gesehen - nur indirekt, in Form von Urinproben - aber das hat mir gereicht, um das für mich persönlich auszuschließen. Bezüglich der HIFU bin ich noch am Grübeln. Meine Prostata hat momentan ein Volumen von 20 ml. Das entspricht einer Kugel mit einem Durchmesser von etwa 34 mm. (Tischtennisball hat 40 mm). Da sehe ich doch eher Chancen mit z.B. TULSA, Protonentherapie oder IMRT.
    @Mikael und Michi
    PSA 425, GS 9. Mit den Daten "nur" fokal dranzugehen... Ich würd's nicht tun. Ist aber nur meine persönliche Meinung.
    Das waren die Daten der Erstdiagnose. Jetzt habe ich ja schon einige Therapien hinter mir bzw. am Laufen. Da gelten meiner Meinung nach die aktuellen Daten/Werte, oder seht ihr das anders?

    Arnold

  6. #16
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    Zitat Zitat von Barnold Beitrag anzeigen
    Das waren die Daten der Erstdiagnose. Jetzt habe ich ja schon einige Therapien hinter mir bzw. am Laufen. Da gelten meiner Meinung nach die aktuellen Daten/Werte, oder seht ihr das anders?
    Nein, da war ich zu voreilig und hätte mir Deine Historie vorher durchlesen müssen. Sorry!

    Grüße
    M.

  7. #17
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    Der Gleason 9 bleibt trotz aller Behandlungen unverändert. Mit diesen Therapien hast Du Dich in eine deutlich bessere Situation gebracht, aber auf Grund der Ausgangslage, PSA 425 GS 9, bleibst Du ein Patient mit (sehr) hohem Risiko. Du kannst Dich nicht in einen Patienten mit der Ausgangslage PSA 10 und GS 7a verwandeln.

  8. #18
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    Arnold schrieb:
    Ganz genau die TUR-P fürchte ich. In meiner 30-jährigen Laufbahn als Laborchemiker in einem großen Krankenhaus habe ich so manche blutigen Ergebnisse gerade dieser TUR-P gesehen - nur indirekt, in Form von Urinproben - aber das hat mir gereicht, um das für mich persönlich auszuschließen. Bezüglich der HIFU bin ich noch am Grübeln. Meine Prostata hat momentan ein Volumen von 20 ml.
    Die heutigen TUR-P sind überwiegend unblutig, da vielfach mit dem Laser gehobelt wird.
    Jedoch sind 20ml Prostatavolumen exakt die Größe, wo der Löffel der Hifu gut passt. Die nachgelagerte TUR-P soll ja nur die Restnekrosen beseitigen, damit es läuft.

    Aber entscheiden mußt du, wollte dir nur möglichst viele Informationen übermitteln.

    Hans-J.

  9. #19
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    Georg, dass mein Gleason 9 bleibt, resp. vielleicht 10 wird, darüber mache ich mir keine Illusionen. Mir geht es nur darum, nach den beiden 177Lu-und 225Ac-PRLT, die Chance der definitiv verkleinerten Prostata für einen Angriff auf den Ursprungstumor (Primarius) zu nutzen. Denn, nach allem, was ich bisher gelesen habe, ist der verantwortlich für die weitere Produktion von Metastasen und Mutationen.
    Hans-J., danke für den Hinweis auf die Laserablation. Diese Veränderung habe ich im Labor tatsächlich nicht mehr mitbekommen. Die blutigen Urine waren vor der Jahrtausendwende und danach habe ich nur noch in der Immunologie im Labor praktisch gearbeitet. Die meiste Zeit ging sowieso für Administration drauf.
    Jetzt fahre ich aber erst mal zu den Enkeln und werde die für anderthalb Wochen bespaßen und mich danach wieder dem PCa zuwenden.

    Grüße
    Arnold

  10. #20
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    Arnold,

    "... für einen Angriff auf den Ursprungstumor (Primarius) zu nutzen. Denn, nach allem, was ich bisher gelesen habe, ist der verantwortlich für die weitere Produktion von Metastasen und Mutationen."

    Das halte ich für richtig, nur welche Operation oder Bestrahlung, dies wird hier ja mit unterschiedlichen Meinungen diskutiert.

    Viel Freude mit Deinen Enkeln.

    Georg

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