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Thema: Metaanalyse Nadir PSA-Wert beim metastasierenden PK

  1. #1
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    Metaanalyse Nadir PSA-Wert beim metastasierenden PK

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5964636/

    - In dieser Studie von 2018 hatte der anfängliche PSA-Wert vor der Verabreichung von ADT keinen Einfluss auf das progressionsfreie Überleben oder das Gesamtüberleben.

    - Ein höherer PSA-Nadir während der ADT-Behandlung war mit einer verkürzten Progressionszeit und verkürztem Überleben verbunden. Die signifikanten Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass ein niedrigerer PSA-Nadir-Wert, mit einer guten Prognose nach einer ADT-Behandlung verbunden war.

    - Eine längere Zeit bis zum PSA-Nadir ist eine gute Prognose für das mögliche Fortschreiten von metastasierenden Prostatakrebs, der mit ADT behandelt wird. So ist die schnelle Reduktion von PSA mit der schnelleren Entwicklung von kastrationsresistenten PK verbunden und hat eine schlechte Prognose.

    Diese Ergebnisse beziehen sich nur auf metastasierenden Prostatakrebs mit Androgenentzug.

    Franz

  2. #2
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    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen

    - Eine längere Zeit bis zum PSA-Nadir ist eine gute Prognose für das mögliche Fortschreiten von metastasierenden Prostatakrebs, der mit ADT behandelt wird. So ist die schnelle Reduktion von PSA mit der schnelleren Entwicklung von kastrationsresistenten PK verbunden und hat eine schlechte Prognose.

    Franz
    Das beruhigt mich...mir dauerte der Abfall eigentlich zu lange, verglichen mit anderen Verläufen. Allerdings war der Nadir bei der ersten AHT
    mit 0,06 nicht wirklich tief....schauen wir Mal, wie es diesmal ist.

  3. #3
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    Ich halte nicht viel von diesen Metaanalysen. Hier hat man 10 Studien herausgesucht und die Ergebnisse dieser Studien zusammengerechnet. Meist sind die zugrundeliegenden Studien zu unterschiedlich, um in deren Zusammenfassung sichere Aussagen zu ermöglichen.

  4. #4
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    Ich habe Zweifel, dass die 'time from PADT to nadir' wirklich eine eigene prognostische Aussagekraft hat, und nicht einfach nur ein confounding Faktor des PSA NADIRs ist. Wer beispielsweise einen PSA NADIR von 0.01ng/ml erreichen will, der braucht meist deutlich länger, als wenn man ein NADIR von 0.5mg/ml anstreben würde. Da aber gerade das PSA NADIR unter einer ADT die höchste prognostische Aussagekraft hat (HR: 6.3), würde ich dies immer in den Mittelpunkt meiner Bewertung stellen. DAbei würde ich auch immer ein PSA NADIR ≤0.01ng/ml unter ADT anstreben, da dies mit verbessertem Outcome verbunden ist, und dazu sollte man sich die Zeit und die Mittel nehmen, die es dazu braucht.
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  5. #5
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    DAbei würde ich auch immer ein PSA NADIR ≤0.01ng/ml unter ADT anstreben, da dies mit verbessertem Outcome verbunden ist, und dazu sollte man sich die Zeit und die Mittel nehmen, die es dazu braucht.
    Daran arbeite ich seit einigen Monaten im Rahmen meiner Möglichkeiten, ob es gelingt, man wird sehen. Nur, ich bin schon zufrieden wenn ich es noch etwas unter die aktuellen 0,2 ng/ml schaffe.

    Franz

  6. #6
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    Aktuell ist mein PSA-Wert bei 0,19 ng/ml angekommen. Ich weiß, die Messgenauigkeit. Aber 0,19 gefällt mir besser als 0,21.
    Mal sehen ob noch ein weiterer Rückgang möglich ist.

    Franz

  7. #7
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    Hallo Franz,
    ich drücke Dir die Daumen.
    Deine Beiträge informieren und helfen den „Fortgeschrittenen“ sehr.
    LG Lothar

  8. #8
    Rudi61 Gast
    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Aktuell ist mein PSA-Wert bei 0,19 ng/ml angekommen. Ich weiß, die Messgenauigkeit. Aber 0,19 gefällt mir besser als 0,21.
    Mal sehen ob noch ein weiterer Rückgang möglich ist.

    Franz


    Hallo Franz,

    trifft das Thema leider nicht ganz (da nach RP) und kennst Du wahscheinlich schon:

    Einfluss des ultrasensitiven PSA‐Werts nach RP auf den weiteren onkologischen Verlauf
    https://www.martini-klinik.de/filead...018_Isbarn.pdf



    Aber auf alle Fälle ist ein niedrige PSA-Wert gerade nach der ersten Therapie (gleich welcher Art: Frühe Docetaxel-Chemo / Früher Zytiga-Einsatz und/oder OP) erstrebenswert.


    Hoffe und wünsche Dir, es geht mit Deinen PSA-Wert weiter abwärts!

    Rudi

  9. #9
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    Update zum 15. 05. 2019

    Der PSA-Wert ist stärker gefallen als erwartet. Aktuell 0,15 ng/ml. Testosteron ist leicht gestiegen auf aktuell 0,09 ng/ml.
    Ich hatte nach 1 3/4 Jahren Hormonentzug eine Pause vorgesehen, aber nachdem beim PSA nach unten wohl noch Luft ist und es mir in Bezug auf Nebenwirkungen ganz gut geht, verschiebe ich das Intermittieren erst mal.

    Franz

    PS: Diese Entwicklung hätte ich mir nach meiner Erstdiagnose (Polymetastasierung und 4-stelliger PSA-Wert) nicht vorstellen können!

  10. #10
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    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Ich hatte nach 1 3/4 Jahren Hormonentzug eine Pause vorgesehen...
    Franz,
    ich bin mir nicht so sicher, ob Du wirklich ein geeigneter Kandidat für eine intermittierende ADT wärst!? Vielleicht kann Laurence Dir das etwas näher bringen...
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