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Thema: Fake News zu Prostatakrebs

  1. #1
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    Fake News zu Prostatakrebs

    https://news.google.com/articles/CBM...E&ceid=DE%3Ade

    In dieser Untersuchung wurden die Informationen zu Krebserkrankungen in sozialen Netzwerken von Urologen überprüft.

    Häufig dominieren falsche oder irreführende Infos (Fake News), auch und besonders beim Prostatakrebs.


    Franz

  2. #2
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    Loma Linda hat es auf den Punkt gebracht.

    Vielen Dank Franz für den Link.

    Herzliche Grüße von unterwegs.
    nicht nachlassen

  3. #3
    Tomilein Gast
    Ganz provokant kann man die "Heilung" in diesem Zusammenhang als größte Fake News betrachten.


    Es wundert mich nicht warum gerade bei dieser Erkrankung soviel gefaket wird. Die Frage ist doch immer welche Interessen sich dahinter verstecken.

    Thomas

  4. #4
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    "Fake News" machen sich da besonders breit, wo die "Etablierten" nicht aufrichtig sind und/oder keine vollständige Problemlösung anbieten.

    Gleason 3+3 wird als "Krebs" bezeichnet --> Patient denkt "shit" --> Medizin sagt "musst nix machen, nur beobachten" --> Patient fragt "echt? kein Problem?" --> Arzt sagt "soundsoviel Prozent entwickeln in 10 Jahren einen Progress" --> Patient "?" --> Arzt: "Metastasen" --> Patient denkt "shit" fragt "Ich auch?" --> Arzt "Äh..Studien..Statistiken..Risikofaktoren..Alter..B labla" --> Patient denkt "nichts Genaues weiß man nicht" --> Patient scheut das unbekannte Risiko --> Arzt sagt: "Dann radikale Operation!"
    --> Patient A: "radikal" klingt gut, machen wir
    --> Patient B: fürchtet Folgen der Op, googelt, findet Fake News

  5. #5
    Tomilein Gast
    Das Dilemma.. Man(n) muss nicht mal krank sein. Es reicht schon wenn er guten Willens das Thema Früherkennung angeht. "Vorsorge" ist auch die größte Lüge die sich hartnäckig hält. Natürlich alles harmlos und nur zum Besten. Vorsorge verspricht Heilung und schon dreht sich die Fake Spirale.

    Das Ganze wird dann noch besser wenn Dritte sich als Vertreter bemühen jedem zu verkaufen was gut für ihn sein muss.

    Thomas

  6. #6
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    Zwei Urologen prüften den Inhalt der insgesamt 50 Artikel, indem sie die Aussagen mit denen aus Leitlinien, Konsensuspapieren oder anderen wissenschaftlichen Publikation verglichen…
    Wenn man die Leitlinienübereinstimmung als allein gültiges Kriterium für Seriosität sieht, dann macht man sich das etwas zu leicht. Natürlich ist die Übertragung von Mäusestudien und Petrischalen Experimenten, die hier im Forum gerne als großer Hoffnungsschimmer von bestimmten Teilnehmern gepostet werden, für uns irrelevant, genauso wie die allermeisten "alternativen" Ansätze.

    Auch muss man sich immer vor Augen halten, dass unsere Urologen gerne eine an Nötigung grenzende Argumentation verwenden, so war beispielsweise Docetaxel vor Zulassung Up-Front eine "unbewiesene Experimentaltherapie", und 5 Minuten später ein "Paradigmenwechsel und neuer hoffnungsvoller Therapieansatz".

    Die Kunst der mitdenkenden Patienten sollte nun sein, zu erkennen, was in naher Zukunft, also so max. 5 Jahre, Realität werden könnte, und was nicht. Das ist sozusagen der Pflichtteil. Die Kür besteht jetzt darin alte, bekannte Wirkstoffe auf ihre Eignung für uns zu beleuchten. Östrogen ist beispielsweise so ein Thema, und wie Dr. Eichhorn in seinem Rundbrief heute schreibt:

    Völlig in Vergessenheit geraten ist die Behandlung des Prostatakarzinoms mit Östrogenen. Die Mehrheit der Urologen und Onkologen sagt: "Um Gottes Willen - das Thrombose- und Herzinfarkt - Risiko ist viel zu hoch". Richtig - bei Tabletten - aber nicht wenn Östrogene über Haut - Pflaster zugeführt werden. Das Thromboserisiko entsteht bei oraler Applikation weil die Substanz über die Pfortader in der Leber verstoffwechselt wird. Der Pfortaderkreislauf wird bei Pflastern - auch bei intramuskulären Spritzen von Östrogenen - umgangen.
    if nothing's fails, it's not real life

  7. #7
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    .... Natürlich ist die Übertragung von Mäusestudien und Petrischalen Experimenten, die hier im Forum gerne als großer Hoffnungsschimmer von bestimmten Teilnehmern gepostet werden, für uns irrelevant...
    LowRoad,
    diesem Satz muss ich entschieden widersprechen und mich vom verallgemeinernden "uns", das lediglich deine Meinung vertritt, ausklammern.

    Studien fangen im Labor an und ein kleiner Teil davon schafft es auch in den klinischen Studienbereich. Diese Laborstudien können u. U. Grundlage neuer Behandlungsmethoden werden, das dauert seine Zeit, aber möglicherweise hilft es einigen Betroffenen in zehn Jahren.

    Und wenn diese Berichte aus dem Labor geeignet sind Hoffnungen zu wecken und den Patienten aufzubauen, warum nicht.

    Franz

  8. #8
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    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Und wenn diese Berichte aus dem Labor geeignet sind Hoffnungen zu wecken und den Patienten aufzubauen, warum nicht.

    Weil kurz danach der Fall aus noch grösserer Höhe erfolgt.
    Du weisst wohl selbst auch, dass nur ein sehr kleiner Teil aller in-vitro erfolgreich getesteter Moleküle als sicheres und wirksames Mittel schliesslich zur Anwendung beim Menschen gelangt, und das frühestens in 10-15 Jahren. Wer eine grosse Frustrationstoleranz besitzt, darf natürlich gerne jedem Hoffnungsschimmer nachjagen.


  9. #9
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    Tja Tritus,
    da haben wir etwas unterschiedliche Meinungen, aber das kommt in Foren desöfteren vor.
    Mich begeistern interessante und auf den ersten Blick erfolgversprechende Forschungsansätze. Werde diese Themen aber künftig, um keine falschen Hoffnungen zu wecken im Forum nicht weiter behandeln und mich streng an die Vorgaben der Leitlinien halten.

    Franz

  10. #10
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    Ach, lieber Franz, nicht grad eine Kehrtwendung machen, dann hast Du mich total missverstanden.

    Mich interessieren all die erfolgversprechenden Forschungsansätze natürlich auch sehr, und ich diskutiere gerne auch mit, sofern ich überhaupt aufgrund meiner Vorbildung überhaupt etwas verstehen kann davon. Forschung und Leitlinien sind ja jetzt komplett verschiedene Stiefel. Das eine hat mit dem anderen so rein gar nichts miteinander zu tun.

    Mir geht es einfach nur darum hinzuweisen, was wahrscheinlich auch LowRoads Intention war, dass solche auch erfolgreiche in-vitro Petrischalen Experimente eben keine Hoffnungsschimmer für uns sind, sondern allenfalls für unsere Kinder oder gar erst für unsere Enkel. Trotzdem finde ich richtig und interessant, dass wir "Alten" auch hier im Forum darüber berichten und diskutieren dürfen.

    Tritus

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