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Thema: Wer kann mpMRT zur Zweitmeinung ansehen?

  1. #1
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    Wer kann mpMRT zur Zweitmeinung ansehen?

    auf Hallo, Ende April hatte ich eine multiparametrische Kernspintomographie. Parallel wurde das der PSA Wert ermittelt. Mein schriftlicher Befund zur Kernspin ist negativ, bis auf eine Hyperplasie also alles ok. Auf meine Nachfrage hin, wieso der PSA WQert gestiegen sein könnte (von 4,9 auf 7,24) kommt jetzt ein Anruf, wonach es doch eine verdächtige Stelle geben könnte, ich soll eine Biopsie machen.
    Ich würde gerne die Bilder von der Untersuchung zweitprüfen lassen. Kann mir jemand aus dem Forum helfen? Danke

  2. #2
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    Dr. Wollenweber https://radiologie-nuklearmedizin-ad...iete/prostata/
    Stehling/Rachor/Simmert https://www.bilddiagnostik.de/das-team.html
    Beides Pioniere der mpMRT, besonders Prostata

  3. #3
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    Hallo Rainer,

    der Vorgang ist in der Tat dubios.

    Normalerweise wird im mpMRT immer eine PI-RADS Klassifikation angegeben. Das diese sich im Nachhinein ändert ist unüblich.

    Die Frage ist also wer jetzt die suspekte Stelle nachträglich entdeckt hat (Urologe?) und mit welcher Klassifikation diese angegeben ist.

    Thomas

  4. #4
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    Hallo Tomilein, das ist wirklich merkwürdig. Wenn ich den Radiologen nicht wegen dem PSA Wert angerufen hätte, dann wäre wohl der Befund zum mpMRT unverändert geblieben. Erst auf meine Nachfrage zum gestiegenen PSA Wert hat der Radiologe sich die Aufnahmen nochmals angeschaut und meint nun etwas Verdächtiges gefunden zu haben, was er vorher weder bei der sofortigen Auswertung noch im schriftlichen Bericht gesehen hat...

  5. #5
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    So wie fast alles in der Medizin gibt es "multiparametrisch" von Holzklasse bis Concorde. Das betrifft das Gerät, die Einstellungen am Gerät, die Anzahl der Serien und Erfahrung/Zeitaufwand des Auswerters. Der Patient merkt das durch Zeitdauer im MRT, Anzahl der Serien auf der CD und Dauer des Gesprächs (wenn überhaupt eines stattfindet); diese Punkte sind aber nicht ausreichend zur Beurteilung. Besonders PI-RADS 2 oder 3 sind problematisch. Bei 4 oder 5 ist eine Biopsie häufig positiv.
    Für die Entscheidung zur Biopsie sind verschiedene Befunde relevant:
    - PSA-Verlauf/VZ
    - Tastbefund
    - US
    - Alter (je älter, desto wahrscheinlicher, bei 60 Jahren sind bei 50% der Männer PCa zu finden, wenn man nur gründlich genug sucht)
    - Ausschluß einer Entzündung (bakteriell oder atypisch), zum Beispiel durch Antibiotikagabe
    - MRT.
    Die Befunde hängen positiv zusammen: ein hoher PSA erhöht die Chance auf ein positives MRT, usw. Man kann nicht folgern, dass ein hohes PSA auch einen negativen Befund im MRT aufhebt oder plötzlich Schatten wichtig macht, die vorher ignoriert wurden. Insoweit stehen die Befunde isoliert nebeneinander, und jeder muss für sich bezweifelt und validiert werden. Und jeder kann alleine über die Biopsie entscheiden, bei ausreichender Eindeutigkeit.
    Sollten also die anderen Gründe nicht ausreichen, so empfiehlt sich eine Zweitbegutachtung des MRTs. Nicht umsonst wurde das Recht auf Zweitmeinung in der GKV eingeführt.

  6. #6
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    Das sich ein Befund in der Zweitmeinung ändern kann ist ja nicht unüblich.

    Ein Radiologe der seinen eigene Diagnose in Frage stellt ist dagegen schon selten. Üblicherweise wird im Zweifel eher höher klassifiziert, im Sinne des Patienten. Dies aber davor und nicht erst auf Intervention des Patienten.

    Ansonsten hat ja Martin alles geschrieben.

    Thomas

  7. #7
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    ja, ich werde die Aufnahme erst mal zweitbegutachten lassen. Wegen dem PSA machen ich mich nicht ganz verrückt, seit 20 Jahren habe ich immer mal schwankende Werte zwischen 3 und 5 und jetzt mal einen Ausreisser von 7,24 . Kann aber auch damit zusammenhängen, dass ich bei langer sitzender Tätigkeit ziemlich unangenehme Nervenschmerzen im Gesäßbereich bekomme. Alle möglichen Untersuchungen haben keine eindeutige Diagnose gebracht. Da hilft nur ein Wärmekissen. Vielleicht sind die Nervenreizungen auch ein Auslöser für den PSA Wert.

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