Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Cannabis Im Dienst der Medizin

  1. #1
    Registriert seit
    02.05.2019
    Ort
    Rheinland-Pfalz
    Beiträge
    258

    Cannabis Im Dienst der Medizin

    Das Thema wurde schon mehrfach im Forum diskutiert, aber was in Neumünster abläuft, erscheint bemerkenswert.

    Auszug aus nachfolgendem Bericht:

    Seit März 2017 können sich deutsche Patienten medizinisches Cannabis regulär beim Arzt verschreiben lassen. Wie Cannabis wirkt, ist lange bekannt. Es kann etwa Spastiken bei Multipler Sklerose oder chronische Schmerzen lindern. Teils aber ist die medizinische Wirkung nur gering belegt, so bei Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapien oder beim Tourette-Syndrom, wie die Bundesärztekammer betont.

    https://www.morgenweb.de/mannheimer-...d,1461638.html
    nicht nachlassen

  2. #2
    Registriert seit
    20.02.2018
    Beiträge
    761
    Zitat Zitat von Unverwüstlicher Beitrag anzeigen
    Seit März 2017 können sich deutsche Patienten medizinisches Cannabis regulär beim Arzt verschreiben lassen.
    Patienten, die erwägen sich Cannabis-Medikamente vom Arzt verschreiben zu lassen, können sich über diese beiden links ausführlich informieren.
    Umfangreich, aber verständlich geschrieben.

    Cannabis-Report
    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...efeO1ESf4ma_qo

    "Mit diesem Report wollen wir dem Hype um Cannabis eine nüchterne Betrachtung der Vor- und Nachteile entgegensetzen. Er soll Ärzten und Patienten eine Orientierung bieten und die Mythen um die Cannabis-Therapie ausräumen."

    Schwerpunkte u. a.:
    - Cannabis und seine unerwünschten Wirkungen
    - Zur Evidenz von Cannabis als Medizin
    - Umfangreiches Literaturverzeichnis


    Von der KBV
    "Cannabis - was Ärzte bei der Verordnung wissen müssen"

    https://www.kbv.de/html/cannabis-verordnen.php
    Mit zahlreichen Info-Fenstern zum Aufklappen und weiteren hilfreichen links zum Thema.

    Franz

  3. #3
    Registriert seit
    22.02.2019
    Ort
    Montreal, QC - Berlin, DE
    Beiträge
    89
    In Kanada stellt sich die Frage nach Ärzten und Rezepten spätestens seit der Legalisierung nicht mehr. Im Grunde gab es Cannabis-Produkte in Apothekenqualität schon seit Jahrzehnten aus Reservaten. Hanföle sind in der Anwendung sehr praktisch, da sie mit recht genauen Angaben zum THC/CBD-Gehalt verkauft werden und ohne gesundheitsschädliche Verbrennungsprodukte zu konsumieren sind. Zum Beispiel kann man das Öl einfach in den Mund oder unter die Zunge tropfen, um eine langanhaltende Wirkung zu erzielen. Grundsätzlich ist CBD für medizinische Zwecke besser geeignet als THC mit seiner psychoaktiven Wirkung.

    Mit das Beste am Rezo-Verriss der CDU war die Drogenbeauftragte Marlene Mortler, die im Interview zum Besten gab, Cannabis müsse verboten bleiben, da es illegal sei. Speziell wenn ich mich dieser Tage im Görlitzer Park in Berlin umsehe wäre es höchste Zeit, diese Position zu überdenken. Es gibt Millionen Konsumenten und man braucht sich wohl keine Illusionen zu machen, welcher Qualität das Zeug ist, was da im Gebüsch verbuddelt und dann vertickt wird. Gerade auch in Bezug auf mögliche Schadstoffe. Den diversen Mafias ist das Wohl ihrer Clientel doch völlig egal. Germoney.

    Medizinisches Marihuana ist ja schon mal ein Fortschritt - lang genug hat's gedauert bei dieser drögen Bundesregierung. Sinnvolle Anwendungsbebiete gibt es denke ich schon.

    Ein Bekannter in Québec hat mir sogar zugeredet, ich solle doch meinen Prostatakrebs lieber mit CBD behandeln. Soviel zum Hype

  4. #4
    Registriert seit
    14.04.2013
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    211
    Medizinisches Cannabis ist vielleicht ein Fortschritt. Die Szene am Görlitzer Park ist kein gutes Beispiel. Sowas existiert nur wegen der unnötigen Kriminalisierung.

    lt. Mannheimer Morgen kostet das Apotheken-Gramm mehr als 20 Euro. Jessas! In jeder Stadt Deutschlands (und das schließt 15.000-Einwohnergemeinden ein), ist das Kraut leicht zu kriegen, und Preise von mehr als 10 Euro/Gramm gelten als rip off.

    Tja, lass’ auf irgendein uralt-edles, bekannt wirksames, Alltagsmittel die Bürokratie los (in diesem Fall ein unschöner Mix aus politischer, juristischer, medizinischer Bürokratie), Zack, wird’s doppelt so teuer wie bisher. Macht ja nix, für den, der den Erstattungshürdenlauf durchhält, ist es “umsonst", der verdoppelte Preis trifft ja nur die Versichertengemeinschaft…

    Es ist einfach krank. Und das schreibt ein Freund des Krauts und dessen Legalisierung.
    Gruß, Rastaman

  5. #5
    Registriert seit
    02.05.2019
    Ort
    Rheinland-Pfalz
    Beiträge
    258
    Bislang konnte ich selbst mich noch nicht mit dem in Rede stehenden Stoff anfreunden. Bei der Preisgestaltung gilt es allerdings auch, Qualitätsunterschiede zu beachten. Der vor etlichen Monaten von mir befragte Apotheker machte hierauf ganz besonders aufmerksam. Und tatsächlich lohnen Preisvergleiche, wenn man es denn kaufen möchte.

    Der nachfolgende Link enthält für die Insider des Themas wohl nichts Neues, aber evtl. für die weniger gut informierten Interessenten:

    https://vapywednesday.com/cannabis-essen

    Um das Thema auszuweiten noch einige Ergänzungen:

    https://www.fticonsulting.com/~/medi...ing-market.pdf

    https://www.cnbc.com/2018/10/10/top-...t-thought.html

    https://www.pwc.com/ca/en/services/d...multiples.html

    https://www.handelsblatt.com/today/c...kMPF7dtWHs-ap1
    nicht nachlassen

  6. #6
    Registriert seit
    22.02.2019
    Ort
    Montreal, QC - Berlin, DE
    Beiträge
    89
    Sehr witzig Fragen der US-Immigration nach dem Besitz von Cannabis-Aktien. Never mind, dass das Zeug nun in 10 Bundesstaaten und Kanada legal ist. Wer als Kanadier in Kanada Aktien kanadischer Weed-Companies hat, darf u.U. nicht mehr in die USA reisen, weil die Grenze föderal ist und Cannabis dort immer noch verboten. Also partizipiert man an einer föderal illegallen Tätigkeit, was ein Ausschlussgrund ist. Absolut krank.

    Am Legalisierungstag 17 Oktober war eine Schlange quer um den ganzen Block in Montreal Downtown vorm SQDC-Laden. Eine Woche später wartete niemand mehr, weil ausverkauft. Der Provinz Québec sind Millionen Steuereinnahmen durch die Lappen gegangen. Laut Tests die Pestizid-Belastung teils höher als bei Strassenware. Trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung, die vielleicht auch der Qualität des Schwarzmarktangebots zugute kommt.

    Mit Cannabis-Legalisierung bekäme man den Pöbel nicht aus dem Görli. Helfen würde da nur konsequentes Durchgreifen und Abschieben.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •