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Thema: Neuer 68Ga-FAPI Tracer erlaubt Einsatz des PSMA PET/CTs bei fast 30 Krebsarten

  1. #11
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    Zitat Zitat von Unverwüstlicher Beitrag anzeigen
    Franz,
    nein ich meinte kurativ. Wenn es denn doch nicht kurativ war, war man eben letztlich doch nicht für diese Therapie der passende Patient!Harald
    Harald,
    wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du damit sagen, dass sich eine palliativ geplante Behandlung überraschend als kurativ erweisen kann.
    Das wäre im sehr seltenen Einzelfall vorstellbar.

    Franz

  2. #12
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    Zitat Zitat von Optimist
    Harald,
    wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du damit sagen, dass sich eine palliativ geplante Behandlung überraschend als kurativ erweisen kann. Das wäre im sehr seltenen Einzelfall vorstellbar.
    Nein, Franz, ich meine genau, was ich geschrieben habe. Aber das von Dir aus meiner Meinung herausgelesene wäre auch eine Wunschvorstellung eines jeden betroffenen Patienten. Ich selbst möchte die in Rede stehende Therapie so oder so nicht in Anspruch nehmen. Gelassen bleiben und abwarten ist oft besser.

    Harald
    nicht nachlassen

  3. #13
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    Franz,

    mit Deinen Beiträgen #6 und #9 bin ich einer Meinung. Ich meinte nur z.B. dieses Bild, das letztes Jahr als "Image of the Year" der Nuklearmediziner gewählt wurde. Wenn man das als nicht-Nuklearmediziner sieht, geht man erstmal davon aus, dass einen die Therapie geheilt hat. Von dem ausgedehnten Tumor ist ja in manchen Bildern nichts mehr zu sehen. Nach dem was ich sagen kann, ist dies jedoch nicht so. Ich glaube mit diesen Bildern können auch falsche Hoffnungen geweckt werden.

    Georg



  4. #14
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    Ich denke, wir sind uns alle mit Georg einig, dass so schöne Bilder, wie Georg sie eingestellt hat, mehr dem Wunschdenken der beteiligten Nuklearmediziner, als der Realität entsprechen. Normalerweise kommt der Krebs wenige Monate später wieder mit geballter Kraft zurück.

    Dennoch gehöre ich auch zu den Optimisten, die daran glauben, dass es auch heute schon einen oder mehrere Wege gibt, diese Krankheit vielleicht nicht zu besiegen, aber doch für etliche Jahre in die Schranken zu weisen.

    Ich möchte auf die Philosophie von Dr. Kwon verweisen, der auch bei fortgeschrittenen, metastasierten Patienten die Hoffnung auf einen kurativen Ansatz nicht in Abrede stellt:
    http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/Vortrag_Dr._Kwon.pdf

    Ich selbst gehe gerade, unter Mithilfe der Martiniklinik in Hamburg, so einen Weg: Vor genau einem Jahr wurde bei mir Prostatakrebs mit einem Gleason Score von 9 diagnostiziert, dabei Infiltration der Blase, nahezu alle Lymphknoten im Becken befallen und 6 Skelettmetastasen.

    Ich habe dann mit einer ADT und einer frühen Docetaxel-Chemo begonnen mit dem Resultat einer fast vollständigen Remission, mit Ausnahme zweier Skelettmetastasen, die allerdings einen Progress zeigten.

    Derzeit werden meine verbliebenen Knochenmetastasen, sowie der Primärtumor in der Prostata und den Samenblasen mit dem Varian Tool „Truebeam“ (VMAT) bestrahlt. Der Ansatz entspricht, außerhalb der Leitlinien, dem Vorgehen von Dr. Kwon, nämlich mit einer systemischen Therapie zunächst die Tumorlast zu senken und anschließend mit lokalen Eingriffen die restlichen sichtbaren Tumorherde zu entfernen.

    Mein Plan ist, einmal im Jahr, eventuell auch einmal im halben Jahr ein PSMA-PET/CT zu machen, um eventuelle neue Tumorherde zu identifizieren und wieder lokal zu bekämpfen.

    Ich bin Optimist, glaube nicht an eine Heilung, glaube aber, dass dieser Weg mir vielleicht ein paar progressionsfreie Jahre verschafft

    Lothar
    https://myprostate.eu/?req=user&id=911



  5. #15
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Ich meinte nur z.B. dieses Bild, das letztes Jahr als "Image of the Year" der Nuklearmediziner gewählt wurde. Wenn man das als nicht-Nuklearmediziner sieht, geht man erstmal davon aus, dass einen die Therapie geheilt hat. Von dem ausgedehnten Tumor ist ja in manchen Bildern nichts mehr zu sehen. Nach dem was ich sagen kann, ist dies jedoch nicht so. Ich glaube mit diesen Bildern können auch falsche Hoffnungen geweckt werden.
    Georg,
    ergänzend zu deinem Text und den Bildern hier die Bildunterschrift.
    http://www.snmmi.org/NewsPublication...emNumber=29483

    IMAGE OF THE YEAR:
    PSMA PET before and after lutetium-177 PSMA617 theranostic in 8 patients with metastatic prostate cancer who exhausted standard therapeutic options. 68Ga-PSMA11 PET maximum intensity projection (MIP) images at baseline and 3 months after 177Lu-PSMA617 in 8 patients with PSA decline ≥ 98 percent in a prospective phase II study. Any disease with SUV over 3 is in red. Credit: Michael Hofman, John Violet, Shahneen Sandhu, Justin Ferdinandus, Amir Iravani, Grace Kong, Aravind Ravi Kumar, Tim Akhurst, Sue Ping Thang, Price Jackson, Mark Scalzo, Scott Williams and Rodney Hicks, Peter MacCallum Cancer Centre, Melbourne, Australia.

    BILD DES JAHRES:
    PSMA PET vor und nach Lutetium-177 PSMA617 theranostisch bei 8 Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs, die die Standardtherapiemöglichkeiten erschöpft haben. 68Ga-PSMA11 PET-Projektionsaufnahmen (MIP) zu Studienbeginn und 3 Monate nach 177Lu-PSMA617 bei 8 Patienten mit PSA-Rückgang ≥ 98 Prozent in einer prospektiven Phase II-Studie. Jede Krankheit mit SUV über 3 ist rot markiert. ……..

    Ganz am Ende des links lassen sich 2 Bilder downloaden, das zweite dreht die Aufnahmen, aber Erläuterungen finden sich bei diesen beiden Bildern keine dazu. Hoffentlich wurden diese beiden Bilder ohne erläuternden Text nicht zu oft heruntergeladen.

    Wenn man sich zum abstract durcharbeitet kommt man zu: "Median PSA progression free survival was 7·6 months (95% CI 6·4-9·0) and median OS was 13·5 months (95% CI 10·4-22·7)."
    Deswegen keine Bilder nach einem Jahr.


    Franz

  6. #16
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    Lothar,

    ich glaube, dass diese Therapie eine gute Sache ist und denke, Du wirst damit einen guten Erfolg haben. Sie basiert allerdings nicht auf Dr. Kwon's Vortrag sondern auf den kürzlich veröffentlichten Ergebnisse aus der englischen STAMPEDE Studie. Knipper und Graefen von der Martini Klinik haben in der Zeitschrift "Der Urologe" darüber berichtet. Die Bestrahlung der Prostata bei wenigen Knochenmetastasen ist jetzt auch eine Empfehlung der amerikanischen NCCN guidelines (entspricht etwa der deutschen S3 Leitlinie). Dabei aber gleichzeitig die Knochenmetastasen zu bestrahlen ist sicher richtig, wird aber ohne dass entsprechende Studienergebnisse vorliegen trotzdem von manchen renommierten Ärzten gemacht.

    Georg

  7. #17
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    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Wenn man sich zum abstract durcharbeitet kommt man zu: "Median PSA progression free survival was 7·6 months (95% CI 6·4-9·0) and median OS was 13·5 months (95% CI 10·4-22·7)."
    Deswegen keine Bilder nach einem Jahr.
    Nach 22.7 Monaten waren 97.5% der Patienten tot. Und 97.5% lebten noch nach 10.4 Monaten. Leider steht in diesen Veröffentlichungen nie, was die 2.5% mit gutem Behandlungserfolg vielleicht anders gemacht haben als die anderen. Wie in dieser Geschichte wo - wenn sie denn stimmt - der Musterpatient sich heimlich einer Hundewurmkur unterzog und eigentlich nur die Statistik versaut hat.

    Ganz generell finde ich die Erfolgsmeldungen zu PSMA-Lu177 und anderen neuen wissenschaftlichen Ansätzen fürs fortgeschrittene Stadium eher ernüchternd, speziell mit Hinblick auf Erfahrungsberichte zu den Nebenwirkungen. Bin mir nicht sicher, ob ich mich einer solchen Therapie unterziehen würde, wenn es bei mir mal soweit ist und es bis dahin nichts besseres gibt.

  8. #18
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    Hallo Karl,
    Zitat Zitat von KarlEmagne Beitrag anzeigen
    Ganz generell finde ich die Erfolgsmeldungen zu PSMA-Lu177 und anderen neuen wissenschaftlichen Ansätzen fürs fortgeschrittene Stadium eher ernüchternd, speziell mit Hinblick auf Erfahrungsberichte zu den Nebenwirkungen.
    was erwartest Du? Wer bei der Peptid-vermittelten Radioliganden*therapie (PRLT) angekommen ist, hat einen aggressiven, fortgeschrittenen Krebs und (in der Regel) alle anderen verfügbaren Therapie-Optionen schon durch. Auf Wunder warten wir alle noch.

    Ralf

  9. #19
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    Zitat Zitat von RalfDm Beitrag anzeigen
    Hallo Karl,

    was erwartest Du? Wer bei der Peptid-vermittelten Radioliganden*therapie (PRLT) angekommen ist, hat einen aggressiven, fortgeschrittenen Krebs und (in der Regel) alle anderen verfügbaren Therapie-Optionen schon durch. Auf Wunder warten wir alle noch.

    Ralf
    Eine wirkliche Heilung wäre cool. Oder wenigstens keinen Tumor, der postwendend zurückkommt. Oder von mir aus eine gute Fee die sagt, weg!

  10. #20
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    Karl,

    der Patient, der die Hundewurmkur propagiert, verkauft diese auch. Ich traue der Sache nicht.

    Georg

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