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Thema: Dauer AHT bis zur Kastrationsresistenz

  1. #11
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    Hallo,

    worum geht es hier, um AHT oder ADT.

    Bei einem Einsatz von AHT wird z.B. Bicalutamid eingesetzt. Dieses Medikament soll verhindern, dass ein PCa Testosteron aufnimmt.

    Bei einem Einsatz von ADT wird z.B. Zoladex eingesetzt. Dieses Medikament senkt den Testosteronwert gegen 0. (Hoffentlich).

    Bitte den Unterschied beachten!

    Grüße

    Dirk

  2. #12
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    Zitat Zitat von Isetta300 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    worum geht es hier, um AHT oder ADT.

    Bei einem Einsatz von AHT wird z.B. Bicalutamid eingesetzt. Dieses Medikament soll verhindern, dass ein PCa Testosteron aufnimmt.

    Bei einem Einsatz von ADT wird z.B. Zoladex eingesetzt. Dieses Medikament senkt den Testosteronwert gegen 0. (Hoffentlich).

    Bitte den Unterschied beachten!

    Grüße

    Dirk
    Es geht um Beides, und zwar von Anfang an.

    Gruß Harald
    nicht nachlassen

  3. #13
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    LowRoad, vielen Dank für den Link.

    Die Ergebnisse, auch bezüglich krebsspezifischem 10 Jahre Überleben sehen da wirklich richtig gut aus, auch mit einigen Knochenmetastasen und sogar ohne OP oder Bestrahlung.
    Was meinst Du, ist das wirklich dem zusätzlichen Bica zu verdanken, oder spielt da noch der Unterschied zwischen Japaner und Europäer hinein ?

  4. #14
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    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    Was meinst Du, ist das wirklich dem zusätzlichen Bica zu verdanken, oder spielt da noch der Unterschied zwischen Japaner und Europäer hinein ?
    Beides denke ich. Ich hatte das Thema "Primary ADT outcomes USA vs. JAPAN" schon mal 2013 besprochen. Bitte auch dort mal einen Blick drauf werfen. Meiner Meinung nach ist eine eher an Japanische Verhältnisse ausgerichtete Lebensführung bei palliativ versorgten PCA Patienten vorteilhaft und gehört somit mit in den Topf einer individuellen Therapie.

    Es geht mir aber auch nicht darum diese 140 Monate zu verteidigen, sondern zu zeigen, dass es ganz erhebliche Unterschiede in der Wirksamkeit einer ADT und keinen Automatismus im Zeitablauf gibt. Es ist nicht so, dass die ADT, egal wann sie begonnen wird, immer 2-3 Jahre wirksam ist und man danach in die Kastrationsresistenz fällt, die bekanntlich schwieriger zu behandeln ist. Dieser Gedanke, einer fixen Zeit der Wirksamkeit, hat sich aber in den Köpfen der Patienten fest verankert, weshalb sie die ADT gerne soweit wie möglich verzögern möchten. Wird das bis ins Extreme getrieben, bis hohe PSA Werte und symptomatische Metastasierung existiert, hat man zwar ein paar Jahre therapiefreie Zeit gewonnen, aber viele Jahre Wirksamkeit der ADT verschenkt. Ich will weder den einen noch den anderen Ansatz irgendwie in Frage stellen, das muss individuell passen. Was aber leider nicht geht, ist das Beste aus beiden Welten zu genießen, also lange therapiefreie Zeit und lange Wirksamkeit der ADT. Soviel Ehrlichkeit sollte man schon aushalten können, bzw. als Arzt auch kommunizieren.
    if nothing's fails, it's not real life

  5. #15
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    ... denn Glück, das habe ich erkennen müssen, ist der wichtigste Begleiter auf solch einem Weg.
    Glück verstehe ich so, dass man mehrmals auf seinem Weg eine ungenügend begründete Entscheidung trifft und damit meistens richtig liegt. Es gibt auch die, die dabei meistens falsch liegen.
    Die Chance, zu der glücklicheren Gruppe zu gehören, hängt demnach davon ab, wie gut die jeweiligen die Begründungen sind. Da solltest du dein Licht nicht unter den Scheffel stellen, du hast dir das immer gut überlegt.

    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    Wird das bis ins Extreme getrieben, bis hohe PSA Werte und symptomatische Metastasierung existiert, hat man zwar ein paar Jahre therapiefreie Zeit gewonnen, aber viele Jahre Wirksamkeit der ADT verschenkt. Ich will weder den einen noch den anderen Ansatz irgendwie in Frage stellen, das muss individuell passen.
    Es ist auch schwer, die Ansätze zu bewerten, da man noch zu wenig weiß über Metastasierung usw. Wissen würde den Glücksfaktor zurückdrängen.

  6. #16
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    Hallo Harald,

    Sonja hat von Anfang an! AHT genannt, in den folgenden Beiträgen wurde das vermischt. Einfach noch mal den ersten Beitrag lesen.

    Grüße

    Dirk

  7. #17
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    Dirk,

    manche Forummitglieder bezeichen eine Bicalutamid Monotherapie als AHT. Das wird aber meiner Meinung nach überwiegend als gleichbedeutende Abkürzung für eine ADT verwendet. Auch das Abkürzungsverzeichnis hier im Forum schreibt: "AHT - anti-hormonal therapy - Antihormontherapie gleichbedeutend mit Androgendeprivationstherapie, ADT"

    Georg

  8. #18
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    Georg,

    ich werde mir das zu Herzen nehmen.

    Dirk

  9. #19
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    LowRoad hat Recht, es macht einen großen Unterschied, ob man mit Hormontherapie anfängt, weil bei der Diagnose Knochenmetastasen festgestellt wurden und keine Operation durchgeführt wird, oder ob man Hormontherapie macht, da der PSA Wert trotz Operation und anschließender Bestrahlung steigt. Da Sonja's Mann operiert wurde, würde für diesen die zweite Alternative zutreffen.
    In diesem Fall ist 2-3 Jahre viel zu ungenau und trifft allenfalls bei Knochenmetastasen zu. Ich erinnere an meinen Beitrag über die Studie von Klotz, der von einer Wirkungsdauer über 10 Jahren berichtet, wenn das Testosteron unter 0,2 ng/ml abgesenkt werden kann.

    Auf der anderen Seite möchte ich angesichts der Nebenwirkungen nicht 10 Jahre Hormontherapie machen müssen.

  10. #20
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    Georg,

    meine ADT mit Zoladex (Goserelin) wurde über 2 Jahre durchgeführt, jetzt iADT. Die Nebenwirkungen waren bei mir minimal. Aber jeder ist anders.

    Dirk

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