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Thema: Verschobener parasitärer Beitrag

  1. #21
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    Frage ist nur, ob eine dann 3 Wochen nach Bestrahlungsende startende 6 monatige ADT genauso zu bewerten ist, wie eine vorbereitende ADT vor Bestrahlung, bzw. eine parallele ADT während der Bestrahlung ?
    Lieber Rudi,

    Oft senkt Bicalutamid den PSA Wert auch ohne Bestrahlung, daher frage ich mich immer noch (trotz Studien), wie es unterschieden wird, ob nun die Bestrahlung oder die AHT den PSA gesenkt hat.
    Auch nach 5 oder 6 Jahren wurde es meiner Meinung nach, nicht genau auseinander gefummelt, geklärt.

    Ohne oder mit AHT, das kann immer noch ein Zufall sein.
    Manchmal wird die „Anreicherung“ getroffen, manchmal auch nicht.
    Dann könnte die PSA Senkung der AHT zuzuschreiben sein, oder auch nicht.

    Weswegen ich Dir schreibe ist aber eher folgender Grund:
    Egal, was du nun denkst, mache Dir darüber nicht all zu viele Sorgen.
    Ich kenne diese Frage ja bereits seit über 6 Jahren:
    Ist es alles richtig, was ich mache?
    Keine Ahnung!

    Ich hatte damals die Bicalutamid, vor Bestrahlung der Lymphknoten abgelehnt.
    Es war im Nachhinein ganz gut, die Bestrahlung hatte auch ohne geklappt.
    So wusste ich, ob die Bestrahlung wirkt.
    Ich hatte eine 100 % Bestätigung erhalten. Mit AHT wohl nur eine 50 prozentige?!

    Neu aufgetaucht ist nun vor einem Jahr im PSMA/PET-CT etwas in der Prostataloge, was ich nach 6 Jahren noch bestrahlen lassen kann.
    Garantiert ohne 50 mg Bicalutamid, weil ich diese bereits seit fast 1 Jahr nehme, um die Bestrahlung hinaus zu zögern.
    Mein PSA ist daraufhin gesungen unter 0.04

    Keinesfalls möchte ich aber nun nicht Georg und Karl widersprechen.
    Das ist explizit meine Meinung zu Deiner Situation.

    Gruss
    hartmut

  2. #22
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    Hallo Hartmut,
    ganz lieben Dank, du scheinst Gedanken lesen zu können. Genau auf die Frage habe ich bisher nie eine Antwort erhalten, nämlich herauszufinden, welche Maßnahme denn dann für die PSA Reduktion verantwortlich war.
    Ich werde daher diesen Punkt am 9.7. ansprechen und bin sehr neugierig auf das Statement der Leiterin der Strahlenklinik.
    lg Rudi

  3. #23
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    Zitat Zitat von Rudi88 Beitrag anzeigen
    Hallo Hartmut,
    ganz lieben Dank, du scheinst Gedanken lesen zu können. Genau auf die Frage habe ich bisher nie eine Antwort erhalten, nämlich herauszufinden, welche Maßnahme denn dann für die PSA Reduktion verantwortlich war.
    Ich werde daher diesen Punkt am 9.7. ansprechen und bin sehr neugierig auf das Statement der Leiterin der Strahlenklinik.
    lg Rudi
    Beide Maßnahmen senken den PSA. Es gibt aber einen kleinen Unterschied:
    Durch die antihormonelle Therapie wird der Tumor im besten Fall ruhig gestellt, die PSA-Produktion nimmt dabei ab. Der Tumor wird aber durch die AHT nie verschwinden.
    Wir wollen aber den Tumor vernichten. Das macht dann die Bestrahlung.

  4. #24
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    Zitat Zitat von Rudi88 Beitrag anzeigen
    Hallo Hartmut,
    ganz lieben Dank, du scheinst Gedanken lesen zu können. Genau auf die Frage habe ich bisher nie eine Antwort erhalten, nämlich herauszufinden, welche Maßnahme denn dann für die PSA Reduktion verantwortlich war.
    Ich werde daher diesen Punkt am 9.7. ansprechen und bin sehr neugierig auf das Statement der Leiterin der Strahlenklinik.
    lg Rudi
    Muss ich das denn zu diesem Zeitpunkt schon wissen? Wenn ich alles zur Kombination Bica+Bestrahlung richtig verstehe, macht die Einnahme von Bica die Tumorzellen empfänglicher für die Strahlen (laienhaft gesprochen). Ob die Bestrahlung etwas bewirkt hat, merke ich ja in dem Moment, in dem ich das Bica absetze. Zugunsten einer besseren Wirksamkeit würde ich dies wohl bevorzugen...
    VG Achim

  5. #25
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    Zitat Zitat von buschreiter Beitrag anzeigen
    ...Wenn ich alles zur Kombination Bica+Bestrahlung richtig verstehe, macht die Einnahme von Bica die Tumorzellen empfänglicher für die Strahlen...
    Genau so ist es!
    prepare for the unexpected and expect to be unprepared

  6. #26
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    ..Wenn ich alles zur Kombination Bica+Bestrahlung richtig verstehe, macht die Einnahme von Bica die Tumorzellen empfänglicher für die Strahlen...
    Ja, ist es wirklich so?
    Ich war bisher der Meinung, dass eine Protonen- oder Photonenbestrahlung, auch ohne Bica, die Zellen vollkommen zerstört.
    Ich denke, jeder sollte behutsam (nicht zu früh) mit dem, nicht letzten, aber besten Mittel gegen PCa umgehen, solange es, außer Chemo, noch nichts besseres gibt.

    Ganz wichtig: Es ist meine Meinung nicht die der Ärzte, deren 25% dafür sind.
    Andreas und Georg haben bisher wohl alles richtig gemacht.

    Von der Statistik her, wird ja gesagt Glasson 7b hat eine Überlebensrate von ca 10 Jahren plus . . .
    Zumindest habe ich mit meiner "Eigenart" bereits 6 Jahre ohne große Nebenwirkungen überlebt.
    Schauen wir einmal, was die Zukunft bringt.
    Momentan bin ich fit wie ein Turnschuh, auch ohne Sport.
    Ich hatte es auch mit Sport versucht.
    Danach konnte ich nicht einmal mehr den Rasen mähen, geschweige denn meiner Frau etwas gutes antun.

    Gruss
    hartmut

  7. #27
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    Ob die Formulierung "empfänglicher für die Strahlen" den wahren Sachverhalt trifft, will ich hier nicht diskutieren. Die Vorteile dieser adjuvanten Therapie sind jedoch mehrfach belegt:
    2005: https://www.sciencedirect.com/scienc...67814005002136
    2016: https://ascopubs.org/doi/abs/10.1200...6.34.2_suppl.3
    u.a.m.
    Und nein, eine Bestrahlung zerstört nicht unbedingt alle Krebszellen. Strahlentherapie ist Schießen mit vielen Schrotflinten auf kleine Ziele: es müssen ausreichend viele "Schrotteile" in einer Zelle ankommen, um einen Doppelstrangbruch zu provozieren, der nicht repariert werden kann. Zellen, die "schlafend" sind, reagieren nur ungenügend, ebenso Zellen mit mehrfachen DNA-Sätzen (polyploide Zellen). Je höher die Dosis desto besser, aber jede Dosis ist ein Kompromiß zwischen Erhaltung von gesundem Gewebe und Krebsvernichtung. Brachytherapie kann lokal sehr hohe Dosen erreichen, nur darf der Seed dann nicht zu nah an sensiblen Stellen sitzen. Cyberknife ebenso.
    Leider scheinen einige polyploide Zellen auch sehr hohe Dosen zu überleben, diese dazu den Thread https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...e-Cancer-Cells

  8. #28
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    Zitat Zitat von Hartmut S Beitrag anzeigen
    Ich war bisher der Meinung, dass eine Protonen- oder Photonenbestrahlung, auch ohne Bica, die Zellen vollkommen zerstört.
    Natürlich kann man jede Zelle durch Bestrahlung in den Tot schicken. Aber leider ist die dafür erforderliche Dosis, wegen der Kollateralschäden im durchstrahlten gesunden Gewebe, nicht immer möglich. Somit versucht man in Fällen, wo es sinnvoll sein könnte, die Wirksamkeit der Bestrahlung zu verbessern. Die klassische ADT ist eine Möglichkeit. Wegen der Nebenwirkungen wird das von den Patienten aber nicht gerne gemacht. Vielleicht findet man irgendwann mal ein besseren 'tumor-specific radiation sensitizer'. Bei der Lu177-PSMA Radioligandentherapie gibt es erste Versuche mit NOX66 (Idronoxil). Vielleicht könnte das auch was für die Primär- bzw. Salvagetherapie sein? Erste Studien sind geplant

    Und wegen dem 'alles richtig gemacht' möchte ich Dir mitteilen, dass dies nicht so ist. Ich habe in den mehr als 10 Jahren mit metastasiertem Prostatakrebs sehr viel Energie in die Behandlung dieses Tumorgeschehens gesteckt, vielleicht zu viell. Denn therapieassoziierte Nebenwirkungen nehmen mich momentan stark in Anspruch. Eine eigentlich harmlose, bei mir aber eskalierende Komplikation, erlaubt mir schon mal einen Blick in den Abgrund zu werfen.
    prepare for the unexpected and expect to be unprepared

  9. #29
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    Zitat Zitat von MartinWK
    Zellen, die "schlafend" sind, reagieren nur ungenügend, ebenso Zellen mit mehrfachen DNA-Sätzen (polyploide Zellen).
    Das ist wohl richtig.

    Prof. Böcking bescheinigte mir damals:

    Das Ergebnis ist ja sehr erfreulich. DNA-peridiploid (Typ A nach Tribukait), allerdings mit einer gering erhöhten Wachstumsfraktion von 10 %. (Grenzwert für eine prognostisch noch bessere, geringe -Fraktion ist 10 %) Daraus würde ich schließen, dass der Tumor seinerzeit strahlenempfindlich war.

    Wie wahr wohl.

    Zitat Zitat von LowRoad
    Und wegen dem 'alles richtig gemacht' möchte ich Dir mitteilen, dass dies nicht so ist. Ich habe in den mehr als 10 Jahren mit metastasiertem Prostatakrebs sehr viel Energie in die Behandlung dieses Tumorgeschehens gesteckt, vielleicht zu viell. Denn therapieassoziierte Nebenwirkungen nehmen mich momentan stark in Anspruch. Eine eigentlich harmlose, bei mir aber eskalierende Komplikation, erlaubt mir schon mal einen Blick in den Abgrund zu werfen.
    Lieber Andi,

    solche Töne von Dir stimmen mich traurig. Nun mach mal langsam bitte.

    Harald
    nicht nachlassen

  10. #30
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    Lieber Andi,
    solche Töne von Dir stimmen mich traurig. Nun mach mal langsam bitte.
    Harald
    Mich auch!

    Lieber Andreas,
    ich möchte auch nicht noch einen "Freund" verlieren.

    Natürlich kann man jede Zelle durch Bestrahlung in den Tot schicken. Aber leider ist die dafür erforderliche Dosis, wegen der Kollateralschäden im durchstrahlten gesunden Gewebe, nicht immer möglich.
    Und nun . . . . .?
    Das ist für mich irgendwie nicht nachvollziehbar.
    Mir wurde doch geholfen.

    Der "Blöde Hartmut" lebt noch, und fühlt sich seit 6 Jahren (fast) wohl.
    Ich möchte nicht übertreiben, aber die Schulmedizin ist gar nicht so schlecht, wie Ihr Ruf.
    Ich denke, dass ich hier auch noch in 10 Jahren schreiben werde, wenn mich nicht ein Schlaganfall, oder ein Herzinfarkt erwischt.
    Das erwarte ich aber, ehrlich gesagt, erst im Alter von 86 Jahren, wenn ich so jung bleibe wie Harald.

    Gruss
    hartmut

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