Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
Abiraterone und Enzalutamid wurden zugelassen, da sie eine Verlängerung des Gesamtüberlebens zeigen konnten. Daher gehe ich davon aus, dass das Gesamtüberleben heute länger ist, als in Statistiken aus einer Zeit, wo es diese Mittel noch nicht gab.
Georg,
die deutlichen Verbesserungen für viele Patienten durch Abiraterone und Enzalutamid sehe ich schon auch,
aber Aussagen zum Gesamtüberleben sind schwierig.
Es fehlen aussagekräftige Daten bei Abiraterone und Enzalutamid zu den Postprogressionstherapien. Die große Variabilität von Folgetherapien kann unterschiedliche Auswirkungen auf das Gesamtüberleben haben.


Hier ein interessanter Artikel, es geht um Brustkrebs, aber etliche Aussagen gelten wohl auch für Prostatakrebs und andere Krebserkrankungen.

http://www.medizinauskunft.de/artike...he_studien.php

"Warum ist der Nachweis der Wirkung eines Krebsmedikamentes so schwierig?
Bei der Bewertung der Wirkung eines Medikamentes geht es immer auch darum, wie die Endpunkte einer klinischer Studie festgelegt werden. Bei Krankheiten, die geheilt werden können, fällt das noch einigermaßen einfach: In welchem Zeitraum ist die Erkrankung besiegt? Bei der Organonkologie ist das dagegen sehr problematisch. Denn da geht es meist darum, für eine gewisse Zeit das Überleben zu erreichen. Wie lassen sich klinische Studien bei schweren Erkrankungen aber dann bewerten? Die Experten streiten sich über die Progressionsfreie Überlebenszeit (PFS) versus dem Gesamtüberleben (OS)."

Vielleicht wissen wir in einigen Jahren mehr. Georg, lass uns hier die Diskussion dieses Themas, das mit weiterer Beschäftigung immer komplexer wird beenden.
Wir können die Thematik in einigen Jahren gerne noch mal aufgreifen.

Franz