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Thema: Prostatakarzinom des Vaters - wie schlimm ist es wirklich?

  1. #11
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    Vielen Dank für die hilfreichen Tipps, Erklärungen und Links. Wir machen auch gerade eine Liste mit Fragen, welche wir beim nächsten Arztgespräch unbedingt besprechen möchten. Dafür arbeite ich mich auch gerade durch das Basiswissen. Der Hinweis zur Reservekapazität des Knochenmarks in Verbindung mit der angedachten Chemotherapie wird auf jeden Fall auch angesprochen.
    Die Idee einer Schmerzbehandlung behalten wir im Hinterkopf, falls es noch schlimmer wird mit den Schmerzen. Aber mein Vater möchte jetzt ja schon nicht allzu viel von den Schmerzmitteln nehmen, weil er nicht benebelt sein und seinen Körper spüren möchte. Vielleicht sollten wir da nochmal nach Schmerzmitteln fragen, die ihn eben nicht benommen machen.

    Ich danke euch für die Unterstützung und wünsche euch noch viele und möglichst beschwerdefreie Jahre und Jahrzehnte!

  2. #12
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    Zitat Zitat von PartnerundZuhörer Beitrag anzeigen
    Ganz wichtig erscheint mir in diesem Fall, dass die vorhandene Reservekapazität des Knochenmarks gut abgeschätzt und immer im Auge behalten wird. Bei Nichtbeachtung droht eine Chemotherapie zur tödlichen Gefahr zu werden.
    Wie kann ich das verstehen?

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
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    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  3. #13
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    Hallo Heribert,

    ich selbst verstehe das so, dass das Knochenmark meines Vaters schon starke Probleme mit der Blutbildung hat, weshalb er viel zu wenig rote Blutkörperchen hat. Durch eine Chemotherapie werden jedoch auch die Zellen, die für die Blutbildung verantwortlich sind, in Mitleidenschaft gezogen, so dass es da ggf. dann schwierig wird mit der eigenen Blutbildung.
    Aber vielleicht kann PartnerundZuhörer das noch besser und fundierter erklären.

  4. #14
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    Liebe Ellie,

    Ralf hat schon Links eingestellt zum besseren Verständnis und auch auf das Basiswissen aufmerksam gemacht. Nachfolgend noch ein Erfahrungsbericht zur Chemo-Therapie:
    http://www.prostatakrebse.de/informa...motherapie.pdf

    Alles Gute für Deinen Vater.

    Herzliche Grüße

    Harald
    nicht nachlassen

  5. #15
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    Zitat Zitat von Ellie2910 Beitrag anzeigen

    ich selbst verstehe das so, dass das Knochenmark meines Vaters schon starke Probleme mit der Blutbildung hat, weshalb er viel zu wenig rote Blutkörperchen hat. Durch eine Chemotherapie werden jedoch auch die Zellen, die für die Blutbildung verantwortlich sind, in Mitleidenschaft gezogen, so dass es da ggf. dann schwierig wird mit der eigenen Blutbildung.
    Aber vielleicht kann PartnerundZuhörer das noch besser und fundierter erklären.
    Liebe Ellie,
    mir geht es darum, die blutbildenden Organe des Erwachsenen nicht einfach DEM Knochenmark zuzuschreiben.
    Vielmehr muss makroskopisch anhand der Schnittfläche das rote, hämatopoetisch aktive Mark vom gelben, hämatopoetisch inaktiven Fettmark unterschieden werden. Nur beim Kind sind auch die Röhrenknochen der Extremitäten mit hämatopoetisch aktivem (rotem) Knochenmark an der Blutbildung beteiligt!

    Beim Erwachsenen findet sich das rote Knochenmark nur noch in den Knochen des Achsenskeletts: Die Blutbildung findet daher vor allem in den Knochen von Schädel, Wirbelsäule, Becken und dem Thorax statt!

    Letztlich entwickeln sich Blutzellen im Extravasalraum des Knochenmarks aus den dort vorhandenen hämatopoetischen Stammzellen.

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    (Luciano de Crescenzo)

  6. #16
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    Zitat Zitat von Heribert Beitrag anzeigen
    Wie kann ich das verstehen?
    Der Hinweis auf das Knochenmark bezog sich auf alle Funktionen. Wenn die Chemotherapie zu einem Zeitpunkt gegeben wird, wo das Knochenmark bereits erheblich vorgeschädigt ist, kann das zum Zusammenbruch desselben führen. Und da ist die Blutbildung noch das geringste Problem. Der Ausfall der Gerinnung und des Immunsystems sind noch schlimmer.

  7. #17
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    Noch zu den Möglichkeiten der Schmerztherapie: selbst wenn Medikamente erforderlich sind, die zunächst "benebeln", adaptiert sich der Körper nach einiger Zeit weitgehend daran. Da kann ich auch aus Erfahrung sprechen. Und Knochenschmerzen bzw. durch den Befall des Skelettsystems hervorgerufene Schmerzen sprechen oft auch auf weniger "benebelnde" Medikamente an. Zu bedenken wäre auch, dass Schmerzen, wenn sie länger bestehen, immer schwerer zu behandeln sind (sog. Schmerzgedächtnis).

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