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Thema: low risk PCA mit 58 Jahre, AS oder OP

  1. #21
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    Hallo Sweti,
    Zitat Zitat von sweti_be Beitrag anzeigen
    Was mich ein wenig verwundert ist, dass sich bis jetzt noch keinen Verfechter der schnelle OP-Therapie sich gemeldet hat.
    "Sofort operieren!" war mal. Vor zehn Jahren kam mit der damaligen (2009) Fassung der Leitlinie die Aktive Überwachung auch in der deutschen Urologie an, auch in unseren Diskussionen hier. Du bist mit Deinen Daten ein klassischer Kandidat für die AÜ. Warum sollte jemand von uns Dich zur raschen Operation drängen? Lies Dir doch auch mal dies durch:
    Geändert von RalfDm (19.07.2019 um 10:38 Uhr) Grund: Link korrigiert

  2. #22
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    Hallo Winfried,

    danke für deinen Beitrag.

    Das Problem ist mir bewusst und ich bin seit lange dabei gegen meinen Übergiwicht anzukämfen. Auch "dass Übergewicht den Prostatakrebs fördert", wie Georg unten schreibt, habe ich gelesen. Das gibt mir nochmehr Kraft diese Herausforderung zu meistern. Nur... von eine BMI 33,2 auf ein BMI 28 runter zu kommen bedeutet fast 20kg Gewichtsrduktion. Das schafft man nicht mit links. Jeder, der das versucht hat, weiß wovon ich rede.

    Nochmal, danke für dein Vorschlag. Ich werde mich bemühen, auch 10kg weniger (BMI 30) ist was, oder

    Beste Grüße
    sweti

  3. #23
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    Danke Ralf,

    "Sofort operieren!" war mal.
    wie ich meinen ersten Beitrag schrieb, stamme ich aus Bulgarien, wo ich viele Freunde u.a. auch Ärzte und Urologen habe. Ich weiß, dass wahrscheinlich die medizinische Entwicklung in Bulgarien z.Z. ehe der Weg der Komerz und schnelle Geldverdienen geht, trotzt dem war ersteunlich, dass alle meine Freinde einer meinung waren. Diese lautete: du bist so jung, lass dich, so schnell wie möglich, operieren und dann hast du das Problemm weg; mit Nebenwirkungen ist in deine Alter nicht zu rechnen. Da ich weiß, dass auch andere Therapien außer OP gibt habe ich diese Tread gestartet.

    Ich danke dir auch zu deinen Link. Leider hat sich die Seitenstruktur von prostatakrebs-bps.de ein wenig geändert. Hier das aktuelle Link zu den pdf. Ich fand den Text sehr interessant.

    Beste Grüße
    sweti

  4. #24
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    Zitat Zitat von Sweti
    du bist so jung, lass dich, so schnell wie möglich, operieren und dann hast du das Problemm weg; mit Nebenwirkungen ist in deine Alter nicht zu rechnen.
    Das ist nicht richtig, die Nebenwirkungen der Operation sind weitgehend unabhängig vom Alter. Man könnte fragen: du bist so jung, willst Du wirklich impotent werden? Und eine Inkontinenz führt oft zu einer Isolierung. Wer will mit Windel zum Tanzen, auf ein Konzert oder auf eine Feier gehen? Das kann das Gemüt ganz schön runterziehen.

    Georg

  5. #25
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    Hi Sweti

    Ich sitze gerade an der Playa de Palma, habe -3- Weizen in mich hinein gekippt, das-4- ist gerade bestellt, aus dem einfachen
    Grund, weil es mir nach frühzeitiger Op so gut geht. Nichts verschafft mehr Ruhe, als eine frühzeitig getroffene Entscheidung.
    Ich benötige keine Windel, gehe gleich ins Bollero zum Tanzen und brauche weder Windel noch fühle ich mich isoliert.

    Nun gut, früher wäre ich morgen irgendwo aufgewacht, was mir im Nachhinein peinlich gewesen ist, diese Zeiten sind vorbei, aber die hier beschriebenen Nebenwirkungen entsprechen im Normalfall nicht der Realität.

    Mir würde die Angst, den letzten Cut-off zu verpassen deutlich mehr zu schaffen machen, zumal die Größe deiner Prostata einen gewissen Spielraum für unliebsame Überraschungen bietet. Alles weitere habe ich ja in meiner PN bereits erwähnt.


    Viel Glück bei der Entscheidung......

  6. #26
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    Hi Spertel,

    diese Art von Beiträge sind nicht hilfreich. Prostatakrebs ist Scheiße und jede Behandlung produziert Neben- und auch Nachwirkungen. Beim Einem mehr und beim Anderen weniger.
    In meinem Fall ein Loch in der Brieftasche, vorübergehend. Irgendwas ist immer.
    Ich denke aber, Partystimmung nach der OP kommt im Regelfall eher nicht auf.

    Hi Sweti,

    Die mit Abstand schonendste Behandlung ist die Protonentherapie. Allerdings auch die Teuerste.
    Ich würde jederzeit wieder diese Therapie wählen.

  7. #27
    Tomilein Gast
    Es ist zwar nicht mein Thread aber ich hätte gerne an Spertels Argumentation partizipiert. Für das Forum ist es also Schade, dass Überzeugungsarbeit wohl in einer PN erfolgen muss. Sind es doch gerade die persönlichen Erfahrungen die der Diskussion einen breiten Nährboden bieten. Aber schön, PN sind halt auch da um Argumente ohne Gegenargumentationen zu liefern.

    Aber ein Satz stört mich dann doch
    aber die hier beschriebenen Nebenwirkungen entsprechen im Normalfall nicht der Realität.
    . Diese Verharmlosung ist ein Faustschlag ins Gesicht all denjenigen die massiv darunter leiden. Auch im Jahr 2019 sind diese unerwünschte Nebenwirkungen häufig noch Folgen der OP, keineswegs Seltenheiten und haben manchen Mann schon in die Depression oder Suizid getrieben.

    Thomas

  8. #28
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    In dieser Schwedischen Studie ergaben sich ein Jahr nach der Operation folgende Ergebnisse: 58,1 % waren impotent und 32,2% inkontinent. In kleinen Krankenhäusern sind die Ergebnisse oft noch schlechter.


  9. #29
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    Bin auch überhaupt kein Verfechter der schnellen OP, besonders wenn die strengen Kriterien einer aktiven Überwachung gegeben sind, wie dies bei Sveti voll zutrifft.
    Die Zahlen der obigen Tabelle scheinen mir aber doch eher zu schwarz gemalt und sind wohl den eher schwereren Fällen und noch nicht ganz ausgereifteren OP Techniken geschuldet. Kurz zusammengefasst aus unterem Link (leider nicht mit einer Studie hinterlegt):

    Ein Jahr nach Operation waren 28% komplett impotent, 18% benötigen zumindest ein PDE-5 Inhibitor (bei beidseits nervenschonender OP) und 10% inkontinent (5% schwer + 5% mild).

    https://prostatecancerfree.org/prost...-side-effects/

    Less than five percent of patients have severe incontinence which is persistent. Mild incontinence when coughing, laughing or sneezing may persist in up to an additional 5 percent of patients. With Robot Assisted Laparoscopic Prostatectomy (RALP), approximately 90% have good urinary control and require no urinary leak protection after a period of twelve months. Men who have “normal” pre-operative sexual function have a 72% likelihood of having erections that are adequate for penetration following a bilateral nerve-sparing operation. A quarter of these patients require PDE-5 inhibitors in order to reach their maximal level of potency. If a unilateral nerve-sparing procedure is performed, 38% of men will have erections that are adequate for sexual activity. Less than 1 in 10 men who undergo a non-nerve sparing procedure will have erections adequate for intercourse after surgery. In patients that are unable to obtain satisfactory erections after surgery, additional procedures such as penile implants are available to help restore erections and sexual function.


  10. #30
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    Tritus, das waren alles Tumore ohne Kapselüberschreitung. Der Gleason Score war Gleason 6 oder 7a. Was die Operationstechnik angeht, erfolgreich nervenschonend operieren auch heute wohl nur die Operateure in den großen Kliniken. Nur dann bekommt man bessere Ergebnisse hinsichtlich Potenz.

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