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Thema: Alternative zur Chemotherapie? Selbstzerstörung des Krebses

  1. #1
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    Alternative zur Chemotherapie? Selbstzerstörung des Krebses

    Hierzu ein interessanter Spielel-Online-Artikel und die betreffende Studienveröffentlichung:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...a-1276840.html

    https://www.nature.com/articles/s415...www.spiegel.de

    Lothar

  2. #2
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    Hallo Lothar@all,

    ja, MYC ist derart interessant, das ENDLICH einige Forschungseuro für die pharmazeutische Eruierung locker gemacht wurden.
    Und wie immer, jeder in seinem abgschottenen Forschungslabor.
    Das Projekt heißt CANCER und behandelt das Protein MYC

    Lothar, bleibe bitte mit dran und danke für das Wecken von Interesse besonders für die Schwerbetroffenen.

    https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/validierung-von-myc-als-angriffspunkt-durch-eine-neue-substanzklasse-kleiner-molekule-7478.php

    und hier noch eine geballte Ladung von Zusammenhängen über Immunkontrolle, KI67, PD 1 Checkpoints, NK und T Zellen die offenbar alle in Verbindung mit der Suppremierung von MYC zusammenhängen. Ein Abstract einer Doktorarbeit die es in sich hat.

    Quellennachweis im Link, einfach eine tolle Arbeit.

    https://webcache.googleusercontent.c...&ct=clnk&gl=de



    Gruss
    Hans-J.

  3. #3
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    Es gibt aber auch schon handfeste Medikamente die besondere Fähigkeiten besitzen. Auch Studien gibt es dazu. Ehe man durch Chemo die resistenten und weit entdifferenzierten in die Mutation treibt vielleicht etwas Hoffnung für die Betroffenen die nur noch hoffen können.

    Mebendazol aktiviert Killer zellen und das Immunsystem

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30075109


    Mebendazol blockiert die Metastasierung

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30112108

    Hans-J.

  4. #4
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    Hallo Hans-Jürgen,

    lieben Dank für Deine fachkundigen ergänzenden Hinweise und Links.
    Diese mögliche zukünftige Behandlungsmethode gibt uns Hoffnung für die Zukunft, die Chemotherapie vielleicht zu umgehen.

    Viele Grüße

    Lothar

  5. #5
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    Da die Nebenwirkungen bei Mebendazol sehr überschaubar sind, stellt sich für mich die Frage, ob jemand bei leichtem PSA-Wiederanstieg nach kurativer Primärtherapie vorsorglich Mebendazol einnehmen sollte? Wa spricht aus eurer Sicht dafür und dagegen?

    Gruß
    Johann

  6. #6
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    @Johann, wahrscheinlich fehlt vielen der Mut, aber in den Tropen ist Mebendazol ein durchaus gängiges Mittel gegen allerlei, Würmer, Milben usw.usw. Vielleicht finden sich einige und probieren es aus. Schlimmer als Taxane kann es nicht sein. Ob die resistenten TZ in Mutation = hoch aggressiv getrieben werden, scheint unwahrscheinlich.
    Ich habe es bestellt.

    Zu MYC habe ich noch einmal quergelesen und dieses zur Relativierung gefunden:

    https://www.aerzteblatt.de/nachricht...-Krebs-Gen-MYC

    Und dieses Medikamament - kurz vor der Zulassung - sollten sich alle Schwerbetroffenen gut merken:

    LAROTRECTINIB


    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/us-zulassung-fuer-larotrectinib/



    Mir ist es wichtig, den Schwerbetroffenen etwas Hoffnung zu geben, auch Beistand, aber auch durchaus Möglichkeiten aufzuzeigen, welche in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen, oder Medikamente die für andere Entitäten auf dem Markt sind und auch für PCa in Frage kämen.

    Das jahrzentelange weiterführen von palliativen Maßnahmen mit erheblichen Nebenwirkungen, unselektiv wirkend haben in meinem Bekanntenkreis nur zu Leid und dahinvegetieren geführt, bis hin zum Tode.

    Wenn die derzeitige Schulmedizin den Schwerbetroffenen keine andere Möglichkeit bietet und an überalteten Therapien festhält, sollten sich die betreffenden Betroffenen anderweitig umsehen.

    Nur deshalb lebe ich noch, weil ich andere Wege beschritten habe und das Dumpfbackenmodell "Man nehme a.......b.........c.......... " bis zum Tode, nicht mitgehe, oder nur sehr bedingt und als ultimo ratio. Immer nur so viel als unbedingt erforderlich.

    Letztlich ist die Stille immer wieder festzustellen, wenn Betroffene die Schulmedizin durchlaufen haben und um Hilfe nachsuchen.
    Dann kommt aber nichts, auch nicht von denen, die vorher so lautstark das hohe Lied der Schulmedizin mit allen Lei(t)(d)linien wie tiebetanische Gebetsmühlen abgespult haben.

    Hier erwarte ich zumindest Beistand.

    Gruss
    Hans-J.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Und dieses Medikament - kurz vor der Zulassung - sollten sich alle Schwerbetroffenen gut merken:
    LAROTRECTINIB
    Lieber Hans-J.,
    deine Hoffnungen zu Larotrectinib „sollten sich alle Schwerbetroffenen gut merken“ kann ich nicht ganz nachvollziehen, zumindest wenn du schreibst "alle Schwerbetroffenen"

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/19...bserkrankungen

    Zitat Ärzteblatt:
    ".. NTRK-Fusionsgene wurden bisher bei mehr als 20 Krebserkrankungen gefunden, allerdings bei weniger als 1 % der Patienten...."

    Meine Meinung dazu:
    Hilft weniger als 1 Prozent der schwerbetroffenen Patienten, für diese Betroffenen sicher ein Fortschritt, aber die anderen 99,X Prozent der Schwerbetroffenen? Da entstehen falsche Hoffnungen.
    Schwerbetroffene PCa-Patienten: zum PCa habe ich in verschiedenen, mir zugänglichen Veröffentlichungen unter den 17 oder 20 Krebserkrankungen keinen Hinweis gefunden.

    Liest man in dem von dir angegebenen link
    https://www.pharmazeutische-zeitung....larotrectinib/
    Das Ansprechen war anhaltend, wobei 73 Prozent der Responder mindestens sechs Monate ansprachen. Bei 39 Prozent der Responder hielt das Ansprechen ein Jahr oder länger an.

    Mindestens 6 Monate, das sind Zahlen ähnlich einer späten Chemotherapie oder Lutetium-Therapie. Leider!
    Es gibt Fortschritte in der Krebsforschung, die wie beim Larotrectinib einer kleinen überschaubaren Patientenzahl helfen können, aber für die Schwerbetroffenen mit unserem Krebs scheint Larotrectinib kaum geeignet.

    Vielleicht zu negativ geschrieben, aber hier unterscheiden sich unsere Sichtweisen beträchtlich.

    Gruss
    Franz

  8. #8
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  9. #9
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    Liebe Diskutanten,

    1) Habe auch einen kurzen Blick auf die Links geworfen, und komme bezüglich Larotrectinib zum gleichen Schluss wir Franz. Es heisst, dass weniger als 1% aller Krebspatienten diese behandelbare NTRK Fusion haben, und von diesen sprechen 75% an. Bayer rechnet mit jährlich 2500 - 3000 neuen Krebspatienten in den USA, wo dieses Medikament zum Einsatz kommen könnte (bei total 1.762 Mio neuen Krebsfällen, was ca. 0.2% entsprechen würde). Leider ist auch zu erwarten, dass Prostatakrebs wegen des generell langsamen Wachstumsverlauf auch nicht vorteilhaft ansprechen wird.


    Aber ein Fünkchen Hoffnung darf man sicher haben, zu den 1 aus 500 zu gehören, wo ein Ansprechen möglich ist.

    2) Mebendazol:
    Ist, wie Hans-J ausgeführt hat, ein Anti-Wurmmittel gegen Darmparasiten. Es ist eigentlich nur im Darm wirksam, da es dort schon metabolisiert wird.
    Eine Wirkung gegen Prostatakrebs ist zumindest oral genommen unwahrscheinlich und für in die Vene spritzen hätte ich den Mut tatsächlich nicht.

    3) Krebsgen MYC:
    Dass bisher alle Versuche das MYC zu beeinflussen gescheitert sind, hat Hans-J. oben schon geschrieben.

    Ich finde all die laufende Forschung auch mega spannend, aber den fortgeschgeschrittenen und weniger fortgeschrittenen Patienten dies als Hoffnung zu verkaufen ist unseriös und sogar gefährlich, besonders wenn der eine oder andere Patient dadurch eine wirksame etablierte Therapie aufschiebt oder ganz auslässt. Denn gar nichts tun, ist auch keine Option.


    Gleich kommt natürlich wieder mal eine Schimpftirade von Hans-J. gegen mich, aber ich werde das aushalten. Lieber wäre mir eigentlich eine sachliche
    Diskussion der wirklichen Zusammenhänge.


    Tritus

  10. #10
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    Lieber Tritus&Diskutanten,

    Ich finde all die laufende Forschung auch mega spannend, aber den fortgeschgeschrittenen und weniger fortgeschrittenen Patienten dies als Hoffnung zu verkaufen ist unseriös und sogar gefährlich, besonders wenn der eine oder andere Patient dadurch eine wirksame etablierte Therapie aufschiebt oder ganz auslässt. Denn gar nichts tun ist auch keine Option.
    Du benutzt die Wörter wirksame etablierte Therapie.
    Trifft diese Aussage denn überhaupt zu? Bedauerlicherweise kenne ich keinen Fortgeschrittenen, der durch eine wirksame etablierte Therapie eine Heilung erfahren hätte.
    Denn Therapie heißt nichts Anderes als den Betroffenen zu einer Heilung zu verhelfen.

    Tun das die derzeitigen palliativen Maßnahmen oder verzögern sie nur das Tumorgeschehen ohne zu heilen. Da sollten wir uns ehrlich machen und dem Betroffenen in diesem Stadium weniger von Therapien erzählen, sondern die Wahrheit und vor allen Dingen die Nebenwirkungen nicht unter den Tisch kehren.

    Es muß auch die Frage erlaubt sein, ob die Nebenwirkungen und der Verlust an Lebensqualität die bescheidenen Lebenszeitverlängerungen rechtfertigen. Hinzu kommt keine Heilung nur Palliation.
    Palliation soll Schmerzen reduzieren und Lebensqualität verbessern. Tun das die "wirksamen etablierten Therapien" denn?

    Eine große Mitschuld gebe ich den althergebrachten angeblich "wirksamen etablierten Therapien" an der verzögerten Entwicklung von neuen Möglichkeiten, den Tumor über die Mutation, der Genetik, des Genoms, Immunstimmulation u.a. anzugehen.

    Gerade das Prostatakarzinom hat hier eine zunehmend steigende Verlangsammung in der Entwicklung neuer Medikamenten zu verzeichnen. Die Neuerungen spielen sich überwiegend in fast allen anderen Entitäten ab. Ein Blick zu den Damen mit ihren Tumorentitäten kann einen sehr nachdenklich stimmen.

    Gleich kommt natürlich wieder mal ein Rundumschlag von Hans-J. gegen mich, aber ich werde das aushalten. Lieber wäre mir eigentlich eine sachliche
    Diskussion der wirklichen Zusammenhänge.
    Nein, die kommt nicht, denn du hast sehr sachlich vorgetragen, keine Sachverhalte verkürzt, umetikatiert, oder umgedeutet und kannst meine sachliche Antwort mit Respekt erwarten.

    Das ich mit dir nicht konform gehe mit der Synthax "wirksamen etablierten Therapien" dürfte klar sein. Die Hoffnung auf neue Verbesserungen mit DNA, molekularer Genetik, Immunstimmulation u.a. erscheint mir seriöser als an alten systemischen - auf den ganzen Körper mit allen Zellen - und nur zum Teil funktionierenden und leidvollen "angeblichen Therapien" weiter festzuhalten.

    Ausnahme: Leichtbetroffene, Betroffene im hohen Alter

    Hans-J.



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