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Thema: Alternative zur Chemotherapie? Selbstzerstörung des Krebses

  1. #51
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    Ein Hinweis in diesem Forum, dass dieses Medikament in irgendeiner Form für die Behandlung von fortgeschrittenen Prostatakrebs vielleicht geeignet sein könnte, ist medizinisch unverantwortlich. Das Forum ist an die Leitlinien gebunden.
    Lothar, das sehe ich aber anders, wenn das Forum an die Leitlinien gebunden ist und keine andere Meinungen erlaubt sind, käme das einem Diktat gleich. Das Leitlinien Arzt und Patient leiten sollen ist klar. Es ist kein Muss. Der Patient hat das letzte Wort und der Forist darf auch noch eine andere eigene Meinung haben.
    Sollte jedoch betreutes Denken eingeführt werden, dürfte es hier sehr still werden. Dann seid ihr unter euch.

  2. #52
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Auf dieser Grundlage lassen sich optimierte und weiterentwickelte Therapien realisieren.
    Und die Weiterentwicklung der Anwendung von ADT und früher Chemo geht über Absicherung durch laufende Studien in diese Richtung:
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?11119-Apalutamid-Therapie-f%FCr-Fortgeschrittene-ohne-Metastasen&p=117109#post117109


    Franz

  3. #53
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Ein Hinweis in diesem Forum, dass dieses Medikament in irgendeiner Form für die Behandlung von fortgeschrittenen Prostatakrebs vielleicht geeignet sein könnte, ist medizinisch unverantwortlich. Das Forum ist an die Leitlinien gebunden.
    Wenn ein Arzt in diesem Forum einen solchen Hinweis gibt, kann er dies allgemein tun (aber nicht als "Telebehandlung" bezogen auf einen speziellen Fall), und einem speziellen Patienten in seiner Behandlung gegenüber auch, "nach bestem Wissen und Gewissen". Verklagt werden kann er von dem Patienten, egal was er sagt oder macht, auch wenn die Leitlinie angewendet wird, denn die bezieht sich häufig auf statistische Begründungen. nicht auf den Einzelfall.
    Wenn ein Laie hier einen solchen Hinweis gibt, resultiert seine Autorität alleine aus seinen Beiträgen im Forum. Ich finde das nicht "medizinisch" unverantwortlich. Wer es nachmacht handelt auf eigene Gefahr.
    Die Leitlinie (welche? die deutsche? Europäische? Amerikanische?) ist kein Ausschlußkriterium hier - das hatten wir doch schon diskutiert.

  4. #54
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    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    Verklagt werden kann er von dem Patienten, egal was er sagt oder macht, auch wenn die Leitlinie angewendet wird, denn die bezieht sich häufig auf statistische Begründungen. nicht auf den Einzelfall.
    Verklagen kann jeder jeden, aber dass ein Arzt auch schuldig gesprochen werden kann, wegen einer erfolglosen (leitliniengetreuen) Behandlung, kann ich nicht glauben (abgesehen mal von mangelnder Sorgfalt, Kunstfehlern oder mangelnde Aufklärung über die Risiken).

  5. #55
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Das Forum ist an die Leitlinien gebunden.
    Eine solche Bindung gibt es nicht.

    Ralf

  6. #56
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    Fast alle, denen die Schulmedizin keine substantielle Hilfe mehr bringen kann, wären doch ... falsch beraten, nicht irgendeinen Ausweg zu suchen. Schließlich ist es der Patient, dessen Leben dann endet. Das Dumme ist eben, dass man erst hinterher weiß, welche Entscheidung richtig war. Also suchen Schwerstbetroffene
    auch nach noch unbeschrittenen Wegen. Wegen, die einem Mediziner maximal im Selbstversuch erlaubt wären. Mit Inkaufnahme der Risiken. Das kann doch nichts Verwerfliches sein. Und der Austausch soll ander Betroffene über solche gegangenen Wege informieren u d ggf. zun Nachdenken anregen. So verstehe ich die Ausführungen von Hans J und kann die Anfeindungen nicht verstehen.

  7. #57
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    Zitat Zitat von PartnerundZuhörer Beitrag anzeigen
    So verstehe ich die Ausführungen von Hans J und kann die Anfeindungen nicht verstehen.
    Das sehe ich anders. Wir haben intensiv diskutiert, vielleicht manchmal etwas heftig, aber Anfeindungen ?

    Hans-J.,
    in # 19 verweist du auf folgenden link
    https://www.pharmazeutische-zeitung....en-hirntumore/

    Zitat:
    "Diese Ergebnisse und die Tatsache, dass Mebendazol im Vergleich zu Vincristin nur relativ milde Nebenwirkungen hervorruft, führt Symons zu dem Vorhaben, klinische Studien zu starten. In diesen soll der Austausch von Vincristin gegen Mebendazol genauer unter die Lupe genommen werden. Die Forscher glauben, dass das für Gliom-Patienten sowohl lebensverlängernd als auch nebenwirkungsärmer sein könnte."

    Geht man vom Bericht der Pharmazeutischen Zeitung zum Original, stellt man fest, dass die Studie sich mit Zellkulturen und Mäusen befasst.

    https://link.springer.com/article/10...med.2017.00011

    Darin enthalten ist dieser bemerkenswerte Satz:
    "Mebendazole is often said to be well tolerated with few side effects (25,26). However, at the higher doses and prolonged treatment periods necessary for the clinical management of severe echinococcosis infection, and likely also for its use as cancer chemotherapy, significant toxicities have been observed, including anemia, leukopenia and liver toxicity (27)."

    Übersetzt:
    Mebendazol gilt oft als gut verträglich mit wenigen Nebenwirkungen (25,26). Aber, bei den höheren Dosen und längeren Behandlungszeiten, die für die klinische Behandlung einer schweren Echinokokkoseinfektion und wahrscheinlich auch für ihre Verwendung als Krebschemotherapie erforderlich sind, wurden jedoch signifikante Toxizitäten beobachtet, einschließlich Anämie, Leukopenie und Lebergiftigkeit (27).

    Wie ich schon an anderer Stelle schrieb: kein großer Unterschied zur Chemo mit Taxanen. Schwerstbetroffene sind aufgrund ihrer jahrelangen Behandlungen meist sehr geschwächt und Leukopenie oder Lebervergiftung können ihren angeschlagenen Gesundheitszustand weiter verschlechtern oder den Tod bringen.

    Erläuterungen:
    Echinokokkose: Infektion m. Fuchs-Bandwurm
    Zahlen verweisen im Originaltext auf Literaturlinks

    Franz

  8. #58
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    Danke Franz,

    “Anfeindungen“ gab es in der Diskussion nun wirklich nicht.
    Unterschiedliche Meinungen, die auch überzeugt auf den Punkt gebracht wurden, schon.
    Aber das ist bei einem so sensiblen Thema, von fortgeschrittenen Prostatakrebs im palliativen Stadium, erforderlich.
    Ich kann die Leiden und die Verzweiflung der Männer und ihrer Familien sehr gut verstehen.
    Ich habe das bei meinen Schwiegereltern schmerzhaft miterlebt.

    Liebe Grüße

    Lothar

  9. #59
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    Noch ein letzter Gedanke zur Verzweiflung:

    https://www.zeit.de/politik/ausland/...ten-usa-kanada

    Lothar

  10. #60
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    Ein Zeit-Artikel der einen nachdenklich stimmt, lesenswert:

    https://www.zeit.de/2019/32/krebsthe...omplettansicht

    Lothar

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