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Thema: Blut im Urin

  1. #1
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    Blut im Urin

    Hallo zusammen,
    mein Mann hat, drei Jahre nach OP und Bestrahlung, plötzlich ab und zu Blut im Urin. Das kann doch nichts mehr mit der Behandlung zu tun haben ? Er geht jedes Vierteljahr zur Nachuntersuchung. Die letzte Untersuchung war im August. Im September hatte er zwei mal Blut im Urin. Das war aber immer nur kurz, also einmal am Tag. An einen Harnwegsinfekt glaube ich nicht, da die Teststreifenuntersuchung nichts ergeben hat.
    Kann vielleicht jemand etwas dazu sagen ?
    Vielen Dank dafür und trotz des bescheidenen Wetters
    einen schönen Sonntag.

    Ursula

  2. #2
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    Hallo Ursula,

    das muss ein Urologe abklären, Spekulationen zu möglichen Ursachen helfen Euch nicht weiter.

    Ralf

    P.S.: Bei uns (Nähe Flensburg) scheint die Sonne.

  3. #3
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    Danke Ralf :-). Ich weiß, dass der Urologe der richtige Ansprechpartner ist, aber mein Mann ist noch nicht " so weit ", dass er außer der Reihe dort hin geht. Da sich das Ganze nicht verschlimmert und nur ab und zu vorkommt, will er es erst einmal aussitzen :-(. Ich dachte eben, dass sicher ein Betroffener schon Erfahrungen in der Richtung sammeln mußte, und seine Erfahrungen kurz schildern könnte.

    Ihr Glücklichen -- Sonne

  4. #4
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    Hallo Ursula,

    nach Bestrahlung der Prostataloge, kommt es hin und wieder zu Blutungen aus der Harnröhre, was aber durch den Urologen abgeklärt werden muss. Eine Makrohämaturie kann auch andere Ursachen haben, die man nicht einfach übergehen sollte.

    LG Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
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    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  5. #5
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    Vielen Dank für eure Antworten. Ich werde Aufklärungsarbeit leisten und hoffe auf Erfolg.

    LG

  6. #6
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    Hallo Ursula,

    mit dem Problem schlage ich mich seit einigen Jahren herum. Mein Urologe meinte damals auch, dass die Bestrahlung Schuld sei. Ich habe mich dann einmal in einem Blasenkrebsforum umgehört. Dort gingen dann bei so ziemlich allen Mitgliedern die Alarmglocken an. Ich bin quasi zu einer Blasenspiegelung "getrieben" worden. Die macht ein Prostataoperierter nicht gerne, weil er Angst um seinen verbliebenen Schließmuskel hat. Bei mir hat die Blasenspiegelung ein "auffälliges" Areal gezeigt und ich musste zur OP. Ich rechnete eigentlich schon fest mit Blasenkrebs. Das hat sich dann abschließend aber nicht bestätigt. Vielmehr handelte es sich um ein Ödem, das der Operateur herausschnitt. Die Blutungen begleiteten mich aber noch über ein halbes Jahr. Dann verschwanden Sie für mehr als ein Jahr. Nun haben sie mich aber wieder eingeholt, sodass ich wieder vor der gleichen Entscheidung stehe. Bezüglich meiner Kontinenz hatte ich bislang Glück. Sie ist mir erhalten geblieben.

    Viele Grüße

    WernerE

  7. #7
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    Hallo
    WernerE,
    danke für deine Antwort. Mein Mann möchte nicht so gerne zum Urologen, weil er weiß, dass ihm eine Blasenspiegelung droht. Diese wurde bei ihm schon einmal durchgeführt und dabei eine Engstelle entdeckt. Durch eine Bougierung konnte sie beseitigt werden. Nun glaubt er zu spüren, dass sich das wiederholt und hat Bedenken wegen einer drohenden Operation. Ich weiß, dass es nicht sinnvoll oder logisch ist, den Kopf in den Sand zu stecken und zu warten, aber mein Mann ist ein sehr sportlicher und aktiver Mensch, dem alle "Gebrechen" und was damit in Zusammenhang steht, ein Greul sind. Ich denke schon, dass er sich beim Arzt anmeldet, denn er weiß selbst, dass die Vogel -Strauß-Politik nicht der richtige Weg ist.
    Dir wünsche ich alles Gute für die nächsten Schritte und hoffe, dass dir schnell geholfen werden kann.

    Viele Grüße
    Ursula

  8. #8
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    Da ich der selbe bin, nur keinen Arzt, nimmt meine Frau das immer in die Hand und ich bekomme einen Zettel in die Hand gedrück auf den steht mein Termin beim Arzt. Ich mauss sagen das hat mir zweimal schon viel geholfen. Das war da schon fast zu spät.

  9. #9
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    Liebe Ursula
    Zitat Zitat von Ursula Beitrag anzeigen
    Mein Mann möchte nicht so gerne zum Urologen, weil er weiß, dass ihm eine Blasenspiegelung droht. Diese wurde bei ihm schon einmal durchgeführt und dabei eine Engstelle entdeckt. Durch eine Bougierung konnte sie beseitigt werden. Nun glaubt er zu spüren, dass sich das wiederholt und hat Bedenken wegen einer drohenden Operation.
    Aus leidvoller Erfahrung kenne ich das Problem der Verengung der Harnröhre, zwar nicht nach Prostatalogenbestrahlung, sondern nach Rektumbestrahlung. Auch ich fand nach einem Harnverhalt, dem eine Harnröhrenblutung vorausging, die Bougierung und Zystoskopie nicht erfreulich. Die Wahrscheinlichkeit einer Verstopfung durch Blutpfropfen ist aber jederzeit erneut möglich. Zum Glück habe ich seit 4 Monaten Ruhe, bin aber jederzeit bereit die urologische Notfallambulanz aufzusuchen.

    Wichtig ist, eine vorhandene Anastomosen-Struktur beim Urinieren nicht durch die Bauchpresse zu belasten. Dabei können oberflächliche Blutgefäße schneller Platzen. Meine Erfahrung ist, je mehr entspannt die Blasenentleerung stattfindet, um so unwahrscheinlicher ist eine erneute Blutung in der Harnröhre.

    Wenn der Urologe bereits die Anastomosen-Struktur als Ursache der Blutung festgestellt hat, wird er nur als Differenzialdiagnostik die Blase und die die Nieren schallen.

    LG Heribert

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    (Luciano de Crescenzo)

  10. #10
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    Zitat von Heribert

    Wichtig ist, eine vorhandene Anastomosen-Struktur beim Urinieren nicht durch die Bauchpresse zu belasten. Dabei können oberflächliche Blutgefäße schneller Platzen. Meine Erfahrung ist, je mehr entspannt die Blasenentleerung stattfindet, um so unwahrscheinlicher ist eine erneute Blutung in der Harnröhre.

    Ich glaube, das ist des Pudels Kern :-). Mein Mann muss beim Urinieren pressen, um die Blase voll entleeren zu können. Ich habe ihm die Beiträge gezeigt und er wird sich jetzt beim Arzt anmelden.
    Ich danke euch nochmal für eure Antworten.

    LG Ursula

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