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Thema: PSA-Anstieg

  1. #1
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    PSA-Anstieg

    Guten Abend,

    nach vielen Jahren der "Ruhe" steigt nun langsam aber stetig der PSA meines Freundes (siehe Profil) wieder an.
    Erstmals Angestiegen 06/17 von <0,02 auf 0,04.
    Nun ist er seit Januar 19 von 0,29 auf 0,54 im Mai 19 und gestern beim letzten Test auf 0.71 gestiegen.

    Hab meinem Freund gesagt, dass ich es hier mal einschreibe. Sein Urologe hat heute wohl gemeint, es sei soweit wieder eine Hormontherapie zu machen.
    Mein Freund hat jedoch auf den ersten "Schreck" erstmal abgelehnt. Ich glaub, er muss das erst mal sacken lassen.

    Scheint, als haben sich wieder Metastasen gebildet, oder? Wäre also wieder eine Hormontherapie angesagt? Oder vielleicht doch abwarten?

    Werde Profil in Kürze vervollständigen.

    Euch allen alles Gute.

    Sven

  2. #2
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    PSA-VZ etwa wie beim letzten Rezidiv: warum nicht versuchen, die gleiche Prozedur wiederholen? Die war doch erfolgreich. Also PSMA PET/CT und Stelle finden. Kann sein, dass das ein Lymphknoten im vorigen Bestrahlungsfeld ist - dann wird es wohl auf Hormontherapie hinauslaufen. Kann aber auch woanders sein, dann geht eine fokale Therapie.

  3. #3
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    Martin, vielen Dank für Deine Rückmeldung. Sieht wohl so aus als müsse mein Freund "noch ne Runde drehen" wie bereits 2014. Wie Du sagst war die Therapie ja für einige Zeit sehr erfolgreich.
    Wie jeder Betroffe hier nur zu gut weiß ist man doch schnell wieder in Angst versetzt, wenn wieder was auftritt.
    Nochmals Danke und herzliche Grüße

  4. #4
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    letztmaliger PSA-Wert meines Freundes Adolf im November ´19: 1.02
    Nun hat der Urologe ein CT mit Kontrastmittel angeordnet bei Verdacht auf Rezidiv Lymphknoten - läuft nächste Woche. Danach wohl Hormontherapie.

    Von den Erfahrungen der letzten Jahre denke ich, dass ein CT eigentlich nichts aussagt, da bei einem PSA-Wert unter 3 nichts zu erkennen ist. Richtig?

    Was sagt eure Erfahrung? Soll mein Freund jetzt gleich mit der Hormontherapie beginnen? Ich dachte eher abwarten, dann bei weiterem PSA-Anstieg ein PET-CT um abzuklären, wo evtl. ein Rezidiv sitzt. Dann entsprechende Therapie einleiten.

    Ist zu erwarten, dass auch dieses Mal eine eventuelle Hormontherapie wieder greift?

    Kann momentan nicht so richtig mit meinem Freund drüber reden, da er sehr ängstlich wirkt und nicht so gerne drüber reden will. Daher hier meine Frage an Euch was ihr darüber denkt.

    Danke

    Sven

  5. #5
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    Also bis zu einem PSA Wert über 2,0 kann man mit der Hormontherapie warten, die Urologen starten immer viel zu früh. Das verordnete CT ist unabhängig vom PSA Wert, der Radiologe sieht, ob Lymphknoten ihre Form verändert haben. Mit einem PSMA PET/CT sieht man aber deutlich mehr.

    Daher wie Martin schrieb: "Also PSMA PET/CT und Stelle finden". Dann auf zu Prof. Muacevic in München und die Metastase bestrahlen lassen. Dann kann man erstmal ohne Hormontherapie weiterleben.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Also bis zu einem PSA Wert über 2,0 kann man mit der Hormontherapie warten, die Urologen starten immer viel zu früh. Das verordnete CT ist unabhängig vom PSA Wert, der Radiologe sieht, ob Lymphknoten ihre Form verändert haben. Mit einem PSMA PET/CT sieht man aber deutlich mehr.
    .
    Eine CT ist ziemlich ungeeignet um Prostatakrebs-Lymphknotenmetastasen zu finden!!!

    Grund:

    Die Computertomografie sieht nur ob der LK normalgroß oder größer ist, aber nicht ob er eine Metastase enthält!

    Nun ist das fatala: Lymphknotenmetastasen beim Prostatakrebs sind in der Regel "Mikrometastasen". D.h. z.B. 1/4 des LK ist Metastase, aber der GESAMTE LK nicht vergößert!!!

    Daher CT bei PCA nur bei GANZ SPEZIELLEN Fragestellungen sinnvoll aber NICHT in der Routine!
    ----------------------------------------------------------
    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
    ----------------------------------------------------------

  7. #7
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    Dem kann und will ich nicht widersprechen, aber außerhalb Deutschlands wird überwiegend das CT genutzt um nach Lymphknotenmetastasen im Becken zu suchen. Mit wenig Erfolg. Nach der Biopsie hatte ich ein MRT, der Radiologe fand zwei Lymphknotenmetastasen und sagte mir, die bekämen eine runde Form, wenn sie befallen wären. Natürlich kann man dies im Anfangstadium noch nicht sehen. Aber das anschließende PSMA PET/CT zeigte drei Lymphknotenmetastasen, also war das MRT so schlecht nicht gewesen.

    Sven war ein CT verordnet worden, da wollte ich es nicht schlecht machen.

  8. #8
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    Danke Georg und Urologe für die Kommentare. Heißt dies nun, CT ist zwar okay, jedoch wenig aussagekräftig!? Soll er dann doch zuwarten, bis PSA weiter ansteigt, um dann genauer mit PET-CT Metastase gezielt zu lokalisieren?

  9. #9
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    Besser er sagt das CT ab und macht ein PSMA PET/CT. Bei einem PSA Wert von 1.02 braucht man nicht mehr zuzuwarten. Die Frage ist privat oder gesetzlich versichert? Nur die private Krankenversicherung zahlt in der Regel das PSMA PET/CT. Sonst wird es teuer.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Die Frage ist privat oder gesetzlich versichert? Nur die private Krankenversicherung zahlt in der Regel das PSMA PET/CT. Sonst wird es teuer.
    . . . und die TK bezahlt in Berlin, wie bei mir.

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