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Thema: Weiter geht´s....

  1. #11
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    Besten Dank für die Infos - ich werde in der nächsten Woche noch einmal mit dem Urologen sprechen. Der nächste PSA-Wert wird kurz vor Weihnachten bestimmt. Ich denke ein erneutes PSMA-PET/CT sollte für Anfang Januar terminiert werden.

  2. #12
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    Georg, ein F18-Cholin ist bei Prostata besser als ein FDG-PET. EIne Studie dazu: http://ousar.lib.okayama-u.ac.jp/en/56075
    Diese Studie sagt, der optimale Cutoff wäre bei PSA 1,3 nach RPE (allerdings dort nicht verifiziert nach Salvagebestrahlung): http://jnm.snmjournals.org/content/5...t_1/1451.short
    Nach Bestrahlung sind 3,7 angegeben: der von dir angegebene Wert von 2,0 wäre wohl in jedem Fall akzeptabel. Ein PSMA PET/CT sollte schon früher etwas deutlich anzeigen.

  3. #13
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    Ich hatte mich an Dr. Hofman orientiert, der auf der APCCC 2019 das FDG PET/CT in Ergänzung zum PSMA PET/CT empfohlen hatte um PSMA negativen Tumour zu lokalisieren (ab Folie 23):
    https://www.apccc.org/fileadmin/file...k_6_Hofman.pdf

  4. #14
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    Vielen Dank, Georg, für den link auf diesen Vortrag.
    Der läßt mich jetzt sorgenvoll zurück: Auf folie 26 sind die
    PSMA/FDG phenotypes dargestellt. Im Vorfeld weiss man ja nicht,
    zu welcher dieser Gruppe man gehört. Lehnt man sich nach einem PSMA PET/CT
    beruhigt zurück, so könnten doch weitere Metastasen, die erst im FDG sichtbar sind, schlummern.
    Streng genommen wäre doch die Konsequenz, zumindest beim ersten mal beide Unteruchungen
    zu machen, um festzustellen zu welchem Typ man gehört?

    Ich habe mein nächstes PSMA PET/CT in Bonn am 18. November und werde
    versuchen dieses Problem dort einmal zur Sprache zu bringen.

    Gruß
    Roland
    Meine Werte grafisch bei myprostate: hier
    PSA Verlauf unter Metabloc und Metformin: hier #253

  5. #15
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    Hallo Roland,

    darf ich sagen: hättest Du meinen PSMA PET/CT Text genau gelesen In Beitrag #2 gehe ich darauf ein: https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...408#post119408

    Ich habe dort meine Auffassung geschrieben: "Es ist aber strittig, ob man dem Patienten nicht auch damit hilft, in dem man die PSMA positiven Metastasen therapiert obwohl auch einige negative Metastasen vorhanden sind. Grundsätzlich ist die PSMA Therapie nicht kurativ sondern soll den Tumor-Progress zurückwerfen." Man geht, so weit ich im Kopf habe, von etwa 10% PSMA negativen Metastasen aus. Die sieht man auf dem PSMA PET/CT nicht, genausowenig wie Metastasen kleiner 3mm, oder bei älteren Geräten 6 mm, Größe. In Deutschland hat man bisher immer nur die PSMA positiven Metastasen therapiert und darauf basieren die in den Studien angegebenen Erfolge. Dr. Hofman hätte Patienten mit PSMA negativen Befunden nicht therapiert, ich glaube, dass wäre diesen aber lieber gewesen. Seine Studien haben etwas bessere Ergebnisse als die deutschen Studien. Was aus den abgelehnten Patienten geworden ist? Ich hätte sie als Subgruppe aufgenommen und getrennt darüber berichtet.

    Georg

  6. #16
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    Georg, die Studie von Hofman bezieht sich auf austherapierte Patienten mit hoher Metastasenlast. Wir wollen mal hoffen, dass Micha nicht darunter fällt. Das therapeutische Ziel wäre doch jetzt, eine oligometastatische Situation zu entscheiden (oder auch ein Lokalrezidiv) und im positiven Fall fokal zu behandeln. Zur Entscheidung ist jede Variante des PET/CT möglich, man muß aber die Besonderheiten berücksichtigen: FDG-PET und Cholin-PET unterscheiden nicht zwischen Krebs und Entzündung. Falsch positive Ergebnisse sind denkbar, wenn sie bei niedrigem PSA oder bei erwarteter niedriger Metastasenlast eingesetzt werden. Dazu auch https://www.sciencedirect.com/scienc...69805116300075

    Dass Hofman FDG-PET verwendet hat bedeutet nicht, dass dies besser als ein 18F- oder 11C-Cholin-PET ist. Ich habe zur Zeit keine prospektive Studie zur Hand, aber die retrospektiven Studien sehen alle das Cholin-PET vorn, z. B. hier: http://jnm.snmjournals.org/content/5...nt_1/714.short

  7. #17
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    Ich wollte mich nicht dazu äußern ob FDG-PET oder Cholin-PET besser ist, das weiß ich nicht. Ich nannte nur den Grund, warum ich das FDG PET erwähnt hatte.

  8. #18
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    Roland,

    ich habe mir die Folie 26 nochmal genau angesehen. Man muss dabei bedenken, dass hier bewusst Beispiele präsentiert werden, bei denen PSMA negative Metastasen sichtbar werden. Das ist aber die Minderheit! Ganz links ist ein ganz PSMA negativer Patient, der nur auf dem FDG PET Metatasen zeigt. Dann ein Patient der einige zusätzliche Metastasen im FDG PET zeigt, das ist worauf Dr. Hofman hinaus will, diese Patienten bekommen von ihm keine Lu177 Therapie. Dann ein Beispiel, wo PSMA PET/CT und FDG PET zum gleichen Ergebnis kommen und ganz rechts ein Patient der nur auf einem PSMA PET/CT, aber nicht auf einem FDG PET etwas zeigt.

    Nach den Studien, die Martin erwähnt hat, ist man überrascht, wie gut die Ergebnisse des FDG PETs sind. Wahrscheinlich haben sie in Melbourne, dem führenden Krebszentrum Australiens, ein besonders gutes Gerät.

    Du hast Recht, wenn man vorher wissen will, ob man PSMA negative Metastasen hat, sollte man neben dem PSMA PET/CT auch ein Cholin oder FDG PET machen lassen. Nach den Studien, die Martin erwähnt hat, wäre ein Cholin PET sogar besser. Hängt alles auch davon ab, welche Therapie man anschließend im Auge hat. Kann auch sein, dass das PSMA PET/CT und das Cholin PET von unterschiedlichen Radiologen beurteilt werden und man die Bilder nicht so schön, wie auf den Folien, nebeneinander legen kann.

    Georg

  9. #19
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    Hallo zusammen,

    eine sehr spannende Diskussion - das PSMA-Pet/CT wurde mit F-18-PSMA durchgeführt. Die Alternativen werde ich auf jeden Fall besprechen.

    Michael

  10. #20
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    Danke Georg, für deine Erläuterung, und, natürlich habe ich nicht nur deinen PSMA PET/CT Text aufmerksam, sondern alle deine Texte gelesen.

    Ich war an den Bildern dieser Folie besonders interessiert, da ja in meinen Biopsie-Präparaten durch die Pathologie Bad Berka nur 40% mäßig PSMA positiv bescheinigt wurde. Ich sehe aber auch, dass die Patienten von Dr. Hofman in einer anderen Situation sind, so bin ich doch sicherlich noch nicht austherapiert und habe - hoffentlich!- auch erst eine geringe Metastasenlast. Das Interessante an diesem Vortrag und an den papern, die Martin genannt hat, ist für mich die Möglichkeit, durch Cholin oder FDG-PETs auch PSMA negative Metastasen evtl. abbilden zu können.

    Diese Möglichkeit möchte ich am nächsten Montag in Bonn ansprechen.

    Entschuldige, Michael, dass ich hier etwas von deinem unmittelbaren Problem abgewichen bin.

    Roland

    PS: das darf natürlich heute trotz allem nicht fehlen: Alaaf und helau aus Düsseldorf
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    PSA Verlauf unter Metabloc und Metformin: hier #253

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