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Thema: Zuckerfreie Ernährung

  1. #1
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    Zuckerfreie Ernährung

    Hallo in die Runde
    Hat jemand Erfahrungen mit zuckerfreier/ Zuckerarmer Ernährung? Wie wirkt sich das auf das Tumorgeschehen aus und bringt der Verzicht eine Lebensverlängerung?
    Danke für Erfahrungswerte
    Martina

  2. #2
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    Nach über 20 Jahren als Diabetiker,der Zucker weitestgehend vermeiden muss, kann ich nur sagen, dass es den Tumor nicht verhindert hat. Schon garnicht die ewig lange Einnahme von Metformin 1000.
    Gruss
    Reinhard

  3. #3
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    Verzicht auf Zucker alleine ist sinnlos. Alle Kohlenhydrate müssen weggelassen werden. Das Stichwort ist "ketogene Diät" (--> Internet). Die Experten streiten, ob das irgendwas bringt.

  4. #4
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    Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Wenn es nachweislich hilft....
    Dann geht man viele Wege, nimmt Bemühungen auf sich....
    Ich fürchte, sonst ist es für meinen Vater ein Verlust von Lebensqualität. Mit Mitte 70 und gute Hausmannakost gewohnt, abends mal Eis oder Schokolade( dunkle Schokolade) oder Kekse zum Fernsehen...
    So würde ich ihm den Verzicht wohl eher nicht anraten...
    Martina

  5. #5
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    Hallo Martina,
    ich würde Dir zum Buch “Krebs mag keine Himbeeren“ raten!
    Gruß
    Lothar

  6. #6
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    Danke für die Empfehlung, Lothar
    Martina

  7. #7
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    Hallo zusammen,
    ich möchte gerne dieses Thema nochmal aufgreifen. Ich bemühe mich heute schon den ganzen Tag herauszufinden, welche Menge an Zucker beziehungsweise welche Menge an Fruchtzucker für fortgeschrittenen Prostatakrebs sinnvoll sind.
    Bisher waren wir ( meine Frau und ich, meine Frau hatte sich hier ausführlich informiert ) der Meinung, wo es geht auf Zucker zu verzichten, Zucker aus Beeren, Feigen, Äpfeln etc. schadet nicht.
    Nun bin ich aber auf sehr gegensätzliche Aussagen gestossen, in welchen sogar steht, Fructose , also der natürlich Fruchtzucker sei noch schädlicher ?
    Das Buch Krebszellen mögen keine Himbeeren besitzen wir , allerdings stehen keine Aussagen in dem Buch wieviel Gramm Zucker sinnvoll sind.

    Es wäre mir und meiner Frau wirklich geholfen ( Psyche spielt ein wenig verrückt ) wenn sich einige der schon länger von Prostatakrebs betroffenen äußern würden, wie sie sich betreffend Zuckeraufnahme verhalten und welche Rolle der industrielle und natürliche Zucker spielt.
    Vielen Dank.

  8. #8
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    Spurenelemente (Selen, Zink, usw.) sind Atome und was oben reingeht wird innen aufgenommen oder kommt wieder raus. Der Körper kann keine Atome synthetisieren. Für diese Elemente gibt es einigermaßen begründete Mengenempfehlungen, und Mangel oder Überfluß läßt sich häufig im Blut nachweisen.
    Kohlenhydrate (wie z.B. Zucker), Fette und Eiweiße sind Moleküle: was oben reingeht wird innen umgebaut und verwertet oder kommt verändert wieder raus. Dazu benutzt der Körper Enzyme. Die Art des Zuckers ist daher egal. Nimmt man wenig Zucker zu sich, werden Enzyme angeschaltet, die Eiweiß und Fett in Zucker verwandeln helfen. Also ist es ziemlich sinnlos (und von Buchautoren grob fahrlässig), Mengenangaben zum "gesunden" Zuckerkonsum zu machen, ohne zugleich auch deutlich Eiweiße und Fette zu reduzieren. Nämlich erst dann kommen Enzyme ins Spiel, die die Ketonkörper bilden, eine alternative Energieversorgung. https://de.wikipedia.org/wiki/Ketogene_Di%C3%A4t
    Ob das allerdings gesund ist, ist Glaubenssache. Leider verfügen Krebszellen über die selben Mechanismen wie die gesunden Zellen und können ebenso von Glukose auf Ketonkörper umstellen. Es wird postuliert, dass Krebszellen empfindlicher sind (wegen ihrer beschädigten DNA), ohne dass das für die Ketonverwertung nachgewiesen ist. Aufgrund der hohen Teilungsrate findet nach neueren Forschungen eine Selektion hin zu Keton-verwertenden Krebszellen statt, die dann, da sie beide Energieträger benutzen können, noch gefährlicher sind, so daß manche Experten von dieser Diät abraten.

    Wenn ich aus der Himbeere oder tausend anderen Pflanzen einen Stoff extrahiere und ihn in hoher Dosis auf eine Zelllinie tropfe und jene dann stirbt oder zumindest ein verringertes Wachstum zeigt, bedeutet das (leider) nicht, dass ich in den Mund die Himbeere, wie auch immer konzentriert, einführe und ihr Inhalt genauso bei den Krebszellen ankommt. Die Kunst ist ja gerade, die zelltötenden Stoffe (a) NUR an die richtigen Zellen (die Krebszellen) heranzuführen und (b) sie in diese eindringen oder an die richtigen Rezeptoren andocken zu lassen.

  9. #9
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    Danke für die ausführlichen Informationen MartinWK.
    Leider bin ich wissenschaftlich nicht so versiert, aber ich denke , ich kann Deinen Ausführungen folgen.

    Mir war bisher nicht bekannt, das der Warburg Effekt wohl nur im Labor erkannt wurde, Wie ich gelesen habe , haben Forscher 9 Jahre lang Untersuchungen in Bezug auf den Warburg Effekt betrieben und festgestellt, das Zucker das Tumorwachstum stimuliert. Allerdings wie ich es verstanden habe, eben auch nur im Labor.
    Wenn jetzt also in einer Petri Schale Krebszellen sind und in einer anderen gesunde Zellen dann wurde festgestellt , das Krebszellen mehr Zucker verstoffwechseln.

    Und da glaube ich , Deinen Ausführungen zufolge, welche logisch klingen, hinkt der Vergleich Petri Schale mit dem Organismus eines Körpers, denn wie Du beschreibst , sollte kein Zucker zugeführt werden, holt sich der Stoffwechsel seinen Zucker durch Umwandlung von Fett und Proteinen.

    Somit mag es wohl richtig sein, wenig Zucker aufzunehmen, weil er ja auch nicht unbedingt gesund ist, ( Übergewicht , Zahnprobleme etc. ) aber zur Bekämpfung von Krebszellen bringt es wohl nichts.

    Reiner


  10. #10
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    Warburg hatte auch nie behauptet, man könnte Krebs mit Zuckerreduktion bekämpfen. Aber er hatte mit allen seinen Forschungen recht behalten. 1966 hatte er mit 82 Jahren bei der Nobelpreisträgerversammlung in Lindau noch gesagt:
    Ich bin zu alt Euch noch zu überzeugen, aber Ihr werdet es irgendwann selbst herausbekommen.
    Allein seine Schüler haben nochmal 5 Nobelpreise bekommen. Er war der genialste Biochemiker aller Zeiten.

    Und wo stehen wir heute ? 2012 wurde das milliardenteure Krebsgenomprojekt mit dem Ergebnis beendet, dass kein Zusammenhang zwischen Krebs und Genmutationen besteht. Krebs ist eine Stoffwechselerkrankung. Das Mutieren der Gene ist Symptom, aber nicht die Ursache. Warburg hatte recht, und 70 Jahre Krebsforschung waren für die Katze.

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