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Thema: Geht es jetzt schnell?

  1. #11
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    Wenn die Urologin nichts mehr tun kann, sollte man einen anderen Arzt fragen, ob er noch etwas tun kann. Dazu würde ich aber nicht die Urologin bitten, sich zu erkundigen sondern mich selbst beraten lassen. Wenn Dein Vater nichts zu verlieren hat, kann er doch selbst zur MHH fahren und dort einen Termin machen. Die bieten Zweitmeinungen an. Vielleicht kann man die Lu177/Ac225 Therapie doch machen, wenn kein Nierenstau vorliegt. Ich würde mir das nicht nur aus zweiter oder dritter Hand mitteilen lassen.

    Nach einer Chemo kann man wieder Zytiga, Xtandi oder eben Erleada versuchen. Ich gebe LowRoad Recht, es ist wahrscheinlich kein großer Unterschied zwischen Xtandi und Erleada.

    Zur Frage ob es schnell geht. Irgendwann drückt der Tumor die Wirbel auseinander und kann damit den Tod verursachen. Wann das ist, kann ich von hier aus wirklich nicht beurteilen, ich würde noch einige Monate abschätzen, u.U. auch länger. Man muss wissen, wie der Tumor aktuell wächst, dies wissen nur die behandelnden Ärzte an Hand der Bildgebung. Solange die Metastasen nur an den Rippen sitzen, verursachen sie vor allem Schmerzen. Gefährlicher sind Lebermetastasen.

    Georg

  2. #12
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    Hallo Bianca,
    aufgrund der sehr fortgeschrittenen Erkrankung deines Schwiegervaters, wäre eine gute Palliativversorgung eine mögliche Option.

    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...029#post117029

    Unter diesem link habe ich angefangen, Material zur Palliativversorgung zusammenzustellen.
    In #2 und # 7 finden sich Unterlinks zu ausführlichen Ratgebern zur Palliativversorgung. Verständlich geschrieben und informativ.

    Zitat aus #7:
    Aber sogar noch in einer Phase, in der Heilung kaum noch wahrscheinlich ist, kann die Lebenszeit durch eine gute Palliativversorgung oft deutlich verlängert und qualitativ verbessert werden. Dies gelingt, weil belastende Therapiemaßnahmen verringert oder Symptome so wirksam gelindert werden, dass der Patient wieder mehr Kraft zum Leben findet. Kraft zum Leben, Kraft auch zum Essen, Trinken, Bewegen,Kraft für das Immunsystem oder schlicht Kraft für Freude am Leben!“

    Weitere fundierte Informationen zur palliativen Behandlung im Kapitel 18 des Basiswissens.

    Alles Gute
    Franz


  3. #13
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    Hallo Franz und Georg!

    Diesen Vorschlag, selber noch mal Rat in der MHH zu suchen, finde ich sehr gut. Auch das werde ich meinem Schwiegervater vorschlagen.
    Ich werde mal schauen, ob er mit mir über seinen Verlauf sprechen möchte. z Z. Hilft es ihm scheinbar darüber zu reden!
    Ich weiß er hat nach Xandti noch was gemacht, aber ich kenne die Namen der Wirkstoffe nicht.
    Auch den PSA Verlauf werde ich noch mal erfragen!
    Auf seine Leber sprach ich gestern direkt an, ob da alles in Ordnung sei, er sieht nämlich sehr gelb aus! Er meinte aber,m da ist alles gut!
    Kann das eine Nebenwirkung der PMSA Behandlung sein?
    Ich melde mich auf jeden Fall, wenn ich Genaueres sagen kann.

    Vielen Dank für eure Hilfe
    LG Bianca

  4. #14
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    Hallo Bianca,

    jetzt habt ihr den Rat von drei engagierten und sehr kompetenten Forumsmitglieder erhalten.
    Ich würde kurzfristig eine Zweitmeinung bzw. Therapiemöglichkeiten beim MHH einholen.
    Dafür sollte die bisherige Therapieabfolge insbesondere Hormonbehandlung und Chemotherapie aufgearbeitet werden.
    Ihr solltet zu Zweit hinfahren.
    Eine sehr gelbe Hautfarbe deutet auf eine Gelbsucht hin und könnte auf eine Leber- und/oder Gallenblasen/-wege-Erkrankungen hindeuten. Deshalb sollte der Bilirubinwert überprüft werden.

    Von einer „Endzeitstimmung“ halte ich persönlich nichts.
    Wir haben meine Schwiegermutter/Mutter nach schwerer Erkrankung zu uns genommen und über 14 Jahre gepflegt.
    Sie hatte fast alles: Schlaganfall mit Aphasie, 3 Gelenk-OPs, 2 schwere Lungenentzündungen, zuletzt Gallenblasenwegekrebs.
    Sie und wir waren glücklich miteinander und sie hatte noch 14 behinderte schöne Jahre.
    Also Kopf hoch!
    Liebe Grüße
    Lothar

  5. #15
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    Lieber Lothar,

    Vielen Dank für deinen und den Rat der anderen!
    Es hat mir schon mal geholfen, mit euch zu schreiben und aus dieser Zuversicht kann ich wieder Kraft schöpfen.
    Ich werde mich melden und bin wirklich sehr dankbar.

    Ich wünsche auch euch einen guten Weg, toll dass es dieses Forum gibt!

    Liebe Grüße Bianca

  6. #16
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    Liebe Bianca,

    auch Euch einen guten und langen Weg; Manni, Dir und der Familie.
    Seid zuversichtlich. Neben der Therapie sind Zusammenhalt, Glaube und Liebe mindestens genau so wichtig.

    Liebe Grüße an Alle
    Lothar

  7. #17
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    Hallo ihr Lieben!

    Ich habe nun das Profil bearbeitet und ergänzt, der Brief der MHH beschreibt natürlich noch genauer den PET-Befund aber das wäre zuviel!
    Ich habe heute mit Manni gesprochen und durfte das hier eintragen.
    Mir ist heute schlagartig klar geworden, was Manni alles schon durch hat.
    Zwischenzeitlich war wenig Kontakt oder es hieß immer:"Mir gehts gut".
    Man fragt dann natürlich nicht was nimmst du gerade oder wie heißt das Medikament.
    Wie ihr erlesen könnt ist die Chemo völlig an mir vorbeigegangen, ich schrieb ja er hatte keine.
    Der Kontakt ist jetzt wieder enger und wir konnten gut reden. Ich habe ihm angeboten, weiterhin alles mit ihm zu erledigen oder in Erfahrung zu bringen, was nötig ist.
    Bei der MHH will er auch noch mal um Rat fragen.

    Ich bin dankbar für sein Vertrauen.

    Vielleicht wird ja noch einer von euch schlau aus den Daten, es tut mir leid, dass ich vorher so wenig bzw. sogar falsches angegeben habe!

    Ganz liebe Grüße

    Bianca

    P.S. heißt das: Weitesgehend verlaufskonstante vereinzelt PSMA positive Lymphknotenmetastasen links parailiakal bzw. retroperitoneal/paraaortal

    Dass er doch Metastasen in den Lymphknoten hat?
    Er selbst meinte da ist nix.
    Ich hab bestimmt noch Fragen zu einigen Begriffen, versuche aber auch Google zu nutzen, um nicht ständig das Forum zu beanspruchen🙈

  8. #18
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    Bianca,

    Dein Schwiegervater hat ja wirklich alles hinter sich. Verschiedene Chemos und PSMA Lu177 Therapie. Allerdings könnte man noch eine PSMA Therapie, nicht mit Lu177 sondern Actinium 225, durchführen. Dies wirkt besser bei Knochenmetastasen und so ganz kann ich nicht verstehen, warum man dies bei der MHH nicht angewendet hat. Jedenfalls hat man offenbar die Lu177 Therapie abgebrochen, da sie nicht mehr gewirkt hat. Dann könnte man es wohl noch mit Actinium versuchen. Es kann sein, dass dies an der MHH nicht angeboten wird, dann müsste Dein Schwiegervater an eine andere Klinik, die das anbietet. Das sind eine ganze Reihe von Kliniken.

    Georg

  9. #19
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    Hallo Georg,
    Ja das hat er, ich war auch erschrocken.
    Abgebrochen wurde wohl, weil sein Knochenmark geschädigt wurde.
    Sie sagten zu ihm: wenn wir jetzt weitermachen, hauen wir nicht den Metastasen mit nem Knüppel auf den Kopf, sondern Ihnen. Wir können das nicht verantworten.
    Ist da dein Vorschlag mit Actinium evtl. auch eher kontraindiziert?
    Ich werde mal schauen, ob ich was in Erfahrung bringen kann bezüglich Actinium.

    Lg Bianca

  10. #20
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    Bianca,

    so wie ich den Bericht verstehe, ist der PSA Wert während der PSMA Therapie erstmal nur wenig gefallen und zuletzt trotzdem stark gestiegen. Es machte daher keinen Sinn, diese Therapie fortzuführen. Das lag nicht so sehr am Knochenmark oder den Nierenproblemen. Eine PSMA Therapie mit Actinium kann aber wirken, wenn Lu177 nicht (mehr) wirkt. Ich weiß nicht ob die MHH diese Therapie anbietet.

    Georg

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