Ergebnis 1 bis 9 von 9

Thema: PET-CT

  1. #1
    Registriert seit
    31.08.2019
    Ort
    Mühlheim am Main
    Beiträge
    4

    PET-CT

    Nach meiner RPE im April 2018 stieg der PSA Wert im Januar 2019 wieder auf 0,27.
    Ab März 2019 wurde eine Strahlentherapie mit 39 Dosen verabreicht.
    Während der Bestrahlungszeit stieg der PSA Wert auf 0,63.
    Da ich sehr verunsichert bin würde ich gern ein PET CT machen lassen.
    Ist das sinnvoll? Die Kasse will jedenfalls die Kosten nicht übernehmen.
    Mein Urologe meinte das es bis zu 2 Jahren dauern könnte bis der PSA Wert unten ist.
    Gleason-Score war 8 bioptisch, nach OP hytologisch 7b.
    Ich habe Angst das der Krebs sich weiter ausbreitet.

  2. #2
    Registriert seit
    06.03.2017
    Beiträge
    949
    Es hilft zwar nicht dir, aber vielleicht anderen, wenn ich zunächst sage, dass das PET/CT vorher sinnvoll gewesen wäre. Dazu gibt es u.a. diese Studie aus 2016: https://ejnmmires.springeropen.com/a...550-016-0233-4
    "Treatment was changed in 19/45 (42.2 %) patients, e.g., extending SRT to metastases (9/19), administering dose escalation in patients with morphological local recurrence (6/19), or replacing SRT by systemic therapy (2/19)." Das PET/CT hat bei rund 40% der Patienten die Behandlung geändert.
    Diese Studie spricht von 60%: https://link.springer.com/article/10...259-018-4203-0
    Dazu gibt es noch viele weitere Veröffentlichungen mit ähnlicher Aussage.
    Endgültig wird man das wohl erst nach dieser Phase-III-Studie sagen können: https://bmccancer.biomedcentral.com/...885-018-5200-1
    (dann werden es die Kassen auch bezahlen - müssen).

    Ab einem PSA von 0,5 (nach RPE) kann das PSMA PET/CT Ergebnisse liefern. Eine erfolgreiche Radioligandentherapie wird durch eine Erfolgskontrolle nach 1-2 Monaten festgestellt: durch ein PSMA PET/CT, was weniger anzeigt als vorher, bestätigt durch den gefallenen PSA-Wert. Also würde ich erwarten, dass 6 Monate nach erfolgreicher EBRT kein kritischer Level von PSMA in der Prostataloge mehr gefunden werden wird, und umgekehrt bei Mißerfolg das PET/CT anschlägt, eventuell an anderer Stelle im Körper. Bezüglich Prostataloge sollte das unabhängig von den genannten zwei Jahren und dem häufig zitierten "PSA-Bounce" sein; und wenn die PSA-Quelle woanders ist, spielt die fokale Bestrahlung sowieso keine Rolle.
    Studien, wie genau die PSMA-Expression nach EBRT sich zeitlich ändert, kenne ich aber keine.

  3. #3
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    484
    Hallo Stephan,

    Erst mal willkommen hier bei uns im Klub (wo fast niemand freiwillig Mitglied werden will, aber es kostet ja auch nichts:-).

    Es fehlen eigentlich noch Informationen, um sich ein besseres Bild von Deiner Ausgangslage zu machen. Zum Beispiel:
    Wie war der PSA Verlauf vor der OP / nach der OP (jeder einzelne Zeitpunkt) ?
    Wie war die Tumorklassifikation (T2 b,c, T3) ? R0 oder R1 ?
    Wieviele Lymphknoten wurden während der OP entnommen und untersucht ?
    War die Bestrahlung nur in der Prostata-Loge oder auch Lymphabflusswege ?

    Martin hat völlig richtig gesagt, dass eigentlich vor der Bestrahlung bei PSA 0.27 eine PSMA PET angezeigt gewesen wäre.
    Bei mir z.B. hat man bei PSA 0.09 schon mit einer PSMA/PET eine Knochenmetastase entdeckt, die dann gleich mitbestrahlt werden konnte.

    An einen Bounce glaub ich nicht bei einer Bestrahlung mit diesem tiefen PSA Wert. Wenn der nächste PSA Wert wieder noch höher ist, würde ich
    auf einer PSMA PET CT/MRT bestehen auch wenn man es vielleicht selber bezahlen muss.

  4. #4
    Registriert seit
    31.08.2019
    Ort
    Mühlheim am Main
    Beiträge
    4
    vielen Dank für eure Antworten.
    PSA vor der OP 4,3.
    Nach der OP 0,09
    0,06
    0,11
    0,27
    0,63 während der Strahlentherapie
    0,44 nach der Strahlentherapie

    Tumor pT3a
    R0
    6 Lymphknoten ohne Befall
    Bestrahlung nur Prostataloge

  5. #5
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    484
    Ok, das ist ja schon mal ein sehr gutes Zeichen, dass sich der PSA Wert jetzt nach der Strahlentherapie doch schon auf 0.44 reduziert hat.
    Solange es abwärts geht, würde ich kein PSMA PET machen, erst wenn es wieder deutlich aufwärts geht.
    Alles Gute.

  6. #6
    Registriert seit
    06.03.2017
    Beiträge
    949
    Gleason 7b, pT3a, niedriger PSA vor RPE, und vor allem die kurze Verdoppelungszeit von weniger als 3 Monaten (ich nehme mal an, dass im Abstand von 3 Monaten gemessen wurde): da könnte es mit einer Standard-Logenbestrahlung nicht getan sein. Ein PET/CT jetzt könnte die kurative Option erhalten.

  7. #7
    Registriert seit
    31.08.2019
    Ort
    Mühlheim am Main
    Beiträge
    4
    Habe jetzt doch grünes Licht von der Kasse für das PET-CT erhalten.
    Am 17.09. fahre ich nach Berlin ins DTZ.Hat jemand Erfahrung mit denen?
    Gibt es nach der Untersuchung ein Arztgespräch?

  8. #8
    Registriert seit
    23.01.2016
    Ort
    Europa
    Beiträge
    512
    Zitat Zitat von Stephan54 Beitrag anzeigen
    Am 17.09. fahre ich nach Berlin ins DTZ.Hat jemand Erfahrung mit denen?
    Gibt es nach der Untersuchung ein Arztgespräch?
    Moins,
    ja es gibt ein Arztgespräch, der Arzt erklärt den Befund und hat mir auf den Bildern gezeigt wo die Metastasen sind, sind richtig deutlich zu sehen, die Bilder habe ich mitbekommen, auch die CD's.
    Ich war mit der Behandlung und den Mitarbeitern zufrieden, ich war am 31. Mai 19 im DTZ.

  9. #9
    Registriert seit
    31.08.2019
    Ort
    Mühlheim am Main
    Beiträge
    4
    Hallo Stefan,
    vielen Dank für dein Feedback!

    Gruß
    Stephan

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •