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Thema: Überraschungsdiagnose - Wie einzuordnen, was tun ?

  1. #11
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    Berema, ich habe keinen Tropfen Blut gesehen. Aus der Tür gegangen und alles war vergessen.

  2. #12
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    Michi, du hattest ein fortgeschrittenes PCa in fast allen Stanzen, welches massiv behandelt wurde. Da war es (im Nachhinein) egal, ob die Stanzen möglichst in gleichen Abständen die Prostata abdecken und ob verdächtige Stellen gezielt getroffen werden.
    Werner hat es nochmal auf den Punkt gebracht.

  3. #13
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    Und was hat das jetzt mit Nachbluten zu tun.

  4. #14
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    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen

    Die kognitive Biopsie (die auch in der Praxis frei Hand durch den Arzt gemacht wirde) liefert keine genaue Lokalisation. .
    Das ist nur abhängig vom Urologen/Pathologen Gespann, nicht von der Art der Gewebegewinnung

    https://images.app.goo.gl/L9eSAjd36xrRbkiC6

    preembedded, nummeriert und markiert hat man(n) ganz klare Zuordnung.
    Template Fusion, dann aber in EINEN Topf (habe ich schon erlebt!) bringt nichts.

    Auch bei der transrektalen Biopsie kann man ganz genau die Lokalisation festlegen - kostet nur mehr Mühe
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    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
    ----------------------------------------------------------

  5. #15
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    Die wird doch mit dem selben Ding gemacht mit dem er einen Ultraschall macht. Da sieht er doch bestimmt wo er hin sticht.

  6. #16
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    Jetzt ist es "amtlich". 16 Stanzen waren eindeutig. Es ist ein Prostatakarzinom, auch garnicht mehr klein. OP-Vorgespräch in 14 Tagen. Nächste Hoffnung ist nun, dass keine Metas vorhanden sind. Vor 14 Tagen PSA 16, Prostata 29 ml, jetzt 32 ml. Ich hoffe, dass das ständige, nur zeitweise unterbrochene Kribbeln (als wenn ein Reizstrom durchfliesst) seitlich an einem bestimmten Brustwirbel einen anderen Hinterrgund hat. Und ich hoffe, dass das tägliche stundenlange "Leben" (ständiges pulsieren und kribbeln) im Prostatabereich nicht Anzeichen für einen besonders aggressiven Tumor ist. Muss das erstmal verdauen.

    Aber eine Frage schon jetzt: Hat jemand Erfahrung oder Informationen zur CAR-Zell-Therapie bei soliden Tumoren, speziell natürlich bei Prostatakarzinome ? In den USA und China laufen auch zur Prostata entsprechende Studien und Anwendungen. Nur Europa ist bei CAR-Zell-Anwendungen bei soliden Tumoren leider nahezu abgehängt. Ich finde nichts bei uns im Land.

  7. #17
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    Wenn Du wissen willst, ob der Tumor gestreut hat und wo sich die Metastasen gebildet haben, musst Du ein PSMA PET/CT machen lassen. Das erkennt diese Metastasen. Das übliche CT/MRT und Knochenszinitgramm ist zwar preiswert, aber nicht so genau.

    Wichtig wäre aber jetzt die Angabe, welcher Gleason Score ermittelt wurde. OP-Vorgespräch weist ja auf die geplante Therapie hin, aber es gibt auch die Möglichkeit der Bestrahlung und andere Therapien. Ich würde eine OP nur in einem zertifizierten Prostatakrebszentrum machen lassen, auch wenn Dein Urologe sehr nett ist. Mit Eile erreichst Du jetzt nichts, sechs Monate zwischen Diagnose und Therapie machen keinen Unterschied. Die CAR-T Zell Therapie wird auch in den USA nur in Studien durchgeführt, jedenfalls beim Prostatakrebs.

  8. #18
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    Gleason-Score
    Probe 1: 3+3 (50%)
    Probe 2: 3+3 (1%)
    Probe 5: 4+3 (80%)
    Probe 7: 3+4 (30%)
    Probe 8: 3+4 (49%)
    Probe 9: 3+3 (3%)
    Probe 13: 4+3 (5%)
    Probe 15: 3+3 (90%)
    Probe 16: 3+3 (10%)

    Aktuelles Graduierungssystem: Graduierungsgruppe 3 (von 5).

    Proben 1,2,5,7-9,13,15,16: Teils mikroglandulär, teils glomeruloid wachsendes Adenocarcinom der Prostata.
    Proben 3,4,6,10-12,13: Gruppen teils atrophierter, teils hyperplastischer Drüsen sowie einer leichten chronischen interstitiellen Prostatitis.

    Mein Hausarzt hat auf die Schnelle ein Skelett-Sciniti veranlasst, ist aber ohne Nachweis von Absiedlungen. Ich habe hier gelernt, dass ein PSMA PET/CT das besser geeignete, weil genauere Verfahren ist. Frage: Wenn beim PSMA PET/CT aber Absiedlungen gefunden würden, fände die OP dann noch statt, oder würde man stattdessen nur noch mit Hormonspritzen behandeln ?

  9. #19
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    Deine Frage trifft genau das Problem. Die Leitlinie geht davon aus, dass kein PSMA PET/CT gemacht wird und wenn mit CT und Knochenszintigramm keine Metastase erkannt wird, sollte operiert werden. Ansonsten wäre Hormontherapie richtig, evtl. noch mit stärkeren Mitteln kombiniert. Das PSMA PET/CT wird jedoch Metastasen zeigen, bei 4+3 ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch. Die allerwenigsten Ärzte werden dann sagen, die gibt es nicht, da nicht mit CT/Knochenszinitgramm feststellbar, also trotzdem Operation.

    Die Überlegung geht ja weiter, bei der Operation werden auch Lymphknotenmetastasen entnommen um zu prüfen, ob der Tumor gestreut hat. Früher hat man dann die Operation abgebrochen, wenn diese befallen und der Tumor also gestreut hatte, heute führt man die Operation zu Ende und entnimmt großzügig Lymphknoten um möglichst viel Tumor zu entfernen. Unter diesem Gesichtspunkt wäre eine Operation auch bei sichtbaren Lymphknotenmetastasen im PSMA PET/CT richtig.

    Wenn Du Dich entschieden hast, eine Operation machen zu lassen, so würde ich das PSMA PET/CT nach der Operation machen lassen. Und den Arzt bitten angesichts des Gleason 4+3 eine erweiterte Lymphknotenentnahme zu machen. Dies wäre die Entscheidung eines Arztes, der bei mit einem PSMA PET/CT erkennbaren Lymphknotenmetastasen operieren würde.

    Ich würde aber eine OP nur in einem zertifizierten Prostatakrebszentrum machen lassen, auch wenn Dein Urologe sehr nett ist.

    Georg

  10. #20
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    Vielen Dank für die Infos. Hatte mich zwar gefreut, dass auf dem Scintigramm nichts zu sehen ist, aber wenn das PSMA PET/CT bei den Werten trotzdem Lymphknotenmetastasen anzeigen wird, dann bringt das Knochenscintigramm tatsächlich nicht viel.

    "Wenn Du Dich entschieden hast, eine Operation machen zu lassen, so würde ich das PSMA PET/CT nach der Operation machen lassen. Und den Arzt bitten angesichts des Gleason 4+3 eine erweiterte Lymphknotenentnahme zu machen. Dies wäre die Entscheidung eines Arztes, der bei mit einem PSMA PET/CT erkennbaren Lymphknotenmetastasen operieren würde."

    Das ist ein guter Hinweis. Werde ich tun. Danke !

    Ich hoffe, dass ich einen möglichst kurzfristigen OP-Termin zur Prostataentfernung bekomme. OP würde in dem selben zertifizierten Prostatazentrum stattfinden, welches auch die Biopsie durchgeführt hatte.

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