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Thema: starke Wassereinlagerungen

  1. #1
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    starke Wassereinlagerungen

    Hallo liebe Leute,

    ich schreibe heute hier ins Forum in purer Verzweiflung und Angst.
    Mein Papa wurde vor 14 Jahren mit Prostatakrebs diagnostiziert. Nachdem er nun diverse Medikamente in den letzten Jahren genommen hat, war Mitte diesen Jahres eine Chemo mit Docataxel dran. Das letzte CT (vor der Chemo) zeigte 4 Knochenmetastasen, durch die Chemo sank sein PSA von 52,8 auf 13,4 bis jetzt, die letzte Gabe ist erst 3 Wochen her und der Arzt meinte und so habe ich es auch dem Forum entnommen, kann die Chemo bis zu einem halben Jahr nachwirken.

    Jetzt aber zu dem eigentlichen (zwischen 100 anderen) Problemen. Mit der 3. Gabe Docataxel hat alles angefangen. Immer Abends hatte mein Papa ganz dicke Füße, die dann morgens immer abgeschwollen waren. Das ging 2 Wochen so, bis das Wasser dann morgens nicht mehr weg war und sich im laufe des Tages auch verschlimmerte. Seine Beine wurden immer dicker und dicker. Die Ärzte (Kardiologe,Allgeminmedizinerin, Urologe) fanden keine Ursache. Der Urologe meinte das käme nicht von der Chemo, wobei ich mittlerweile mehrere Beiträge gelesen habe wo andere Patienten das auch beschreiben, aber halt nie in so schlimmer Form. Er wiegt normalerweise um die 92kg, mittlerweile sind es 99kg. Gibt es hier jemanden der eine solche Erfahrung gemacht hat?

    Er hat von den Ärzten dann Wassertabletten 40mg verschrieben bekommen, dann wurde auf 80mg erhöht, dann wurde im intravenös etwas gespritzt was dann endlich Wirkung zeigte. Die Beine verloren an Umfang. Zusätzlich geht er 3 mal die Woche zur Lymphdrainage und somit ging es einigermaßen besser. Er sagt aber er hat starke Schmerzen beim laufen... das Spritzen wurde dann eingestellt und nun, nach ca 2 Wochen geht das ganze wieder los. Er hat innerhalb von 3 Tagen 4 Kilo zugenommen. Auch sein Gesicht ist dicker als normal und seine Beine sowieso. Woran kann das liegen? Wie schon gesagt, wir vermuten eigentlich das das von Docataxel bzw der Kortisonspritze kommt, nur jetzt 3 Wochen nach der letzten Gabe sollte es doch dann langsam abklingen und nicht schlimmer werden oder? Außerdem sagt er, das Wasser würde ihm aus den Augen und den Ohren laufen, kann das denn sein? Er ist so verzweifelt, denn immer wenn er denkt es geht Bergauf kommt wieder was... Wer kann dazu etwas sagen? Hat vllt ähnliche Symptome oder hat eine Idee der Ursache??

    Sorry für den langen Text, ich hab einfach draus los getippt.
    Ich freu mich über jeden Hinweis und jeden Rat.

    Lieben Gruß
    Katharina

  2. #2
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    MRT vom kleinen Becken machen. Es önnen Lymphknotenmetastasen sein, die den Abfluss behindern. Beine wickeln oder exakt angemessene Kompressionsstrümpfe Kompressionsgrad 2.
    Nicht zu sehr beim Sitzen die Hüften einknicken (keine 90°). Wann immer möglich die Beine mit einem Stufenkissen hochlagern über Herzhöhe (auch hier Abknicken vermeiden)
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    Gruss
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  3. #3
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    Aber das würde ja heißen, dass die Metastasen während der Chemo gewachsen sind oder? Vorher waren jedenfalls keine bekannt.
    Und zwischenzeitlich lief es ja ab, würde das passieren wenn es Metastasen wären? Kompressionsstrümpfe hat er jetzt anfertigen lassen, jedoch helfen diese doch auch nur für das Wasser in den Beinen und nicht für den Rest des Körpers...

    Sind Ihnen denn Fälle bekannt die aufgrund der Chemo solche Symptome hatten?
    danke für Ihren Rat.

  4. #4
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    Ja, unter Chemo bekannt
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    Gruss
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  5. #5
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    Hallo Katharina,

    Bei Kortison, Chemo, Lymphknoteneinengungen im Becken und Leiste ein fast typisches Krankheitsbild.
    Die Kompressionsstrümpfe können helfen, aber auch das Hochlegen der Beine, ( siehe FS ) viel besser noch das Aktivieren der Venenpumpe in den Beinen durch 10 maliges in die Hocke gehen, langsam aufrichten. Das 4 x am Tag.
    Überprüfe die Bronchienkapazität. Hierzu gibt es ein einfaches Gerät, wo das starke Einatmen 3 Bälle nach oben anheben soll. Kommen die Bälle nicht hoch oder nur 2, die Bronchien überprüfen lassen.
    Reduziere die Tabletten gegen XYZ, Brennesseltee entwässert.

    Sonnige Grüsse
    Hans-J.

  6. #6
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    Über 300 views und nur 2 Antworten, dass ezigt wohl dass das doch nicht ganz so viele kennen... Ich bin trotzdem sehr dankbar für die 2 Antworten :-)
    Genau das denken wir uns auch. Komisch finde ich nur das der Urologe meint es käme nicht von der Chemo. Naja... Ja und seine Bronchien funktonieren nach jahrelangem rauchen auch nicht mehr wie sie sollen... dagegen nimmt er ein Spray. Es ist ein Teufelkreis, das eine bedingt das andere...
    Und was ist mit dem Wasser im Gesicht? Und wann hört das alles auf? Das schrenkt ihn total ein und nimmt ihm die Lebensqualität.
    Entwässerungstabletten, liegen, Kompressionsstrümpfe, dass alles macht er nun schon, kann man damit rechnen, dass wenn die Chemo etwas aus dem Körper ist, das auch besser wird?

    Er will nun schnellstmöglich in die Reha fahren, in der Hoffnung das Sie Ihn da etwas aufpeppeln.
    Hat jemand Empfehlungen? Gerne nähe Berlin, aber auch woanders.

  7. #7
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    Und noch was... ich lese hier im Forum auch immer mal wieder das bei einem Ödem was nicht auf Herz und Nieren zurückzuführen ist, nicht die übliche Therapie erfolgen soll, also keine Entwässerungstabletten.
    Was stimmt denn nun? Ich bin echt verzweifelt, ich will einfach nur das es meinem Papa besser geht...

  8. #8
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    Es wird manchmal besser, wenn statt des Cortison
    Dexamethason eingenommen wird. Muss mit dem Onkologen diskutiert werden
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  9. #9
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    Funktionieren denn die Nieren ordnungsgemäß? Denkbar wäre auch ein massiver Eiweißverlust beispielsweise aufgrund eines Nieren( möglicherweise auch Leber-)schadens durch die Chemotherapie. Oder aufgrund einer Stauung der Nieren (s. obigen Hinweis auf ein Becken MRT). Ist der Eiweißwert im Serum in Ordnung? Und die Elektrolyte im Blutserum ( eventuell gibt es hier auch Verschiebungen wegen der Entwässerungstabletten)? Und nochmal möchte ich den bereits von Hans J gegebenen Tip bekräftigen, dass alle Medikamente geprüft werden. Wenn Lungenprobleme (Rauchen) bestehen, könnte evtl. ein Theophyllinpräparat ausschwemmend wirken ( unbedingt ganz vorsichtig eindosieren, Max. 100 bis 125 mg beim ersten mal, dass wirkt bei erstmaliger Anwendung wie viele Tassen hochkonzentriert Kaffees auf einmal getrunken). Eine ( Rechts)Herzinsuffizienz hatte der Kardiologe gem. Deiner Nachricht ja ausgeschlossen.Aber auch eine Lungenembolie oder Thrombose?

  10. #10
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    Es gibt auch spezielle Lymphologen (hier eine Auswahl https://www.lymphologen.de/). Nach meinen Erfahrungen nutzen "Entwässerungstabletten" wenig bis gar nicht, da es sich um Lymphe handelt, die sich ihren Weg bahnen muss (so meine ich das nach meiner Chemo verstanden zu haben). "Geholfen" haben Kompressionsstrümpfe und Manuelle Lymphdrainage, wobei insbesondere bei der MLD große Unterschiede in der Anwendung und Wirkung bestehen. Bin viel unterwegs und demzufolge auch schon in vielen Physio-Praxen gewesen. Da liegen Welten zwischen in der Behandlung ...

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