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Thema: Metastasen trotz PSA 0?

  1. #1
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    Metastasen trotz PSA 0?

    Hallo ans Forum,
    bin im Internet auf einen Patienten Bericht gestossen wo derjenige trotz momentaner Behandlungsfreier Zeit, das seit 2017 (nach Op 2015, Bestrahlung und Hormontherapie) und momentaner Schmerzen bei einem Mrt etliche Metastasen gefunden wurden. Wie kann das sein bei einem PSA Wert von 0,0?

  2. #2
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    Hallo Daniela,

    die Frage ist ob der PSA-Wert tatsächlich exakt bei 0,00 ng/ml war oder ob er lediglich unter der Nachweisgrenze des Labors, z.B. unter 0,07 ng/ml lag.
    Im ersteren Fall könnten die Metastasen auch einer anderen Krebserkrankung zuzuordnen sein.

    Franz

  3. #3
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    Hallo Daniela,

    neuroendokrine Tumoren (NET) sind aus normalen Prostatazellen hervorgegangene, aber so stark verwilderte Zellen, dass sie kein PSA mehr produzieren. Siehe zu dem Thema im Basiswissen, Abschnitt 6.13 und hier zu einem alten Schriftwechsel zwischen Prof. Bonkhoff und Dr. Stephen B. Strum zu dem Thema.
    Glücklicherweise sind neuroendokrine Tumoren beim Prostatakrebs sehr selten.

    Ralf

  4. #4
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    Hallo Franz, es war nicht exakt Null sondern unter der Nachweisgrenze. Und er schreibt auch nichts von einem neuroendokrinen Tumor. Er freute sich dass sein Psa so lange unter der Nachweisgrenze lag; er fühlte sich „gesund“ und ging nur zum MRT weil sein Orthopäde ihn wegen seiner Schmerzen hingeschickt hat.
    Wenn ich wüsste ob ich es verlinken darf würde ich die sehr interessante Geschichte reinstellen.

  5. #5
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    Hallo Daniela,

    ich sehe kein Problem darin, diese Geschichte hier zu verlinken. Ich weiß nicht, warum niemand der behandelnden Ärzte nicht an einen NET denkt – oder sie haben es getan, aber der Patient erwähnt es nicht. Der Fall, dessentwegen Prof. Bonkhoff und Dr. Strum damals miteinander korrespondierten, war der von Wil de Jongh, von dem es im Forumextrakt noch viele Beiträge von damals (~2000 - 2003) gibt. Zu seinen Ehren vergibt der BPS gelegentlich die Wil-de-Jongh-Medaille an Ärzte, die sich besonders verdient gemacht haben. Zuletzt geschah dies wohl im Jahr 2017.
    Wil de Jongh hatte nach mehrjähriger Antihormonbehandlung einen sehr niedrigen PSA-Wert und glaubte sich damit auf der sicheren Seite – dann starb er plötzlich an seinem Krebs. Ich glaube, es war im Sommer 2003.
    Ich will nicht behaupten, dass es sich bei dem Patienten, von dem Du schreibst, mit Sicherheit um einen NET handelt, aber eine andere Erklärung für einen zumindest sehr niedrigen PSA-Wert bei deutlicher Metastasierung wüsste ich nicht.

    Ralf

  6. #6
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    Ok Ralf, dann ist hier der link: http://peter-krankenberg.de/2019/07/...g-mein-weg-71/

    Ich bin durch Zufall drauf gestossen und lese dort mit. Aus irgendwelchem Grund kommt man nicht ganz zum Beginn-egal wie weit man nach unten scrollt.

  7. #7
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    Den Blog von Peter finde ich ja total interessant. Es ist aber schon sehr hart, wenn die erhoffte Heilung doch nicht eingetreten ist. Man wird ja immer wieder in einen finsteren Abgrund gerissen.
    Da fühle ich mich selbst ja fast schon unbeschwerter dadurch, wenn mir gesagt wird: "Du kannst leider nicht geheilt werden! Aber wir können Dir dabei helfen, dein Leid besser zu ertragen. Sei Dir aber bewusst, dass Du sterben musst. Bald oder später."

    Lutz

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