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Thema: PSA Wert fährt Achterbahn

  1. #1
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    PSA Wert fährt Achterbahn

    Ich weiss ned, was ich davon halten soll. Diagnose 2009, GS 4+4, jahrelang war der PSA Wert irgendwo bei 1 - 5. Ab 2015 stieg er dann in die Region 15 - 20 an, im Juli 2018 betrug er 32.

    Dann ging bei den 3-monatigen Checks der Wert im Herbst 2018 auf 19,8 zurück, im Jan. 19 lag er bei 15. Hey, es wurde besser :-) Aber seit Frühjahr diesen Jahres steigt er recht schnell: April 25, Juli 62, aktuell 118.

    Keine Beschwerden, nehme seit 2012 Zytiga und Trenantone. Der Urologe denkt über eine Chemo mit Cabazitaxel nach. Die erste Chemo 2012 mit Docetaxel brachte einen allergischen Schock - muss ich ned noch mal haben :-(

    Sollte ich mich auf Nahtoderlebnisse einstellen ;-)?
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  2. #2
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    Grundsätzlich kannst Du mit einem PSMA PET/CT sehen, welche Metastasen da sind. Die würde man in Deinem Fall wohl mit einer Lu177 Therapie behandeln. Die ist weniger belastend als eine Chemo und wirkt auch noch etwas besser. Wenn Du darauf gut ansprichst, geht der PSA Wert erstmal auf die Hälfte runter.
    Klaus hat sich in Bonn mit Lu177 behandeln lassen.

  3. #3
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    Danke für die Info! Ich hatte meinen Urologen heute noch auf eine PET/CT angesprochen aber er ist sich sicher, dass der Anstieg des PSA von der Prostata selber kommt. Ultraschall und abtasten würden das bestätigen. Hatte in den letzten Jahren mehrere CT's und auf allen waren keine Metastasen zu sehen.

    Aber ich habe demnächst einen Termin mit dem Chef der Onkologie - den werde ich auf diesen Punkt hin mal befragen. Nochmals Danke!
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  4. #4
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    CTs werden problemlos von der Kasse bezahlt aber man sieht sehr wenig damit. Bei einem Gleason 8 mit einem PSA Wert von 118 ist die Wahrscheinlichkeit SEHR groß, dass das PSMA PET/CT Metastasen entdeckt. Ultraschall und abtasten in dieser Situation halte ich, zurückhaltend gesagt, für unzureichend. Sag dem Urologen, dass er seinem guten Patienten doch bitte das PSMA PET/CT nicht ausschlagen soll, auch wenn er anderer Meinung ist, Diagnostik ist fast immer gut.

  5. #5
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    So zurückhaltend wie Georg bin ich nicht. CT, US und Abtasten sind in der Situation Maßnahmen von vorgestern. Und PSA kann je nach Entartung der Zellen ein schlechter Indikator sein. Wenn das PSMA PET/CT etwas zeigt, kommt eine Radioligandentherapie in Betracht. Die wäre der Chemo auch aufgrund der damaligen Schockreaktion sicherheitshalber vorzuziehen und auch die Abweichung von der Leitlinie kann begründet werden.
    Dringend Zweitmeinung einholen!

  6. #6
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    Anfang November habe ich einen Termin bei Prof. Runde in Goch. Mal schauen, was der erzählt. Das Thema Lu 177 werde ich ansprechen - eine zweite Chemo kommt momentan für mich nicht in Frage. Wegen 3 oder 4 Monaten länger leben nehme ich die Quälerei nicht in Kauf. Ich werde berichten ...
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  7. #7
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    War heute beim Prof. in Goch. Hat sich wirklich Zeit genommen und das ganze Thema ausführlich beleuchtet. Hormonell bin ich austherapiert, Zytiga kann ich ab sofort absetzen - das wird meine Krankenkasse freuen. Ohne weitere Behandlung kann ich dem Ende entgegenschauen oder es doch noch mal mit ner Chemo probieren. In meinem Fall bleibt nur das Mittel Cabazitaxel. Eigentlich wollte ich nach den schlechten Erfahrungen nach der ersten Chemo keine mehr machen aber ich hab mich breit schlagen lassen und am 25.11. gibts die erste Infusion.

    Ansonsten hat die Untersuchung heute keine weiteren Probleme gebracht, die Lymphknoten sind unauffällig, Knochenschmerzen hab ich ebenfalls nicht. Lu 177 kommt erst zur Anwendung, wenn es Skelettprobleme (Metastasen) gibt.

    Wenn ich mir überlege, dass die Hormontherapie mit Bicalutamid und Zytiga schon 10 Jahre läuft, kann ich nicht meckern ...
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