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Thema: Titan-OP-Clips, Nebenwirkungen?

  1. #1
    Registriert seit
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    Titan-OP-Clips, Nebenwirkungen?

    Hallo,
    hier an dieser Stelle eine Frage zu Titan-OP-Clips. die ja oft bei Prostata- OPs verwendet werden:
    An anderer Stelle im Forum wurde erwähnt, dass diese bei Röntgenuntersuchungen sichtbar werden.
    Mir ist es ähnlich ergangen. Auf dem CT, das zu Vorbereitung der IMRT-Bestrahlung gemacht wurde, wurden diese sichtbar. Der Strahlenarzt wies mich extra darauf hin. U.a. werden ja nach meiner Kenntnis auch die Samenleiter damit abgeklemmt.
    Nun meine Frage, ob etwas über möglichen Nebenwirkungen bekannt ist. Wären diese (da Metall) ein Ausschluß bei späteren MRT- Untersuchungen? Allergien gegen Titan/Titandioxyd wäre auch denkbar. Ist es sicher dass diese OP-Titanclips ins Bindegewebe eingebunden, d.h. ortfest bleiben?

    Mit freundlichem Gruss
    Uli

  2. #2
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    Titan ist dem Körper ziemlich egal - was wir seit Jahrzehnten vor Allem aus der Unfallchirurgie wissen. Viele Prothesen/Schrauben etc. sind aus Titan wenn sie im Körper verbleiben müssen.
    ----------------------------------------------------------
    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
    ----------------------------------------------------------

  3. #3
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    Genau so wie Gold, hatte da auch noch keine Schwierigkeit im CT oder beim Röntgen.

  4. #4
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    989
    Ein Ausschluß für MRT und CT ist Titan nicht (weil nicht ferromagnetisch), aber Artefakte können das Bild stören: das sind Schatten/Echos an anderen Stellen, wo garnichts ist, oder es wird an einer Stelle nichts angezeigt, wo "was" ist - diese wird sozusagen unsichtbar.
    Siehe dazu: https://www.thieme-connect.com/produ...042-105421.pdf
    Beim PET/CT werden beide Aufnahmen gestört: das CT und das PET, denn Titan ist röntgendicht. Und das stört natürlich auch die Salvagestrahlentherapie und verändert den Bestrahlungsplan. Seit ca. 2013 arbeitet man an Technik zur Artefaktunterdrückung, die jetzt in der Praxis angekommen ist:
    https://www.klinikum.uni-heidelberg....hlungsplanung/
    Das ist eine Gratwanderung zwischen Wissen und Vermuten. Im Zweifelsfall werden Bestrahlungsbereiche vergößert oder Dosen verändert.

    Da die Bildgebung in Zukunft vermehrt auch in der Diagnostik lokaler Rezidive eingesetzt werden wird (und das sind vergleichsweise feine Strukturen), sollte nach Alternativen zu den Clips gesucht werden.

  5. #5
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    Ich kann mich erinnern das bei der szintigraphie mein Zahnersatz auch so angezeigt wurde wie eine Metastase. Mein Goldinplatat aber nicht.

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