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Thema: Schließung RPTC München

  1. #11
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    Zitat Zitat von KarlEmagne Beitrag anzeigen
    Deswegen kann der Nutzen von Nukleartechnologie nicht neu evaluiert werden, obwohl sich der Umstieg auf Kohle als Irrweg erwiesen hat.
    Du wärst sicher einverstanden damit, dass der Nuklearmüll, von dem man sonst nicht weiß, wohin mit ihm in Deutschland, für die nächsten 100.000 Jahre vor Deiner Haustür abgeladen wird?

    Ralf

  2. #12
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    Wer sich intenisiver mit den Pprotonen beschäftigt, kann es nicht verstehen, das diese Technologie in D ausgebremst wird!

    Sehr gut, auch für Laien beschrieben hat es Prof. Wolfgang Enghardt vom Helmholz Zentrum in Dresden (https://www.uniklinikum-dresden.de/d...g-der-protonen)

    Mir persönlich erscheint es so, das hier eine Lobby aus "Schneidern" und auch "Alteisenbesitzern" zusammen mit der "Chemolobby" dies verhindern.

    Warum?

    Nun die Erfolge bei der Protonenbestrahlung reduzieren Nachbehandlungen extremst!
    Selbst während der Bestrahlungszeit sind nur minimale Nebenwirkungen zu erwarten.
    Durch die Effektivität sind Rezidive äußerst selten.
    Und wenn sich dies etabliert, werden die "Aufschneider" alle arbeitslos, genauso wie die "alten Röntgenschleudern" alle zum Schrott müssten - nicht vorstellbar für de in der Lobby agierenden "Funktionäre", also darf nicht sein, was besser wäre!

    CyberKnife und IRE dürfen dagegen existieren, siind ja auch keine enrstzunehmende Konkurrenz zur etablierten Methode, ergänzen diese oder bringen sogar Patienten zurück zur etablierten Methode (CybeKnife geht nur bis zu einem gewissen Grad der Erkrankung, bei IRe wieß ich nur, das diese eine absolute Randerscheinung ist, sprich, die "frrißt nicht viel").

    Sollten sich dagen die Erfolge und auch die schonende Behandlung etablieren, würde doch jeder Krebserkrankte diese wollen - würde zwar die Behandlung, z.B. auf das RPTC bezogen von 40t€ auf unter 20t€ drücken, so eine Auskunft des Herrn Donald Sieweck, Controller am RPTC (genauer in der Prohealth AG, oder vielleicht auch schon nicht mehr)- was aber zu einem Desaster beim jetzigen System in der Krebsbehandlung führen würde!

    Ist nur leider so, das jeder seine Methode als die Heilbrungendste defineirt.

    Mir sagte der Leiter der onkologischen Abteilung hier vor Ort bei meinem damaligen "Tumorbrett" -weiß heißt Tumorboard-- auf die Ansprache nach Protonenbestrahlung: mehr Nebenwirkungen als bei unserer Bestrahlung, wobei die das abgelegte Bestrahlunsgerät von der Uniklinik bekommen haben, welche ihrerseits nun das Modernste in der Elektronenbestrahlung installiert hat.

    Solche oder ähnliche Aussagen habe ich noch öfters gehört (dabei bin ich noch heute kontinent und potent, natürlich mit 67 Jahrten nicht mehr wie ein 20-jähriger, jedoch immer noch tägliche Libido).

    Aber wie oben angesprochen, wird es die Lobby schon gerichtet haben.

    Hätte ich das Geld, ich würde es da investieren, selbst auf die Gewißheit hin, es zu verbraten, da in D dies abgewürgt wird. Trotzdem wäre mir die Gewißheit Menschen geholfen zu haben, ein etwaiges Vermögen werd (mitnehmen kann man es sowieso nicht und Gesundheit damit auch nicht kaufen und satt werde ich mit Schweinebraten und Knödel besser wie mit etwaigen Sushi oder sontigen Gourmespezialitäten).

    Sind meine etwas zornigen und auch wütenden Gedanken zu diesen Vorgang.

    Überall entstehen neue Protonenzentren und in D lassen sie das Etablierteste und Modernste verhungern - typisch für die heutige Zeit in D.

    So, nun habe ich mich genung ausgek... und höre auf.

    lg
    Flüstermann alias Harald (nomen est omen)
    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=733&page=graphic

  3. #13
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    hallo Ralf,

    da bist du aber sehr falsch, Protonen und deren Erzeugung produziern
    a) weder langzeitige noch langwellige Strahlung, sind ja auch keine, sondern Atomteilchen!
    b) und somit auch kein Atommüll

    Auszug aus der Chemie-Schule (https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Zyklotron)
    Eine Sonderform ist das H -(H-minus)-Zyklotron. In ihm werden negative Wasserstoffionen beschleunigt. Diese passieren nach der Beschleunigung eine im Spalt angebrachte Graphitfolie („Stripper“), die die beiden Elektronen „abstreift“. Das Ion ist jetzt ein Proton und wird wegen seiner umgekehrten Ladung im Magnetfeld des Zyklotrons zur anderen Seite hin, also aus dem Zyklotron hinaus abgelenkt. Diese Art der Strahlextraktion ermöglicht gegenüber der Ablenkkondensator-Methode größere Stromstärken des Strahls

    Hat also mit Kernernergie nichts zu tun! Ist aber vielleicht auch ein Kriterium, warum es in D nicht anerkannt wird, weil es mit dieser gleichgesetzt wird.
    Aus Gesprächen mit Mitarbeitern des RPTC weiß ich, das der Strahlenschutz seinerzeit beim Bau auf diese dicken Mauern bestand, obwohl etliche Gutachten dies als unnötig bezeichneten (herrlich in D etwas neues zu errrichten, aber das sieht man ja auch bein BER - und auch weiß dies aus ergener Erfahrung, da wir Brandschutztüren und Tore verbauen, was da momentan alles geändert wird und wie schnell).
    Apropo, kennst du das Protonenzentrum in Prag? Da ist nichts mit dicken Mauern oder so!


    lg

    lg
    Flüstermann alias Harald (nomen est omen)
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  4. #14
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    Hallo Harald,

    mein Kommentar bezog sich ganz eindeutig auf den zitierten Satz zur Nukleartechnologie und nicht auf die Protonenbestrahlung. Mir ist bewusst, dass Du zu letzterer nur bedingungslose Zustimmung akzeptierst, darum halte ich mich aus Diskussionen dazu heraus.

    Ralf

  5. #15
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    Zitat Zitat von RalfDm
    mein Kommentar bezog sich ganz eindeutig auf den zitierten Satz zur Nukleartechnologie und nicht auf die Protonenbestrahlung.
    Das hatte sogar ich so verstanden. Und der Flüstermann alias Harald (nomen est omen) sollte nun Ruhe geben. Ja, Protonen sind anders als Photonen, aber im Endeffekt wurde ich mit den Photonen auch zufriedenstellend bestrahlt.

    https://www.lungcancernews.org/2017/...ate-continues/

    Gruß Harald
    nicht nachlassen

  6. #16
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    Zitat Zitat von RalfDm Beitrag anzeigen
    Du wärst sicher einverstanden damit, dass der Nuklearmüll, von dem man sonst nicht weiß, wohin mit ihm in Deutschland, für die nächsten 100.000 Jahre vor Deiner Haustür abgeladen wird?

    Ralf
    Mir ging's eher um die allgemein technikfeindliche Stimmung, die es nach meiner subjektiven Wahrnehmung durchaus gibt im Land. Alles was strahlt und kein Händi ist, hat keine gute Presse. Sicherlich waren beim RPTC auch andere Gründe ausschlaggebend, wie im SZ-Link erklärt. Aber Parallelen zur Kernenergie sehe ich durchaus, wenn Deutschland auch bei der Protonenbestrahlung keine Rolle mehr spielt in der internationalen Forschung und Entwicklung.

    Zur Kernenergie, zwar etwas off-topic, aber mich wundert es schon, dass diese Technologie in Erwartung einer Klimakatastrophe kaum mehr diskutiert wird. Bin gerade in Deutschland und auf Radio Fritz wurde bei einer Buchvorstellung unwidersprochen die Meinung geäußert, wir würden bald nur noch langärmlig raus können da ansonsten die Gefahr bestünde zu verbrennen. Ich will das hier nicht vertiefen sondern nur meine Verwunderung kund tun, wie es nur möglich ist, bei derart negativen Zukunftsvisionen nicht alle technischen Möglichkeiten zumindest auszuloten oder eben wenigstens zu diskutieren.

    Zum Nuklearmüll: gutes Beispiel irrationaler Technologiediskussion. Zwar weiß wirklich niemand, wohin mit dem Müll. Aber bei Atomstrom aus Polen und Frankreich fällt dieser auch an. Erheblich verringern ließe sich der Müll durch die Schnelle-Brüter-Technologie, aus der in Deutschland leider nie was wurde, Kalkar. Moderne Kernkraftwerke bauen nun die Russen, inklusive Brutreaktoren. Hoffentlich entwickelt sich die Medizintechnik nicht genauso.

  7. #17
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    Das WPE Essen ist doch eine gute Alternative zu München, oder?

    Matthias

  8. #18
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    Hallo Winfried,

    die Aussage ist für mich Überhaupt nicht nachzuvollziehen und zeugt von Ignoranz. Ich war selbst Patient im RPTC und kann nur bestätigen, dass die Nebenwirkungen, im Vergleich zu anderen Therapien minimal sind (ich hatte übrigens von ersten Tag an welche). Jetzt, nach 2 Monaten, sind sie nahezu vollständig abgeklungen.
    Zudem erstatten in Essen, Heidelberg und Marburg diverse gesetzliche Krankenkassen die Therapie. Schade, dass eine solch tolle Therapie von vielen Ärzten missachtet wird - sehr zu Leidwesen der Patienten. Ich kenne aus meinem Umfeld etliche PCA-Patienten, die sich haben mit Da Vinci operieren lassen, und die
    massive Nebenwirkungen haben, die z. T. ein Leben lang anhalten werden.
    Wenn man ein Hammer ist, wird jedes Problem zum Nagel. Deutschland ist halt das Land der Chirurgen, und da wird weggeschnippelt, was das Zeug hält, obwohl es für viele Erkrankungen bessere Wege zur Heilung gibt.

    Holger

  9. #19
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    Ich habe jetzt länger überlegt, ob ich noch was dazu sage.

    Nur mal soviel, ich weiß und habe dies ja auch am Anfang geschrieben, das die Protonentherapie bei PCa aufgrund der hohen Kosten umstritten ist, aber wer sie in Anspruch genommen hat, ist, anschließend komplett von der Therapie, vom Personal um vom RPTC überzeugt.

    Aber was viele hier anscheinend vergessen (z.B. Harald der Unverwüstliche), ist, das es neben dem PCa noch andere Krebsarten gibt, bei denen die Protonentherapie einfach klare Vorteile und bessere Behandlungserfolge bietet. Ich für meinen Teil wäre Gott froh, wenn ich z.B. bei einem Gehirntumor die Möglichkeit hätte, mich an so einem erfahrenen Klinik wie dem RPTC behandeln zulassen.

    Während meiner Zeit dort, habe ich viele junge Asiaten dort erlebt, die sich wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs dort haben behandeln lassen. Für sie war dies wohl die einzige Hoffnung, so dass sie den weiten Weg aus Asien auf sich genommen haben.

    Zur der Zeit habe ich auch eine Dame aus München mit einem Hirntumor kennengelernt, die von ihrer Krankenkasse gezwungen werden sollte, sich trotz besseren Heilungsaussichten in München und der räumlichen Nähe, sich in Heidelberg behandeln zu lassen. Grund hierfür: Die Krankenkasse hatte und wollte auch keinen Behandlungsvertrag mit dem RPTC abschließen. Wie dies in Heidelberg ambulant ohne die Unterstützung ihrer Familie oder Bekannten hätte funktionieren hätte sollen, war der Krankenkasse egal. Die Dame, die auch schon sehr schwach auf den Beinen war, hat dann die Kosten selbst übernommen und wollte dies anschließend einklagen. Zu jeder Behandlung hat sie eine Bekannte begleitet.

    Was ich damit sagen will, ist das das RPTC sicherlich ohne die ganzen Managementfehler (wohl vor allem vom Dr. Rinecker selbst) schon viel weiter wäre und eine absolute Daseinsberechtigung hat. Ich glaube, hier wird jahrelange Erfahrung und technisches Know-How nur aufgrund guter Lobbyarbeit vernichtet, ohne lang in die Zukunft zu blicken. Bei besserer Auslastung und transparenten Kostenstrukturen ist diese Anlage sicherlich kostendeckend zu betreiben. Vor allem, wenn man auch mal die Folgekosten anderer Methoden mit berücksichtigen würde.

    So genug ausgekotzt, hilf wohl eh nichts. Glaube nicht, das das RPTC noch zu retten ist.

    VG Tom

  10. #20
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    Zitat Zitat von Tom1965
    Aber was viele hier anscheinend vergessen (z.B. Harald der Unverwüstliche), ist, das es neben dem PCa noch andere Krebsarten gibt, bei denen die Protonentherapie einfach klare Vorteile und bessere Behandlungserfolge bietet. Ich für meinen Teil wäre Gott froh, wenn ich z.B. bei einem Gehirntumor die Möglichkeit hätte, mich an so einem erfahrenen Klinik wie dem RPTC behandeln zulassen.
    Tom, es ist unbestritten, das die Bestrahlung mit Protonen für bestimmte Krebse am menschlichen Körper Vorteile bietet. Andererseits ist und war sie für Prostatakrebs eine Übertherapie, wie ich ja nun selbst bestätigen kann, weil die Photonen es ja auch erreicht haben, dass ich zumindest 12 Jahre Ruhe hatte.

    Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Jürgen Debus lehnt z.B. eine Behandlung bei PCa ab, wenn nicht zwingende Gründe vorliegen.

    https://www.heidelberg-university-ho...ionentherapie/


    Gruß Harald
    Geändert von Unverwüstlicher (19.11.2019 um 12:25 Uhr) Grund: Ergänzung
    nicht nachlassen

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