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Thema: Leben wir schon in einer medizinischen Zweiklassengesellschaft ?

  1. #1
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    Leben wir schon in einer medizinischen Zweiklassengesellschaft ?

    Hallo liebe Mitstreiter,
    ich möchte heute mal ein Thema aufgreifen, was mir schon lange unter den Nägeln brennt. nämlich die Lage der Versicherten der PKV und GKV.
    Wenn ich hier im Forum, als GKV Versicherter lese wird es mir schon manchmal angst und bang. Wenn es z.Bsp. um ein einfaches PET CT geht, der GKV Versicherte muss sich hier mit seiner Krankenversicherung herumschlagen, sogar bei dem Sozialgericht klagen und fällt vielleicht noch hinten runter und bleibt auf den Kosten sitzen. Der PKV Versicherte lässt dieses PET CT mehrmals im Jahr machen und bekommt die Kosten voll erstattet, er fährt ins PK Zentrum xy und wenn es nicht reicht nochmal woanders hin zum Professor , kein Problem die PKV zahlt ja. Ich weiss von was ich rede bin selbst vor dem Sozialgericht mit meiner Krankenkasse um die Kosten eines besagten vom Urologen notwendigen PET CT erstattet zu bekommen. Nicht dass, ich das den Kollegen nicht gönne aber das ist Ungerecht, bedenkt doch mal wer das Geld nicht hat hier in Vorlage zu gehen? Und so zieht sich das durch unsere Gesellschaft wir ein roter Faden. Ich wollte seinerzeit als ich zu einem leitenden Angestellten aufstieg in die PKV wechseln mich und meine Frau hätten sie ja gerne genommen, aber meine Tochter die seinerzeit an leichtem Asthma litt wollten sie nicht haben. Mir wurde durch die Blume gesagt dann kommen doch sie und ihre Frau zu uns in die PKV ihre Tochter können wir da nicht aufnehmen, die kann ja wie bisher in der Gesetzlichen Versicherung verbleiben, bei dieser Aussage ging mir schon damals Anfang 2000 der Hut hoch und wir sind alle in der Gesetzlichen verblieben, denn mein Kind woanders versichern wollte ich nicht und wir waren ja damals noch alle gesund.
    Wenn ich sehe, dass viel Fachärzte nur noch Privatpatienten aufnehmen das kann doch nicht sein, hallo liebe Ärzte ihr habt doch einen Eid geschworen darin steht unter anderem "Die Gesundheit und das Wohlbefinden meines Patienten werden meine erste Überlegung sein". Da steht zwar nichts von Geld und Reichtum aber viele Ärzte sind dem Geld hinterher wie der "Teufel hinter der armen Seele".
    Was von den privaten Krankenkassen nach dem Motto gefördert wird "lieber Doktor darf es denn noch etwas mehr sein"
    Eine Bemerkung noch zum RPC hier ist in einem Beitrag zu lesen :Mich würde mal interessieren, wie es Dr. Rinecker geht, ich weiß, das er alles verloren hat, seine villa wurde für 23 Mio. versteigert, wo wird er jetzt sein?
    Mein Kommentar dazu: Etwas wird Dr. Rinecker noch geblieben sein,vielleicht die Yacht am Starnberger See und und ......., denn sonst hätte er was verkehrt gemacht
    Ich frage mich wer hat denn diese Villa bezahlt, das waren doch meist die besser betuchten unter uns die sich das leisten konnten, da wurde meiner Meinung auch Geld verbrannt für eine sehr umstrittene Therapie, gut denen es geholfen hat, sind ja auch hier im Forum einige, wünsch ich eine noch lange Rezidiv freie Zeit.

    Gut das musste ich einmal los werden, ich wollte niemand persönlich angreifen aber einmal auf einen Misstand hinweisen, den es in einem so reichen Staat in dem wir leben nicht geben dürfte.

    Viele liebe Grüße
    Hartmut

  2. #2
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    Hallo Hartmut,

    meine letzte Nachsorgeuntersuchung in der Strahlenklinik der UNI-Erlangen war am 12.03.19. Ich wiederhole mich - ich habe den zuständigen Arzt auf eine eventuellen PSMA Pet CT Untersuchung angesprochem, er hat gesagt "Wenn WIR das für erforderlich halten dann bezahlt das auch Ihre Krankenkasse (TK)". Er hat das sehr klar ausgedrückt - ich hoffe, dass ich das noch nicht so schnell brauche.

    Grüße
    Dirk

  3. #3
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    Zitat Zitat von Isetta300 Beitrag anzeigen
    Hallo Hartmut,

    ... - ich habe den zuständigen Arzt auf eine eventuellen PSMA Pet CT Untersuchung angesprochem, er hat gesagt "Wenn WIR das für erforderlich halten dann bezahlt das auch Ihre Krankenkasse (TK)". Er hat das sehr klar ausgedrückt - ich hoffe, dass ich das noch nicht so schnell brauche.

    Grüße
    Dirk
    Das klingt doch ganz gut. Bin auch bei der TK und will diese Untersuchung aber auch nicht so schnell brauchen
    Lutz

  4. #4
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    Hallo,

    bin auch bei der TK, mein Antrag auf das PET CT wurde abgelehnt und ich auf das DTZ in Berlin verwiesen, hier hat die TK wohl einen Vertrag und das CT hätte mich wohl nichts gekostet. Aber Berlin ist von mir 500 km entfernt und ich war zu dem Zeitpunkt auch gesundheitlich nicht in der Lage das mit dem Auto zu fahren. Also ICE ein Tag Anreise, ein Tag das PET CT, und ein Tag für die Heimreise. Von den Kosten Bahnfahrt und Hotelübernachtung ganz zu schweigen.
    Wünsche euch wenn ihr das denn mal braucht, dass das PET CT in die Leitlinie aufgenommen ist, denn dann müssen die Kassen zahlen. Ansonsten bleibt euch auch nur der Weg nach Berlin, gut wer es nicht soweit hat und im Sommer kann das auch mal ein Kurzurlaub sein.

    Viele Grüße
    Hartmut

  5. #5
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    Hallo Hartmut,
    bräuchtest du für das PET CT in Berlin denn auch eine Überweisung?
    Lutz

  6. #6
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    Nun... mein Mann bezahlt als Rentner in der PKV rund 1000 Euro im Monat, 700 Euro Monatsbeitrag und 300 Euro Selbstbeteiligung. Und der Beitrag wird jedes Jahr erhöht. In der GKV würde er rund 180 Euro im Monat bezahlen. Also er bezahlt seine PSMA PET-CTs somit auch selber... irgendwie. Ich bin übrigens in der GKV versichert.

  7. #7
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    Zitat Zitat von lutzi007 Beitrag anzeigen
    Hallo Hartmut,
    bräuchtest du für das PET CT in Berlin denn auch eine Überweisung?
    Lutz
    Hallo Lutz,
    bin mir nicht mehr sicher, glaube aber ja, ruf doch einfach mal an Telefon: 030 293697300.

    Gruß
    Hartmut

  8. #8
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    Zitat Zitat von Weibsbild Beitrag anzeigen
    Nun... mein Mann bezahlt als Rentner in der PKV rund 1000 Euro im Monat, 700 Euro Monatsbeitrag und 300 Euro Selbstbeteiligung. Und der Beitrag wird jedes Jahr erhöht. In der GKV würde er rund 180 Euro im Monat bezahlen. Also er bezahlt seine PSMA PET-CTs somit auch selber... irgendwie. Ich bin übrigens in der GKV versichert.
    Man kann das so sehen, muss man aber nicht, ich denke hier mal an die Rentner die vielleicht mal 1000€ Rente haben. Dahingehend sollte mein Beitrag verstanden werden.

    Gruß
    Hartmut

  9. #9
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    Hallo,
    Ja die Frage "Zweiklassenmedizin" ist nicht einfach. Und einfach zu beantworten erst recht nicht.
    Problem: Die Mittel sind nun mal begrenzt.
    Eine Rundum- "Vollversorgung" geht nicht. Darum sind die "Leitlinien" Vernünftig....
    Meine Meinung, jeder muß eben selber (nach seinen eigenen Möglichkeiten) dazu beitragen, wenn zusätzliche medizinische sinnvolle Maßnahmen gewünscht werden.
    Notfalls also Verzicht auf`s neue Auto, auf die Kreuzfahrt usw. usw.
    Mit freundlichem Gruß
    Uli

  10. #10
    DerBader Gast
    Passend dazu eine Glosse:

    https://www.doccheck.com/de/detail/a...m_term=article

    Auch ich kann nur bestätigen, wir haben keine Anästhesie, keinen OP, keinen Aufwachraum, keine Intensivstation und keinen Kühlraum erster Klasse. Auch unsere Assistenzärzte kennen ihr Handwerk, sind hoch motiviert und operieren präzise.

    Matthias

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