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Thema: Die Krebsfalle

  1. #1
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    Die Krebsfalle

    ein neuer Ansatz mit dem sowohl das Fortschreiten als auch das Zurückgehen der Krankheit festgestellt werden könnte. Ein Implantat unter der Haut lockt wandernde Krebszellen an und fängt sie ein, zumindest im Mausmodell.

    https://www.scinexx.de/news/medizin/eine-falle-fuer-tumorzellen/

    "Ein Implantat unter der Haut könnte künftig das Aufspüren von Krebs-Metastasen erleichtern. Denn das Gerüst aus einem Biomaterial zieht wandernde Tumorzellen effektiv an und fängt sie ein. Dies ermöglicht Medizinern, Metastasen ohne Biopsien tiefliegender Organe zu erkennen. Spannend auch: Im Implantat gefangene Immunzellen zeigen eine Krebserkrankung sogar an, bevor die ersten Tumorzellen in die Falle gegangen sind. …
    …. Da dieses Gerüst direkt unter der Haut liegt, ist es leicht für bildgebende Verfahren oder Biopsien zugänglich…
    …… In Zukunft, so die Vision von Shea und seinen Kollegen, könnten die Bioimplantate sogar mit Sensoren und Bluetooth ausgestattet werden, um in Echtzeit Informationen über den Therapieerfolg zu übermitteln. Das würde eine Biopsie ganz überflüssig machen. Doch die Forscher gehen noch weiter: Sie hoffen, dass ihr Ansatz eines Tages selbst zur Therapie wird.
    "

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    Ein ungewöhnlicher und sehr interessanter Weg, den die Krebsforscher hier beschreiten.
    Kann sein, dass sich diese Denkansätze und die damit verbundenen Forschungen in ein paar Jahren für die Praxis als ungeeignet erweisen werden.
    Warten wir die Entwicklung ab, auch wenn wir aktuell Erkrankten bei erfolgreichen Ergebnissen kaum mehr davon profitieren werden.

    Franz

  2. #2
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    Hallo Franz,

    Sehr interessant!
    Gibt es Forschungsansätze Krebszellen durch Blutwäsche rauszufiltern?
    Grüße Lothar

    PS: Ich habe mit Rudi ausführlich telefoniert.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Optimist
    Warten wir die Entwicklung ab, auch wenn wir aktuell Erkrankten bei erfolgreichen Ergebnissen kaum mehr davon profitieren werden.
    ja, leider Franz! Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

    Gruß Harald

    Ergänzung auf Grund einer Rückfrage von Lothar:

    https://www.deutschlandfunk.de/filte...ticle_id=21517
    nicht nachlassen

  4. #4
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Gibt es Forschungsansätze Krebszellen durch Blutwäsche rauszufiltern?
    Hallo Lothar,

    es gibt zahlreiche Forschergruppen, die sich mit der Filterung wandernder Krebszellen aus dem Blut beschäftigen.
    Zielsetzung ist dabei der Nachweis auf das Vorhandensein und die Menge dieser wandernden Krebszellen, um damit Hinweise aus den Blutproben auf eine bestehende, eventuell versteckte oder eine beginnende Metastasierung zu erhalten.
    Ein Beispiel ist die von Harald in #3 verlinkte "ISET-Filtermethode".

    Es gibt diverse weitere, mehr oder weniger erfolgreiche Projekte unterschiedlichen Ansatzes zum Nachweis von wandernden Krebszellen, aktuell auch die Arbeiten an der unter #1 vorgestellten "Krebsfalle". Der Name scheint mir nicht so sinnvoll gewählt, denn auch bei der Krebsfalle geht es um die wandernden Krebszellen, nicht um den Primärtumor oder andere bereits vom Krebs befallene Organe.

    Zu deiner Frage:
    Ein Filtern des Blutes um Krebszellen zu entfernen, ähnlich dem Entfernen von Schadstoffen im Blut (z.B. Phosphat) bei Nierenversagen, durch eine auf Krebszellen abgestimmte Dialyse, dazu ist mir aktuell nichts bekannt. Die Prozedur müsste ständig wiederholt werden, da von bestehenden, mitunter auch unbekannten Krebsherden ständig neue Krebszellen in den Blutkreislauf abgegeben werden.
    Vielleicht begebe ich mich jetzt auf dünnes Eis, aber ich kann mir auch vorstellen, dass durch eine massive Entfernung wandernder Krebszellen im Blut, die Produktion und Freisetzung dieser Zellen angeregt werden kann.

    Franz


  5. #5
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Gibt es Forschungsansätze Krebszellen durch Blutwäsche rauszufiltern?
    Hallo Lothar,
    Das wäre natürlich eine sehr elegante Methode, um zumindest das Metastasierungsrisiko zu reduzieren (wenn es denn sozusagen im Grossmasstab angewendet werden könnte, und nicht nur für diagnostische Zwecke).

    Wir hatten diese Frage (von Arnold) letztes Jahr kurz hier diskutiert, ab Antwort #44 bis #51.

    Tritus

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