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Thema: Cyberknife Bestrahlung

  1. #11
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    Hallo Gerry,

    danke für den Link. Die wichtigsten Voraussetzungen, die man als Patient selbst prüfen kann, sind danach:

    nicht metastasiertes Prostatakarzinom cT1-3 N0 M0 (nach Biopsie)
    Gleason-Grad ≤ 7
    Alter ≥60 Jahre
    PSA < 15 ng/ml

    Ich würde vor der Bestrahlung nur ein Knochenszinitgramm machen lassen, mit Metastasen werden oft nur Knochenmetastasen gemeint.

    Georg

  2. #12
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    Hallo Georg!

    Absolut richtig und danke für die detaillierte Aufführung der Voraussetzungen - hatte ich vergessen!!!

    Vor irgendwelchen Therapieüberlegungen wird nämlich u. a. auch immer eine Knochen-Szintigrafie und ein Abdomen-CT von den behandelnden Ärzten/Kliniken gefordert, um sicher zu sein, dass tatsächlich keine Streuung stattgefunden hat und dass das Pca noch gekapselt ist.
    (Insofern kann man sich viel vergeudete Zeit sparen bei Überlegungen und Diskussionen mit Ärzten/Kliniken, wenn diese Voraussetzungen noch nicht definitiv geklärt sind.)

    Ansonsten gilt bei Anfragen von Betroffenen, bzw. Übermittlungen der Unterlagen per EMail, wie ich es dann letztlich nach meiner Entscheidung für das Cyberknife gemacht habe:
    1.) Telefonische Voranfrage
    2.) EMail an den Anprechpartner mit kurzem Anschreiben (Sachverhaltsschilderung)
    3.) Arztberichte, Prostata-MRT-Bericht, Biopsie-Ergebnisbericht, letzte PSA-Werte, sowie die Berichte zu den o. a. Abdomen-CT und Knochen-Szinti einscannen und als pdf-Dateien mitsenden.
    4.) Nach Aufforderung, ggf. Übersendung der Original-CD´s zu MRT, etc. per Post

    Zu Deinem Hinweis, dass die Cyberknife-Therapie nur in Zusammenhang mit einer Studie erfolgen darf, bin ich momentan etwas verwirrt!?! Ich hatte zwar zunächst auch die Informationen hinsichtlich der S3-Richtlinien, etc. ABER:

    Ich hatte nämlich vor der Kenntnis über, bzw. dem Einschluss in die Hypostat-Studie I, u. a. mit Hamburg (http://www.cyberknife-hamburg.de) telefoniert, denen ich auch die kompletten Unterlagen übermittelte und bekam von ihnen eine Zusage für eine Eignung zur Bestrahlung. (Den Vorgesprächstermin sagte ich dann aber ab, wg. Aufnahme in die Studie)
    Insofern wäre es sicherlich sinnvoll, dass betroffene Interssenten sich einfach mit Hamburg oder der Saphirklinik in Güstrow, bzw. FFM, in Verbindung zu setzen.
    (UK-Köln wollte mich nicht, weil: "ungeeignet" und auf die Rückmeldung aus dem Cyberknife-Zentrum vom Klinikum Soest, warte ich heute noch, ebenso wie Heidelberg...)

    Alles Gute und liebe Grüße von der Nordsee!

    Gerd

  3. #13
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    Gerd,

    die Degro kann die Kliniken nicht zwingen, der Empfehlung zu folgen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Krankenkassen die Kostenübernahme kritisch sehen, wenn man sich nicht an die Empfehlung der Degro hält. Auch hinsichtlich der Ärztehaftung ist es problematisch, sich nicht an die Empfehlung zu halten.

    Die Hypostat II Studie wird jetzt an mehr Kliniken durchgeführt, hier steht: „Zudem starten wir nun die Studie mit fünf Radiochirurgie Zentren in Kiel/Güstrow, Frankfurt, München, Berlin und Köln gleichzeitig,.." Wahrscheinlich hätte Dich Köln jetzt angenommen.

    Georg

  4. #14
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    die Degro kann die Kliniken nicht zwingen, der Empfehlung zu folgen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Krankenkassen die Kostenübernahme kritisch sehen, wenn man sich nicht an die Empfehlung der Degro hält. Auch hinsichtlich der Ärztehaftung ist es problematisch, sich nicht an die Empfehlung zu halten.
    Das nun beantwortet meine obige Frage.
    Die Arzthaftung steht allerdings einer Behandlung mit Cyberknife nicht entgegen. Diese setzt ein aufgrund des Behandlungsvertrages § 630a BGB: "... Die Behandlung hat nach den zum Zeitpunkt der Behandlung bestehenden, allgemein anerkannten fachlichen Standards zu erfolgen, soweit nicht etwas anderes vereinbart ist."
    Und weiter § 630h (1): "Ein Fehler des Behandelnden wird vermutet, wenn sich ein allgemeines Behandlungsrisiko verwirklicht hat, das für den Behandelnden voll beherrschbar war und das zur Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit des Patienten geführt hat."
    Dazu auch: https://www.aerzteblatt.de/archiv/19...tuelle-Urteile
    Der Patient schließt nach ausreichender Aufklärung und nach Einwilligung bezüglich der präsentierten Risiken einen Vertrag mit dem Arzt (oder verweigert die Behandlung), auch dann, wenn der Arzt seinerseits Zweifel an der Behandlung (oder der Verweigerung) hat. Der Arzt kann zwar auch die Behandlung verweigern, aber nur unter bestimmten Bedingungen, siehe dazu
    https://www.anwalt.org/behandlungspflicht/
    Typische Behandlungsfehler sind das Unterlassen einer notwendigen Untersuchung oder das Vergessen einer Schere im Bauchraum, oder mangelnde Hygiene und so weiter. Eine erwiesenermaßen wirksame Bestrahlung mit Hinweis auf mangelnde Evidenz (die entweder nie oder nach 15 Jahren kommen wird) als Behandlungsfehler vor Gericht zu bringen, wird einem Patienten nach einem erfolgten Rezidiv nicht gelingen (und jedes Gericht überfordern). Die degro empfiehlt "für die breite Masse", der Arzt behandelt den Einzelnen, er aknn sich auf die Therapiefreiheit berufen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Therapiefreiheit

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