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Thema: Cyberknife Bestrahlung

  1. #1
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    Cyberknife Bestrahlung

    Hallo!
    Aufgrund verschiedener E-Mail-Anfragen über ein anderes Forum, bezüglich der Bestrahlung mit dem Cyberknife und den kaum vorhandenen, konkrete Informationen von tatsächlich therapierten Betroffenen, möchte ich hier gerne entsprechende Informationen zur Verfügung stellen.
    Dankenswerter Weise hat mir der Forum-Moderator gestattet, explizit auf meine detaillierten, ausführlichen Berichte zu verweisen, und zwar bei:

    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=905

    Nachfolgend die verkürzten Fakten. Möglicherweise werden einige Betroffene gewisse Parallelen erkennen können und für weitere Informationen kann man mich sehr gerne per EMail kontaktieren, ggf. auch mit anschließendem Telefonat.

    Zur Historie:
    Bereits 2003 sollte, bei einem PSA-Wert von 4,72 und PCA-Verdacht, "vorsichtshalber" eine radikale Prostatektomie durchgeführt werden, die ich jedoch ablehnte. Stattdessen entschloß ich mich für eine Beobachtung der PSA-Werte, die sich dann auch seit 15 Jahren stetig erhöhten. Bei einem PSA-Wert von 10,1, Mitte 2016, entschloss ich mich dann zu einer Prostata-MRT-Untersuchung, deren Ergebnis PIRADS 4 ergab.
    (Ich blieb weiterhin entspannt und beobachtete weiter. Diese Verfahrensweise ist aber nicht für jeden etwas, denn man muss mit dem PCA-Verdacht auch psychisch umgehen können, zumal meine Familie bis zum Biopsie-Termin 2018 absolut keinerlei Informationen darüber hatte!)

    Zwischenzeitlich war der PSA-Wert auch einmal wieder auf Werte um 7 gesunken, aber aufgrund einer erneuten Erhöhung auf 10,12, Mitte 2018, unterzog ich mich dann einer weiteren Prostata-MRT-Untersuchung, deren Einstufung nunmehr auf PIRADS 5 lautete.
    Die danach erfolgte MRT-Prostata-Biopsie in der ALTA-Klinik Bielefeld (wg. der neuartigen und empfehlenwerten, MRT-gestützten Technik durch den Gesäßbereich!) ergab diverse Zellveränderungen, die im Rahmen der pathologischen Untersuchung mit einem Gleason-Score von 6 (3+3), sowie 7a und 7b, bewertet wurden. (T1cN0M0)
    Da Knochen-Szinti und Abdomen-CT negativ waren, wurde ein lokal bregenztes, mittel-aggressives PCA diagnostiziert.

    Als nunmehr MRT und PSA-Werte die Alarmstufe "Orange" vermeldeten, und auch die Biopsie den PCA-Verdacht bestätigten, kam die Frage des weiteren Vorgehens auf.
    Neben der Option, weiterhin zu beobachten, erfolgten diverse Vorschlägen der beteiligten Urologen und Radiologen, wie z. B. manuelle oder robotergesteuert radikale Prostatektomie mit DaVinci oder der tradionellen Betrahlungen, gem. der damals aktuellen S3-Studien. Da dies mich wg. der zu erwartenden Nebenwirkungen alles nicht "beglückte", zog ich auch alternative fokale Therapien, wie z. B. Hifu, Tulsa-Pro, IRE, etc. in Betracht.
    Neben der auch hier ggf. zu erwartenden Nebenwirkungen, sowie auch teilweise erheblicher Vorbeitungen (z. B. Abhobeln der Prostata vor der eigentlichen Hifu-Behandlung!!!), stellte sich natürlich auch das Problem der Kostenübernahme, da auch bei mir, als Privatpatient, von der Kasse nicht unbedingt alles hätte übernommen werden können, wenn denn überhaupt...
    Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile entschied ich mich dann für die Strahlenbehandlung mit dem Cyber-Knife, die 2018 in nur in wenigen Kliniken in der BRD (mit PCA-Erfahrung!) durchgeführt wurde und für mich das momentan modernste Verfahren war/ist, mit den geringsten Nebenwirkung, bei gleichzeitig nahezu 98%-iger Erfolgs-/Überlebensquote (In den USA bereits seit Jahren Standard und weltweit bereits über 200.000 Behandlungen - näheres bei WIKIPEDIA)

    Zum Therapieverlauf:
    Nach der Entscheidung für Cyber-Knife, dessen Behandlungskosten meine PKV (DBV) und die Beihilfe übernahmen, konnte ich den letzten Platz in der Hypostat-Studie I von 2018, betreut vom UKSH, erhalten, da ich sämtliche Kriterien erfüllte und in der Studie die nächsten zwei Jahre laufend kontrolliert und betreut werde. (Mittlerweile gibt es die Hypostat-Studie II mit Platz für 500 Probanden)
    Ich entschied mich als Behandlungsort für die Saphir-Radiochirurgie in FFM, auch wenn ich 500km pro einfache Strecke fahren muss (wohne an der westlichen Nordseeküste und hatte nicht viel Auswahl...)

    Vor der eigentlichen Bestrahlung wurden mir vier "Goldmarker" in die Prostata eingesetzt (Verfahren war wohl ähnlich wie eine "normale" Biopsie und bei mir recht schmerzhaft, trotz 5-facher Dosis von Lidocain!), anhand derer der computergesteuerte Roboter exakt seine mm-genaue Position bezieht.
    Eine Woche später wurden MRT und CT für die Planung gemacht, damit der Roboter (Cyberknife) entsprechend programmiert werden konnte und so auch nur die PCA-betroffenen Stellen ganz gezielt bestrahlte.

    Insgesamt fanden nur fünf Bestrahlungen zu je 7gry statt, alle zwei Tage, Gesamtdauer also max. zwei Wochen. Jede Sitzung -nicht die reine Bestrahlungszeit, die dauert jeweils nur wenige Sekunden- dauert ca. 60 Minuten, da der Roboter aus Sicherheitsgründen nur langsam seine jeweilige Postion beziehen kann - anders als in der Industrie, wo das z. B. beim Fahrzeugbau, alles in wenigen Sekunden abgehandelt werden würde...

    Über die Nebenwirkungen während und unmittelbar nach der Behandlung bei mir, verweise ich auf meine o. a. Berichte, da diese bei jedem anders aussehen. Einige Patienten habe kaum Auswirkungen, andere, wie ich, haben nach dem Ende der Bestrahlungen mehr oder weniger (ich mehr) Beschwerden/Schmerzen im Bereich der "beleidigten" Blase, Prostata, Harnröhre und Darm. Dank Buscopan-Plus, ca. alle 6 Std., hielt sich die Sache aber in aushaltbaren Grenzen (hätte vorher Aktien des Herstellers kaufen sollen...) und Anti-Durchfall-Tabletten (z. B. Immodium) verhinderten, dass man wegen "Kleinigkeiten" oder auch absolut Nichts, den Afterbereich unnötig reizt...
    Höhepunkt der Nebenwirkungen war ca. 10 Tagen nach der letzten Bestrahlung, danach zunehmend weniger Beschwerden und ca. vier Wochen später war ich dann wieder beschwerdefrei - und dies bis heute. (Inkontinez hatte ich weder damals, noch bis heute)
    Ansonsten ist das Leben nach der eigentlichen Therapie und, bei mir nach auch den ca. vier Wochen andauernden "Nachwehen", wieder wie zuvor auch - als hätte man eine schwere Grippe überstanden! Bislang habe ich keinerlei Beschwerden, etc. mehr bekommen und der PSA-Wert ist konstant gesunken - momentan bei 1,97!

    Deshalb würde ich mich jederzeit wieder für diese Behandlungweise, wegen der kurzen Therapiezeit, der hohen Erfolgsrate und des geringen Risikos für Inkontinez, Erektionsstörungen, etc., entscheiden. Auch kann ich sie in durchaus jedem ähnlich gelagerten Fall empfehlen, als Alternative für eine radikale Prostatektomie, entweder manuell, bzw. auch mit dem daVinci-Roboter, oder aber einer mehrwöchigen/monatelangen "normalen" Bestrahlungstherapie.
    (Die eigentlichen Cyberknife-Kosten liegen ab. ca. 10.000€ und werden mittlerweile auch von vielen gesetzlichen, sowie den meisten privaten Krankenkassen übernommen.)

    Ansonsten wünsche ich allen Betroffenen viel Glück und Erfolg bei der jeweiligen Behandlung!!!!

  2. #2
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    RE: Cyberknife Bestrahlung

    Hallo Gerry,

    Danke für Deinen interessanten Bericht!
    Da fragt sich natürlich mancher, ob er mit der Entfernung der Prostata alles richtig gemacht hat, oder du nur Glück hattest.
    Du konntest nach der Diagnose 16 Jahre lang mit einer guten Lebensqualität leben, und es stehen dir noch weitere Optionen für viele Jahre zur Verfügung, falls der PSA steigt.

    Bei mir wurde 2013 auch ein Glasson 7b, bei einem PSA Wert um die 10 ng/ml diagnostiziert.
    Ich hatte mich für eine RPE entschieden.
    Nun steht noch eine Bestrahlung der Prostataloge in den nächsten Monaten an.
    Im PET-CT waren einige wenige Regionen sichtbar.
    Ich werde nachfragen, ob eine Bestrahlung per Cyberknife, aufgrund der geringeren Nebenwirkungen möglich ist.

    Alles Gute weiterhin!

    Gruss
    hartmut

  3. #3
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    Hallo gerrypan,

    danke für den guten und ausführlichen Bericht. Es wäre echt toll, wenn sich hier noch weitere Cyberknife-Patienten melden würden, um von den real erlebten Situationen (sowohl während als auch mit Abstand zur Therapie) zu berichten.

    Es ist ja tatsächlich so, dass man in den Foren über Cyberknife wirklich nur wenig aus der "real erlebten Praxis" lesen kann. Und schon gar nicht von selbst mit Cyberknife behandelten Menschen.

    Für mich ist diese Information auch deshalb so wertvoll, weil meine bisher favorisierte Therapie - Protonenbestrahlung im RPTC München - aufgrund der Schließung zum Jahresende für mich dort nun nicht mehr möglich ist und Cyberknife eine mögliche Alternative darstellt.

    Danke und Gruß
    hoppela
    LG Hoppela

    Meine Daten auf myprostate.eu:
    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=944






  4. #4
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    Hallo Hoppela,

    ich stehe auch vor der Entscheidung RPE, Protonen oder Cyberknife.
    Das WPE in Essen wäre doch auch noch eine Alternative bei der Protonenbestrahlung.

    Hat dort jemand Erfahrungen gemacht?

    LG,

    Matthias71

  5. #5
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    @ hoppela,

    nicht nur München macht in Protonen, in Essen ist eine fast identische Anlage in Betrieb (also scanning, nicht scattering) und ansonsten weiß ich noch Prag und Wien als Neuanlagen.
    Dresden macht in Scattering (also Schablonen) und Heidelberg entzieht sich meines Wissens (sollen/machen angeblich nur zu Studienzwecken). Marburg ist anscheinend nie gelaufen.
    Angeblich soll in Frankreich eine Anlage gebaut werden oder ist im Bau, genauso wie in England (und in D wird eine der Erfahrensten zu gemacht!).

    Bezüglich Cyberknife kann ich auch was dazugeben:
    - mich haben sie abgelehnt zu behandeln, angeblich zu weit fortgeschrittener Krebs!
    Waren die Münchner.

    Und noch ein kleine Nachdenklichkeit:
    - seit 1990 sind die Protonen als Behandlung bekannt, seit 2009 in D, trotzdem wird hier in D diesen die "Erfahrung" abgesprochen (nur weil bisher in D noch keiner eine Studie darüber machte? Wegen S3-Leitlinie!).
    Wo sind nur all die, die damit keinen Erfolg hatten oder Probleme ala Inkontinenz oder Impotenz?

    Aber Cyberknife ist etabliert!

    M2ct - nicht nur aus "Erfahrung", aber auch deswegen!

    lg
    Harald alias Flüstermann (mit GS 7b und PSA 39 vor Behandlung)
    Flüstermann alias Harald (nomen est omen)
    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=733&page=graphic

  6. #6
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    Eine Bestrahlung der Prostata mit Cyberknife darf nach Beschluss der deutschen Gesellschaft für Radiologie (degro) nur im Rahmen von klinischen Studien durchgeführt werden. Das traf auf Unverständnis bei den Cyberknife-Zentren kam aber den Strahlentherapeuten mit IMRT Geräten sehr entgegen. Eine Gruppe von Cyberknife-Zentren hat daher die Hypostat-Studie initiiert und behandelt Prostatakrebspatienten im Rahmen dieser Studie. So wurde auch Gerry im Rahmen dieser Studie behandelt. Wie Gerry schreibt, wurde diese Studie jetzt verlängert und das wird vermutlich auch so weitergehen.

    Vor dem Beschluss der degro behandelten fast alle Cyberknife-Zentren Prostatakrebspatienten, aber nur bis mittlerem Risiko ohne Metastasen. High-Risk Patienten werden nach meiner Kenntnis auch in den USA nur in Studien mit Cyberknife behandelt.

  7. #7
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    Georg, beschränkt der Beschluß die Behandlung eines Patienten auf Studienteilnehmer oder beschränkt er die Erstattung durch die GKV?

  8. #8
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    zu Cyberknife und Protonenbestrahlung kann ich etwas beitragen. Aus meiner eigenen Behandlung:

    eins jedoch vorweg: ich bin der Meinung, dass alle Menschen die selben Chansen haben sollen, hinsichtlich jeder medizinischen Maßnahme.
    Bin gegen eine Zweiklassenmedizin. Wegen meines früheren Arbeitsvertrages mußte ich mich PV versichern.
    Richtig ist aber auch, dass nach dreizehn Jahren Krebs, 'mein Hemd mir am nächsten ist.' Ich bin froh und dankbar, jede Behandlung bekommen zu haben.

    Protonenbestrahlung
    Eineinhalb Jahre nach der Prostatatektomie, stiegt der PSA langsam an. Vier Jahre habe ich es ausgehalten. Bei 0.8 entschied ich mit für eine Bestrahlung auf
    Verdacht auf ein Rezidiv.
    Dafür holte sechs Kostenvoranschläge (KVA) ein. Bei Zentren mit IMRT Geräten, also herkömmliche Beschleunigern und zusätzlich ein Zentrum mit
    Geräten für Protonenbestrahlung. An diesem Institut sollte die Bestrahlung 40.000,- € kosten. Man riet mir davon ab zu kommen, denn hinsichtlich des möglichen Krebs-
    rezidivs, gäbe es keinen Vorteil gegenüber herkömmlicher Bestrahlung. Außer: die Protonenstrahlen seien schonender. Sie enden in der Prostataloge und erreichen
    nicht andere Regionen, z.B. den Darm. So erinnere es heute. Die KVA von vier der anderen Häuser, holte ich durch ein persönliches Gespräch ein, bei den zwei übrigen per Telefon ein. Die Kosten lagen zwischen 6.900.- und 28.000,-€. Für eine vergleichbare Bestrahlung! Bevor ich mich für die kostengünstigste, sowie vertrauensvollste Klinik entschieden hatte, wurde mein Vorhaben abgesichert dadurch, dass ich vom telefonischen Service des Deutschen Krebszentrum in Heidelberg gebrauch machte. Dort wurde bestätigt, dass die geplante Bestrahlung völlig ausreichend, also richtig sei.



    Cyberknife

    wegen steigenden PSA wollte ich von dem damals neuen PSMA PET CT mit Gallium 68 gebrauch machen. Zwei Urologen teilten meinen Wunsch nicht, sie wollten bei den herkömmlich bleiben. Und ich besorgte mir einen Termin in Bremen selber. Zu sehen war eine Rippenmetastase.
    Mit dem Befund ging ich ein letztes Mal zu den beiden Uros. hier auf dem Land und wurde wieder nicht darin unterstützt, eine Behandlung mit Cyberknife durchführen
    zu lassen. also einer modernen Methode. Ich sollte in ein KH in der Nähe gehen. 28 Fraktionen war geplant.
    Also bin ich selber nach Berlin an die Charite gereist. Mit Cyberknife war eine Sitzung notwendig. Mit Erfolg.

    Und die Kosten? Für die Bildgebung hatte ich einen KVA von 4.000,-€ und für Cyberknife 18.000,-€ zu unterschreiben. Abgerechnet wurden dann aber Beträge, die etwa
    20% unter den KVA lagen.



    Alles gute allen
    Bernhard

  9. #9
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    Martin,

    grundsätzlich verlangt die Degro, dass Prostatapatienten nur in klinischen Studien mit Cyberknife behandelt werden dürfen. Daher kann man sich, nach meiner Kenntnis, nur an den Zentren behandeln lassen, die an der Hypostat Studie teilnehmen, an den anderen nicht. Nach meiner Kenntnis zahlen die Krankenkassen die Behandlungen, die im Rahmen von klinischen Studien stattfinden.

    Meiner Meinung nach sind in der Degro die Ärzte mit IMRT Geräten in der großen Mehrheit und sehen die Cyberknife-Bestrahlung als Konkurrenz an. Der Patient wird eine Bestrahlung bevorzugen, die nur eine Woche dauert statt sechs Wochen. Das dürfte ein wichtiger Grund für diese Empfehlung der Degro sein, die Anwendung von Cyberknife bei Prostatapatienten auf Studien zu beschränken.

    Georg

  10. #10
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    Ergänzend zu meinen obigen Ausführungen sei noch darauf hingewiesen, dass für Betroffene, die nicht die Kriterien für eine Cyberknife-Therapie erfüllen (Ein- und Ausschlusskriterien sind z. B. auch hier zu finden:
    https://www.saphir-radiochirurgie.co...ostat_studien/)
    es ggf. auch noch eine Alternative mit der HIFU-Tulsa-Pro-Methode, bei der Alta-Klink Bielefeld gibt:
    https://www.alta-klinik.de/prostata/therapie/

    Im Rahmen meiner Prostata-Biopsie dort (wg. der absolut empfehlenswerten Methode, da es problemlos ambulant durch den Gluteusmuskel geht - aber das ist ein anderes Thema) hatte ich wegen dieser Behandlungsmethode nachgefragt. Allerdings lehnte man mich ab, da mein GL-Score mit 7a+b dafür "zu gering war". Deshalb gehe ich davon aus, dass dort vermutlich ein lokal begrenzte PCA erst ab einem höherem Gleason-Score behandelt wird. (Im Zweifel anrufen und nachfragen!!!)

    Ich kann jedem Betroffenen, mit lokal begrenztem PCA, nur empfehlen, mit verschiedenen Kliniken Rücksprache zu nehmen und die kompletten Unterlagen zur Beurteilung zu übersenden.
    Man stellt dann schnell fest, wer engagiert ist und ein Interesse an einer Behandlung hat - und wer eben nicht.
    (In meinem Fall warte ich auf die Rückmeldung von zwei Kliniken noch heute ...)

    Wer an der Hypostat-Studie II interessiert ist und die Kriterien zur Teilnahme bereits bei einer eigenen Vorprüfung erfüllt, sollte ggf. direkt Prof. Dr. Dunst, UKSH, telefonisch kontaktieren. In meinem Fall hatte er sich ausgiebig Zeit genommen und bereits zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass ich die Kriterien erfüllen dürfte.

    Auf jeden Fall kann man von den "normalen" Klinik-Urologen nicht erwarten, dass man auf alternative Therapien, die nicht dem "Goldstandard" enstprechen, hingewiesen oder informiert wird. Dies ist denen alleine schon aus Haftungsgründen nicht möglich und hängt natürlich auch damit zusammen, dass entsprechende Fallzahlen für die im eigenen Hause vorhandenen Therapien erfüllt werden sollen, plus kaufmännischen Aspekten.
    Es hilt nur, selber viel zu suchen und absolut keinerlei Hemmungen zu haben, bei Fragen direkt an die Ärzte oder Kliniken heranzutreten - was sehr häufig aber eine Menge Geduld und/oder vieler blutdrucksenkender Mittel bedarf!!!

    Nochmals viel Glück allen Betroffenen und bei Fragen zu konkreten Abläufen, etc. kann man mich natürlich auch gerne kontaktieren

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