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Thema: Wer hat Erfahrungen mit Hormonspritzen, O H N E eine OP oder Bestrahlung

  1. #1
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    Wer hat Erfahrungen mit Hormonspritzen, O H N E eine OP oder Bestrahlung

    Wer hat Erfahrungen mit einer Homon - Spritzen - Therapie ohne eine OP oder Bestrahlung.
    Wie waren die Erfahrungen z.B. Nebenwirkungen, Anhaltungsdauer und was man beachten muss.

  2. #2
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    Dat geit so!

    Ich bin seit gut einem halben Jahr in Behandlung: zuerst nur Tabletten, jetzt die 2.Spritze Enantone 11,25 mg 3 Monatsdepot.

    Mein Alter: 76 Jahre

    Bisher etwa 3 kg Gewichtszunahme

    Sexuelles Verlangen: 0, vorher ging da noch was.

    Hitzewallungen

    etwas Brustwachstum

    Hodenverkleinerung

    Juckreiz am Hodensack (kein Hautpilz), Melkfett scheint da bisher gut zu helfen.

    Reizbarer als vorher?

    Allgemein ein ganz leichtes unspezifisches Unwohlsein, aber alles in allem geht es mir gut. Ich hatte vorher keine Probleme, nur bei einer Blutabnahme wurde ein deutlich erhöhter PSA Wert über 30 ng/ml festgestellt. Der liegt jetzt bei ca 6 ng/ml.

  3. #3
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    Hallo Mercy,

    seit über 2 Jahren (Sommer 2017) bin ich auf Hormonentzug, nach 4 Monaten erfolgte begleitend eine Chemotherapie von Dez. 2017 bis April 2018.

    Ziel des Hormonentzugs ist es den Testosteronspiegel auf Kastrationsniveau zu senken um den hormonabhängigen Krebs die Grundlage zu entziehen. Deshalb ist es sinnvoll das Testosteron vor der ersten Spritze und wieder nach ca. 4 Wochen zu messen. Dann sollte das Kastrationsniveau (0,2ng/ml) erreicht sein.
    Bei einigen Männern sinkt der Testosteronspiegel nur sehr langsam, bei mir war er nach 3 Monaten viel zu hoch. Geholfen hat ein Medikamentenwechsel von Leuprorelin auf Pamorelin.
    Sinnvoll ist es, zum Testen ob das Medikament der Spritze wirkt, am Anfang eine 1-Monatsspritze zu geben, wenn erfolgreich, dann weiter mit 3-Monats-Spritze.

    Ist eine längere Hormontherapie vorgesehen, kann eine vorherige Knochendichtemessung ein Referenzwert für die Feststellung eines möglichen Knochenabbaus nach 2 oder mehr Jahren sein.


    Nebenwirkungen fallen bei jedem etwas unterschiedlich aus, bei mir konnte ich folgende Nebenwirkungen des Hormonentzugs feststellen.
    Dazu Hinweise was sich bei mir als hilfreich erwiesen hat.

    - Müdigkeit
    Aufraffen und Bewegung an der frischen Luft.

    - Muskelabbau, gleichzeitig Gefahr der Gewichtszunahme
    Gegensteuern durch sportliche Tätigkeiten; ich wandere gerne, erledige vieles zu Fuß, daneben leichtes Hanteltraining, einfach immer in Bewegung bleiben.

    - gelegentliche depressive Verstimmungen
    Raus aus der Wohnung und bewegen.

    - Libido
    Schwindet leider rasant mit dem Fallen des Testosteronwertes.

    - Hitzewallungen
    Habe über ein Jahr viel Salbeitee getrunken, dann Wechsel auf „remifemin plus“, konzipiert für Wechseljahresbeschwerden bei Frauen, dämpft auch Hitzewallungen bei Männern. Dauert allerdings ca. 10 Tage bis die Wirkung eintritt.
    Leider muss ich auf Rotwein verzichten, der bewirkt bei mir heftige Hitzewallungen.

    - Gelenkbeschwerden
    War bei mir nicht ganz klar, ob vom Hormonentzug oder der Chemo, da zu dieser Zeit verstärkt aufgetreten.
    Nach Experimenten mit Weihrauchtabletten (halfen zeitweise) und verschiedenen Schmerzmitteln, verwende ich seit ca. 1 Jahr mit Erfolg ein Kurkumapräparat gegen Gelenkschmerzen.

    - Blutdruck
    Ist bei mir seit Behandlungsbeginn kräftig gefallen, gelegentlich schlafe ich im Sitzen ein.

    Das sind so in etwa die Nebenwirkungen, die bei mir durch Hormonentzug aufgetreten sind.
    Bisher verläuft mein Hormonentzug erfolgreich, der PSA-Wert ist von über 1000 ng/ml bei der Diagnose, seit einigen Monaten unter die Untere Nachweisgrenze meines Labors gefallen.


    Franz


  4. #4
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    Hormonspritzen sind eine ernste Sache und ich würde dir daher raten dich da ausführlich von einem Arzt beraten zu lassen und die Spritzen eventuell auch unter ärztlicher Kontrolle dir geben lassen.

  5. #5
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    M
    Zitat Zitat von Marianne Trimmel Beitrag anzeigen
    Hormonspritzen sind eine ernste Sache und ich würde dir daher raten dich da ausführlich von einem Arzt beraten zu lassen und die Spritzen eventuell auch unter ärztlicher Kontrolle dir geben lassen.
    Marianne, ich glaube, Mercy meint die Spritzen zum Hormonentzug. Die werden nur nach ausführlicher Diagnose und unter ärztlicher Kontrolle verabreicht.
    Lutz

  6. #6
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    Hallo, zu erst einmal Entschuldigung das ich mich erst jetzt wieder melde. War abwesend.
    Meinen besten Dank an Alle.
    Es geht mir hauptsächlich darum das ich keine OP, Bestrahlung oder Chemo haben will.
    Deshalb die Frage wer sich auskennt mit Hormonentzug ohne sonstige Therapien
    Wenn noch jemand diese Erfahrungen gemacht oder z. Zt. macht wäre es nett, seine Erfahrungen mitzuteieln.
    Natürlich lese ich auch Erfahrungen welche andere damit gemacht haben. Deshalb bitte meldet Euch mit Euren Erfahrungen.
    Ich hoffe jetzt Zeitnah mit zu wirken und freue mich auf weitere Resonancen. D A N K E !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  7. #7
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    Ein Konzentrat aller mit antihormonellen Therapien gemachten Erfahrungen findest Du im Basiswissen, Kapitel 8.5.

    Ralf

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