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Thema: Verzweiflung pur.

  1. #41
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    Mich würde interessieren, in wieweit die begonnene Hormontherapie eine PSMA PET-CT Bildgebung erschwert. Wenn der Krebs wie erhofft zurück geht, sind Metastasen doch schwerer zu finden und deswegen wäre ein schneller Termin für die CT wünschenswert?

    Zur Hormontherapie noch dieses Buch, weiß leider nicht, ob es diesen Titel oder etwas Vergleichbares auf Deutsch gibt.
    https://www.amazon.de/Androgen-Depri.../dp/1936303663

  2. #42
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    Karl,

    im dritten Beitrag (#3) in diesem Thread hatte ich darüber geschrieben:
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...408#post119408

    Georg

  3. #43
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    Damit es also nicht verlorengeht: Hormontherapie erleichtert in den ersten Wochen die Lokalisierung von PCa-Metastasen mittels einer PET-CT. Wie von Georg verlinkt, weisen Versuchsergebnisse auf eine gesteigerte Empfindlichkeit des Verfahrens nach 4 Wochen Hormontherapie hin, die nach 12 Wochen jedoch deutlich zurück geht.

    Für Brittas Mann wäre eine PET-CT also in etwa einem Monat optimal. Es sollte aber nicht 3 Monate oder länger damit gewartet werden.

  4. #44
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    Guten Morgen an alle,

    jetzt bin ich leicht verwirrt nach euren Beiträgen.
    Mein Mann soll laut Arzt die Tabletten jetzt 30 Tage lang nehmen und danach erst kommt die Spritze und CT natürlich auch noch .
    Ist an der Reihenfolge der Medikamente etwas falsch? Das heißt soll man das eher kombiniert anwenden oder doch nacheinander wie es vom Arzt gesagt wurde?
    Ich bin euch wirklich dankbar für eure Tipps und versuche grade alles zu verstehen in Zusammenhang mit dem Basiswissen wo ich mich durchkämpfen.
    Liebe Grüsse

  5. #45
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    Guten Morgen Britta,

    Auszug:

    Flare up-Phänomen

    Flare up-Phänomen bedeutet übersetzt “Phänomen des Aufflammens” und beschreibt eine Testosteron-Anflutung zu Beginn der Hormontherapie mit einem GnRH-Analogon. Im Gehirn entsteht durch die Gabe von GnRH-Analoga ein Überschuss an GnRH. Das GnRH bindet nun in großer Menge an die Bindungsstellen auf den Zellen der Hirnanhangsdrüse. Diese Zellen erhalten so ein sehr starkes Signal, FSH und LH auszuschütten. FSH und LH liegen dann in großen Mengen vor und bewirken an bestimmten Zellen in den Hoden eine verstärkte Testosteronproduktion. Es kommt dann zu einer Anflutung von Testosteron im Körper. Das Flare up-Phänomen hält unter der Behandlung mit einem GnRH-Analogon zwei bis drei Wochen an. Um ein stärkeres Tumorwachstum aufgrund der Testosteron-Wirkung in dieser Phase zu verhindern, können begleitend Androgenrezeptor-Antagonisten oder Gestagene eingesetzt werden.

    Nachfolgend der Volltext:

    https://www.viomedo.de/prostatakrebs...takrebs#102861

    Alles Gute für Deinen Mann.

    Gruß Harald
    nicht nachlassen

  6. #46
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    Liebe Britta,

    die Tabletten sollten noch etwa 4 Wochen lang nach der Verabreichung der ersten Depotspritze genommen werden, um einen etwaigen Testosteron flare up (siehe Beitrag von unserem Unverwüstlichen, das ist ein Testosteronanstieg, der kurzfristig nach der ersten Injektion auftritt) "abzufangen". Die Tabletten verhindern, dass dieses Testosteron an den Tumorzellen andocken kann.

    Ein PSMA Pet sollte innerhalb von höchstens 12 Wochen nach der ersten Spritze durchgeführt werden. Optimal wären wohl etwa 4 - 6 Wochen.

    In metastasierten Fällen hat sich gezeigt, dass sich das Fortschreiten der Erkrankung im Schnitt stark verzögern lässt, wenn sehr zeitnah zum Beginn der Hormontherapie entweder zusätzlich Zytiga oder eine Chemotherapie mit Docetaxel eingesetzt wird.

    In spezialisierten Zentren kann man Euch dazu bestens beraten. Es gibt aber auch ganz andere Optionen, die für deinen Mann beste Wahl müssen Mediziner mit Euch zusammen auswählen.

    Liebe Grüße
    Nat

  7. #47
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    Hallo Britta,
    vielleicht kann ich ein bissl zur Entspannung beitragen ... mein Gleason Score war damals 8 (4+4) und das war 2009! Habe 10 Jahre Hormontherapie hinter mir und mir geht es immer noch gut (aktueller PSA 118) Nix wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Das trifft sehr oft auf Prostatakrebs zu. Es ist ein sehr langsam wachsender Krebs und die Medizin macht Fortschritte im Monatsrhythmus. Hauptsache, der Krebs wird durch entsprechende Therapien erstmal ruhigestellt.

    Alles Gute!
    Das letzte Auto im Leben ist immer ein Kombi

  8. #48
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    Hallo Haimer.
    Das beruhigt mich wirklich , der Arzt hat mich nur zum verzweifeln gebracht wo er halt sagte er wäre sehr aggressiv und schnell wachsend was aber irgendwie nicht mit dem zusammenpasst was ich überall lese von wegen langsam wachsend.
    Ich versuche mir immer selbst einzureden das ich ihn nicht so schnell verlieren werde, aber wie immer im Leben sind die Gedanken ein auf und ab gerade dann wenn man schon so viele an Krebs hat .
    Ich danke dir wirklich für die Worte , das macht mir bzw. uns Mut.Ich lese meinem Mann immer Eure Beiträge vor und ich denke es macht ihm auch Mut.

  9. #49
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    Zitat Zitat von Britta Beitrag anzeigen
    ..... der Arzt hat mich nur zum verzweifeln gebracht wo er halt sagte er wäre sehr aggressiv und schnell wachsend was aber irgendwie nicht mit dem zusammenpasst was ich überall lese von wegen langsam wachsend.
    Guten Morgen Britta,

    liegen neben dem aktuellen PSA-Wert 600 ng/ml Ergebnisse aus früheren PSA-Messungen vor ? Um die Geschwindigkeit des Tumorwachstums feststellen zu können verwendet man die PSA-Verdopplungszeit.

    Die PSA-Verdopplungszeit gibt an, wie schnell der Tumor wächst und ist damit auch ein Hinweis auf die Aggressivität des Tumors. Wenn der Arzt von "schnellwachsend" spricht, dann bräuchte er mindestens einen weiteren PSA-Wert.

    Franz

  10. #50
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    Ergänzung zu #49

    Prostatakrebs ist im Vergleich mit anderen Krebserkrankungen ein langsam wachsender Krebs.
    Aber auch beim langsamen Wachstum des Prostatakrebses lassen sich unterschiedlich langsam wachsende Krebsvarianten unterscheiden.

    Franz

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