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Thema: PSA im Altersbedingten Normbereich und trotzdem PCA--wie passt das zusammen?

  1. #1
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    PSA im Altersbedingten Normbereich und trotzdem PCA--wie passt das zusammen?

    Hallo zusammen,

    ich lese hier im Forum bei den Neubetroffenen teilweise über hohe bis sehr hohe PSA Werte als der PCA festgestellt wurde.

    Bei mir lag dieser lediglich bei 2,8 (also für mein damaliges Alter von 55 noch im Normbereich) als die Biopsie gemacht wurde, die dann einen 7b PCA ergab.

    Laut der Prostatahilfe gibt es folgende Richtwerte:
    PSA – Normalwerte und erhöhte Werte


    • Bei gesunden Männern liegt der PSA-Normalwert zwischen 0 und maximal 4 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) Blut.
    • PSA-Werte zwischen 2 und 4 ng/ml stufen die meisten Ärzte als kontrollbedürftig ein, besonders bei jüngeren Männern.
    • Allgemein gilt: Bei einem PSA über 1 ng/ml sollten Männer den PSA-Test alle zwei Jahre, bei Werten über 2 ng/ml jährlich wiederholen.


    Wie passt hier mein PCA mit dem doch im Normbereich befindlichen PSA Wert zusammen?

    Ich hätte ja also lustig weiter einmal jährlich der "kontrollbedürftigkeit" Rechnung getragen und den PSA bestimmen lassen können....während mein PCA lustig weiter gewachsen wäre.

    Und ich hatte zu dieser Zeit überhaupt keine der typischen Beschwerden, die auf einen PCA hindeuteten.

    Versteht mich bitte nicht falsch....Bin ja sehr froh das mein PCA so frühzeitig erkannt und behandelt wurde, find es nur erschreckend, das ein vermeintlicher "Normalwert" doch sehr viel mehr bedeuten kann.
    Daher die Frage, wie das zusammen passt

  2. #2
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    Na ja, einfach ins Blaue hinein wird wohl keine Biopsie gemacht. Da muss doch noch irgendwas Anderes Anlass gegeben haben, eine Biopsie zu machen!
    R.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Reinhold2 Beitrag anzeigen
    Na ja, einfach ins Blaue hinein wird wohl keine Biopsie gemacht. Da muss doch noch irgendwas Anderes Anlass gegeben haben, eine Biopsie zu machen!
    R.
    ja, sicher...natürlich .....nach der PSA messung hat mein Hausarzt abgetastet und das gefiel ihm nicht, was er spürte...daher bin ich danach zum Urolgen zur weiteren Diagnosestellung, wo dann alles ans Licht kam.

    Hätte ich mich jetzt nur auf die Richtwerte verlassen und die Empfehlung des Hausarztes nicht ernst genug genommen......wer weiß....

  4. #4
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    Manchmal finde ich es auch schon unheimlich, welche Varianten es gibt, bis ein PCa überhaupt in Erwägung gezogen wird.
    Selbst bei meinem PSA von 45 im letzten Jahr war als Diagnose nur erst eine Prostatitis konstatiert worden. Ultraschall und Tastbefund und Blasenspiegelung und überhaupt: Nichts deutete auf PCa hin. Es gab bei mir eigentlich nur Miktionsbeschwerden.
    Dann, nach der Biopsie kam die große Katastrophe.
    Lutz
    Ich bei myprostate: ___ Kenndaten ___ Grafiken ___ PSA-VZ ___ Beurteilungen ___ Mein Bericht

  5. #5
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    Zitat Zitat von lutzi007 Beitrag anzeigen
    Manchmal finde ich es auch schon unheimlich, welche Varianten es gibt, bis ein PCa überhaupt in Erwägung gezogen wird.
    Selbst bei meinem PSA von 45 im letzten Jahr war als Diagnose nur erst eine Prostatitis konstatiert worden. Ultraschall und Tastbefund und Blasenspiegelung und überhaupt: Nichts deutete auf PCa hin. Es gab bei mir eigentlich nur Miktionsbeschwerden.
    Dann, nach der Biopsie kam die große Katastrophe.
    Lutz
    mein Urologe sagte mir damals, es gibt 3 Marker für die Prostata: PSA, TASTEN, ULTRASCHALL....bei mir waren 2 von 3 Marker (Tasten u Ultraschall) verdächtig, daher Biopsie gemacht.

    Wäre der Tastbefund beim Hausarzt nicht auffällig gewesen oder gar nicht gemacht worden und dann noch im Zusammenhang mit dem eigentlich "normalen, altersgerechten" PSA, wäre ich nicht beim Uro gelandet und trotzdem wütete der Krebs bereits, der dann munter weiter gewachsen wäre.

    Also, so wie ich den Uro verstanden habe, gucken die erste genauer, wenn 2 von den 3 Markern nicht OK sind.

    Deshalb verstehe ich den Zusammenhang auch nicht, das bei solch hohen PSA Werten nicht gleich Alarm geschlagen wird

  6. #6
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    Und bei mir ja nur PSA, was nicht in Ordnung war.
    Ist aber für einen Arzt auch nicht einfach.
    Lutz
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  7. #7
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    irgendwo habe ich hier mal im Forum gelesen, "willkommen in den Untiefen der Früherkennung" und genau das habe ich auch erlebt. Ich habe 6 Monate gebraucht bis ich ein gesichertes Ergebnis nach einer Biopsie hatte. Mein PSA war 3,88 und hat sich eigentlich nicht nach oben bewegt und dies bei einem Volumen von 52 ml. TRUS und Tast komplett unauffällig und ich war alle 4 Wochen beim Urologen und bin gefühlt 100 Mal untersucht worden. Dazu habe ich noch ein mpMRT gemacht, welches von 2 unterschiedlichen Radiologen begutachtet wurde, die beide nichts gefunden haben. Zu diesem Zeitpunkt hätte vermutlich jeder andere Urologe locker gelassen, mein Urologe hat mir dann aber was von PSA Anstieg erzählt (14 Jahre unter 1) und dass er der Sache nicht trauen würde. Ich wurde dann mit einem super neuen Ultraschall in einer Klinik untersucht und da hat man dann eine Stelle gefunden die dann anschließend biopsiert wurde. Von 12 Stanzen war dann eine mit 7a positiv, was sich dann pathologisch genau so bestätigt hatte. Vor meiner Operation habe ich mit meinem Operateur länger diskutiert und ich fand ziemlich interessant, dass er meinte er schaue sich immer alle verfügbaren Daten an und bildet sich dann seine Meinung auch über den Umfang der Operation. Ich denke, dass es mit den Grenzwerten genau so ist, sie sind eben nur ein Baustein und es müssen alle Faktoren bei der Beurteilung mit einbezogen werden.

  8. #8
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    ALTERSANGABE - Geburtsjahr

    PSA im Altersbedingten Normbereich und trotzdem PCA--wie passt das zusammen?
    Wie ich finde, ein hochinteressantes Thema, wichtig für die unsägliche Diskussion um Sinn und Unsinn der Früherkennung. Dieses Forum ist dazu geeignet, ohne Anspruch auf exakte Wissenschaft, sprich Statistik, Hinweise auf geeignete Früherkennung zu markieren (dient nicht in erster Linie dem Gewinnstreben der Ärzte bzw. Pharmaindustrie).

    Hierzu notwendig ist aber die ALTERSANGABE. Meine Aufforderung an alle, die ihre Krankengeschichte beschreiben, bitte nennt einmal das Alter (sinnvoll mit Geburtsjahr) - und wenn möglich im Profil.

    Für alle Leser ergibt sich ein besserer Überblick.

    @Berema
    Vor 10 Jahren wäre in meiner internistischen Hausarztpraxis dein PSA-Wert auch „durchgegangen“. Inzwischen bin ich klüger.

    Winfried

  9. #9
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    Zitat Zitat von W.Rellok Beitrag anzeigen

    @Berema
    Vor 10 Jahren wäre in meiner internistischen Hausarztpraxis dein PSA-Wert auch „durchgegangen“. Inzwischen bin ich klüger.

    Winfried
    Hallo Winfried,

    gut, dass hier auch mal aus der Sicht eines Internisten zu lesen.

    Ich muss gestehen, dass ich meine Vorsorge auch jahrelang darauf beschränkt habe, bei meinem Hausarzt (der übrigens auch Internist ist) den PSA bestimmen zu lassen und dadurch, weil nie etwas auffällig war, ich auch nicht zum Urologen gegangen bin.

    Mein PSA befand sich 2017 noch bei 1,4---Hausarzt hat danach auch von sich aus gleich mal abgetastet-----und es war alles OK
    Die Vorsorge im Okt 2018 beim Hausarzt ergab dann den PSA von 2,8 und den auffälligen Tastbefund, worauf mich mein Hausarzt zum Urologen schickte......der Rest ist ja bekannt(oben und im Profil beschrieben)

    2 Dinge haben hier schlimmeres verhindert glaub ich:


    1. das mein Hausarzt überhaupt nach der PSA Messung abgetastet hat und mich darauf hin zum Urologen schickte
    2. das ich auf ihn gehört habe, obwohl mein Wert ja eigentlich nur im "kotrollbedürftigen Bereich"
    lag

    Ich bin meinem Hausarzt sehr dankbar, dass er sich nicht durch Normwerte hat leiten lassen und zusätzlich die Tastuntersuchung gemacht hat (hätte er als Hausarzt ja nicht machen müssen)

    Denn nur durch seine Aufmerksamkeit und Gewissenhaftigkeit konnte letztendlich mein PCA noch rechtzeitig erkannt und behandelt werden. EIN HOCH AUF MEINEN HAUSARZT !!!

    Ich denke, alle, die zur Vorsorge gleich zum Urologen gehen, haben da einen Vorteil, weil der Uro IMMER auch abtastet und ggf auch ein Ultraschall macht.

    Es ist, glaub ich, nicht selbstverständlich, das ein Hausarzt so gewissenhaft vorgeht wie meiner

  10. #10
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    Ist das nicht überall so. Wenn regelmäßig eine PSA Messung gemacht wird, die man ja selber bezahlen muss, und eine Erhöhung festgestellt wird reagiert doch jeder Arzt so, oder? Meiner hat mir sofort eine Überweisung zu URO mitgegeben.

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