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Thema: Mrt oder CT?

  1. #1
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    Mrt oder CT?

    In der vergangen Zeit hat mein Vater zunehmend Beschwerden bei Bewegung,auch die Beweglichkeit der Halswirbelsäule ist eingeschränkt. Im Mai/ Juni wurde eine Metastase im Schambein entdeckt. Er steht unter Hormonentzug mit Profact, der PSA war im August und im Oktober 0,23, derTestosteronspiegel im Kastrationsbereich. Nun meine Frage, auf eure Erfahtungen und Wissen hoffend, können sich Metastasen bemerkbar machen und welches Verfahren sollten wir anstreben? Im September wurden aber nur anhand der Blutwerte knochenmetastasen mit den Beschwerden in dem Bereich ausgeschlossen.
    Ist das möglich?
    Danke an euch und ei en angenehmen 1. Advent.
    Martina

  2. #2
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    Das ist schon eine sehr grobe Diagnose, Knochenmetastasen während einer Hormontherapie an Hand der Blutwerte auszuschließen. Wenn das PSMA PET/CT zu teuer ist, so wäre ein CT oder MRT an den schmerzenden Stellen zur Diagnose einsetzbar. Wenn bisher die Knochenmetastase nur mit einem Knochenszintigramm festgestellt wurde, kann man wohl davon ausgehen, dass da noch mehr sind. Ich denke mit einem FDG PET/CT würde man u.U. auch etwas erkennen können, dies wird wahrscheinlich von der Kasse bezahlt.

  3. #3
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    Therapeutisch macht weitere Bildgebung nur Sinn, wenn man eine oligometastastische Situation vermutet, die lokal behandlungsfähig ist und auch dazu einen Anrzt findet, der das behandelt und eine Kasse, die das erstattet; oder wenn man eine Radiioligandentherapie machen will und kann. Chemotherapie würde leitlliniengerecht erst bei Kastrationsresistenz kommen.
    Um überhaupt eine Ausgangsbasis für die genannte Vermutung zu haben wäre das PSMA PET/CT sicher eine gute Wahl. Und wenn man dann zu viele Metastasen sieht, muss man ruhigen Gewissens die systemische Therapie fortsetzen und bei Bedarf palliativ bestrahlen. Also entweder das PET/CT jetzt machen lassen (und die Kostendiskussion vergessen) oder die nicht ganz unbegründeten Hypothesen der Ärzte akzeptieren. Eine Metastase am Schambein ist mehr ein Lokalrezidiv. Und was genau sind "Beschwerden bei Bewegung"?

  4. #4
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    "... Beschwerden bei Bewegung,auch die Beweglichkeit der Halswirbelsäule ist eingeschränkt." Hier halte ich eine palliative Bestrahlung für u.U. sinnvoll. Man muss aber dafür wissen, was man denn konkret palliativ bestrahlen soll um Schmerzen zu lindern. Also wo die Metastasen sind, die die Schmerzen verursachen.

  5. #5
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    Hallo, das Gangbild ist gebeugt, Schonhaltung nach links, Schulterblick kaum möglich, also Autofahren beschwerlich.
    Wenn ich ihn doch motiviert bekomme, einen Arzt aufzusuchen, darf ich nichts falsch organisieren. Er ist gerade ziemlich Down, fühlt sich abgeschrieben.
    Mit dem PET gehen wir in Widerspruch, welche Schritte könntet ihr uns außerdem konkret empfehlen. Wieder zu Urologen? Oder zum Hausarzt, der war aber in die bisherige Behandlung kaum involviert.Alles lief über die Urologie. Dann MRT? Knochenszinti? Auch CT?
    Dann Bestrahlung gegen die Beschwerden?
    Danke euch
    Martina

  6. #6
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    Hallo Martina,

    hat sich in HWK 1-3 eine Metastase etabliert und die Bewegung ist entsprechend eingeschränkt, muß die Lage sowieso exakt lokalisiert werden.
    Eine Metastase dort verursacht neben Taubheit in den Extremitäten auch Schmerzen wenn der Kopf stark angehoben oder schnell nach links oder rechts gedreht wird.
    Die Kopfbeugung nach hinten geht kaum noch und schmerzt. Kurze stechende Schmerzen kommen vor, Nehmen diese zu, wird es Zeit für eine zielführende Behandlung.
    Wie Georg schon ausführte MRT oder CT zur Eruierung.
    Eine Bestrahlung stellt hohe Ansprüche an das Strahlenteam. Leider weiß ich das.

    Gruss
    Hans-J.

  7. #7
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    Vielen Dank, der Widerspruch auf PET/CT ist fertig. Von anderer Diagnostik (MRT, CT) konnte ich meinen Vater noch nicht überzeugen. Im Moment nimmt er Schmerzmittel. Er ist ziemlich runter und muss die Ablehnung durch die KK verdauen. Er sagt, alles ist sinnlos, auch die KK hätte ihn aufgegeben.
    Martina

  8. #8
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    Martina,

    die PET/CT liefert natürlich schön bunte Bilder und zeigt deutlich die Stoffwechselumbauprozesse. Die CT, ob eine M. wo genau und wie geartet ist. Die MRT auch.
    Ist wirklich etwas am HWK x,y,z, im Knochenmark, Spinalkanal oder am Wirbel, sollte das möglichst zeitnah abgeklärt werden.
    Je kleiner die Raumforderung ist, umso einfacher zu bestrahlen.

    Die Bestrahlungsarten sind deutlich die letzten Jahre so verbessert worden, dass die Auswahl groß und mittlerweile auf die Art der Metastase angepasst wird.

    Ehe ich mich da mit den KK rumplagen würde und Zeit vertrödele, würde ich bezahlte, alternative Diagnostik betreiben für die Hot Spots an M und diese entsprechend der Art angehen.

    Gruss
    Hans-J.

  9. #9
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    Ich bleibe dran. Ich danke euch.
    Martina

  10. #10
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    Termin beim Urologen gehabt, überweist meinen Vater zum Knochenszintigramm und zum MRT. Bis dahin Schmerzmedikation. PSA wurde auch bestimmt.
    Er sagte, dass sich Lymphknotenmetastasen eines pca nie im Bereich des Kopfes bilden. Von Knochenmetastasen geht er auch nicht aus. Was ist das denn? Mein Vater sagt, dass er den Schmerz nicht mehr genau lokalisieren kann. Kopf und Ohr tun weh, genauso wie Halswirbel, Nacken und Schultern. Im Januar wissen wir mehr.
    Martina

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