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Thema: Allein mit dem Krebs

  1. #11
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    War auch schon in der FAS drin. Hatte mich da schon gefragt, was man alles noch von der Gesellschaft erwartet?! Ist das nicht erstmal eine Holschuld?
    Das Problem dabei ist, dass je schwerer eine Erkrankung individuell empfunden wird, um so weniger Energie steht dem Betroffenen dann zur Verfügung, sich um alles selber zu kümmern und quasi zu versuchen, sich selbst an den eigenen Haaren aus dem Sumpf wieder herauszuziehen. Dann wird dann also Hilfe von aussen benötigt.

    Und dann sind die individuellen Unterschiede auch noch so groß, z.B. (habe ich so schon selbst von Anderen mitbekommen):

    Die einen erzählen einem lachend, dass sie Lungenkrebs haben, Knochenbrüche durch die Metastasen, u.ä. und sagen dazu einfach: "Na und?"

    Andere Krebserkrankte leiden so stark nur unter den Nebenwirkungen der Behandlung, dass sie kurz davor sind, ihr Leben selbst zu beenden.

    Bei anderen Erkrankungen, wozu ich auch so etwas wie Burn out, Bore out, usw. dazurechne ist das natürlich genau so.

    Ich finde schon, dass man da auch die Nachsorge verbessern könnte und dann mehr helfen sollte, um das Leid zu verringern.

    Lutz
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  2. #12
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    Zitat Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
    Ich lese immer wieder in der Tageszeitung das Veranstaltungen in Krankenhaus St. Josef in Regensburg stattfinden. Erst letzte Woche war wieder eine und auch ein Treffen von Betroffenen. Ich bin da noch nie hingegangen da dort einen Parkplatz zu finden nicht einfach ist.
    Michi, sind mir bei uns in der Gegend noch gar nicht aufgefallen, solche Veranstaltungen. Hätte ich selbst auch keine Lust drauf. Ist aber bestimmt sinnvoll, so etwas anzubieten.
    Ich selbst fühle mich gut "umsorgt" als Krebskranker und bin ganz zufrieden. Ich kann aber gut nachvollziehen, wenn Andere das nicht sind, was ja wohl der Fall ist. Da muss dann auch mehr getan werden. Ja, auch vermittelnd von den Ärzten aus.
    Lutz
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  3. #13
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    @LowRoad
    Klar, jeder sollte selbst aktiv werden.
    Bei Prostatakrebs leisten die Selbsthilfegruppen und unser Forum einiges.
    Bei anderen Krebsarten sieht die Sache schon anders aus.
    Man sieht an den Beiträgen, dass die Ehefrauen oder meist Töchter sich sehr kümmern, wenn die Männer oder Väter mit der Krankheit - auch wegen ihres Alters- überfordert sind. Aber nicht alle Betroffene haben dieses Glück oder kommen aus ihrem „Tal“ nicht herraus.
    Ich glaube, das einige Betroffene berufliche, finanzielle und/oder psychische Probleme haben.
    Krebs hat nicht nur eine medizinische Seite, sondern trifft den Menschen umfassend.

  4. #14
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    Und auch da ist es sinnvoll eine AHB und ein Jahr später eine REHA zu machen. Da wird man mit Sicherheit ein wenig Aufgebaut.

  5. #15
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    Gerade lief ein bemerkenswerter Beitrag im Deutschlandfunk in „Tag für Tag“:

    Diktat der Hoffnung
    Die Dlf-Journalistin Ulrike Winkelmann hat sich an einem Buchprojekt beteiligt, dass den Alltag der Angehörigen von Krebskranken beschreibt. Ein Gespräch übers Kämpfen, den Tod als Niederlage und den Wert der Öffentlichkeit.

    Auch später unter Deutschlandfunk.de Mediathek abrufbar.

    https://srv.deutschlandradio.de/them...5Bstation%5D=4

    Übriges beschäftigt sich die „Sprechstunde“ regelmäßig mit Krebs.

    https://www.deutschlandfunk.de/sprechstunde.708.de.html

    Lothar

  6. #16
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    Hier ein Link auf einen Beitrag der Deutschen Krebsgesellschaft „Allein mit der Diagnose Krebs“:

    https://www.krebsgesellschaft.de/onk...nosekrebs.html

    Lothar

  7. #17
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    In einer Überflußgesellschaft ist es keine Frage, dass die seelische Betreuung der Kranken aufwendig organisiert werden kann. Wenn ich mir allerdings den "Notstand" im Pflegebereich oder den Mangel an einigen Medikamenten oder das lange Warten auf Termine beim Spezialisten sehe vermute ich eher, dass es an den gesellschaftlichen Prioritäten liegt und die Resourcen doch sehr begrenzt sind. Ein intelligenter und mitfühlsamer Pfarrer oder Psychologe wäre vielleicht auch ein guter Onkologe oder Operateur geworden, oder Krebsforscher.
    An erster Stelle steht für mich die Heilung bzw. Behandlung der Ursache des seelischen Leidens, und das ist hier die physische Krankheit.

  8. #18
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    Leben alle Krebskranken in einer Überflussgesellschaft bzw. profitieren sie umfänglich davon?
    Krebs auf eine rein physische Krankheit zu reduzieren ist naiv und ignorant.
    Krebs geht an die Wurzel der menschlichen Existenz.
    Ehepartner, die Familie, die Freunde, das ganze Umfeld ist betroffen.
    Insgesamt hast Du zu dem Problemkreis eine einseitige und zynische Einstellung.

  9. #19
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    Ich glaube, dass sämtliche Krankheiten erfolgreicher behandelt werden könnten, wenn von Anfang an nicht nur die physischen Komponenten sondern auch die psychischen mitbedacht werden. Das wäre dann eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Da könnte noch viel verbessert werden in unserem medizinischen System.
    Lutz
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  10. #20
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    In unserer modernen "Überflussgesellschaft", wo "höher, schneller, weiter, schöner, u.ä. am Wichtigsten ist, scheint kein Platz mehr zu sein für Leiden und Tod.
    Besonders als Krebsbetroffener wird man plötzlich mit Leiden und Tod konfrontiert. Ehen und Partnerschaften zerbrechen daran, Freunde ziehen sich zurück...
    Also, für mich hat die psychische Komponente einen sehr hohen Stellenwert.
    Lutz
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