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Thema: Allein mit dem Krebs

  1. #21
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    Sorry, wenn ich mich hier im Forum "2 Stühle eine Meinung" melde.
    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Krebs auf eine rein physische Krankheit zu reduzieren ist naiv und ignorant.
    Begriffe zu verwirren ist nicht hilfreich. Nicht jeder leidet an einer Psychose nach oder vor Krebs. Und ob die Heilung dieser Psychose auch den Krebs verändert wäre zu beweisen.
    Befindlichkeitsstörungen dagegen können auf vielfältige Art angegangen werden, da bedarf es keines Spezialisten.

  2. #22
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    „Psychose ist ein Überbegriff für schwere psychische Störungen, bei denen die Betroffenen den Bezug zur Realität verlieren. Dabei nehmen die Patienten sich selbst und ihre Umwelt verändert wahr. Typische Anzeichen für eine Psychose sind Wahnvorstellungen und Halluzinationen.“


    Krebspatienten leiden unter anderem an Angstzuständen, Anpassungsstörungen, Depressionen und Fatigue.
    Von Psychosen war nicht die Rede.

    „Begriffe zu verwirren ist nicht hilfreich.“ Ja!

  3. #23
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    Zu dem Thema hatte ich gestern bei "Visite" im NDR einen interessanten Beitrag gesehen. Dort wurde genau das angesprochen: Angstzustände, Anpassungsstörungen, Depressionen und Fatigue.
    Auch das man nicht "verrückt" wäre, wenn man in dem Zusammenhang Psychotherapie benötigt. Es wurde auch angesprochen, dass es da auch noch viele Vorurteile gibt.
    Lutz
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  4. #24
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    Bin halt etwas altmodisch. Früher stand Psychose für alle Arten psychischer Erkrankungen (siehe Wikipedia). Das hatte ich gemeint, in Abgrenzung zu Befindlichkeitsstörungen. Ersetze "Psychose" durch "psychische Erkrankung".

  5. #25
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    Zitat Zitat von lutzi007 Beitrag anzeigen
    Ehen und Partnerschaften zerbrechen daran, ....
    Beziehungen zerbrechen auch häufig ohne schwere Erkrankung.
    Über die Belastungen in Beziehungen bei Krebs und zur möglichen Trennung:

    https://www.watson.de/leben/intervie...belastend-wird

    Zitate:
    Nicht ausschließlich, aber oft stellt eine Krebsdiagnose eine besondere Herausforderung für eine Partnerschaft dar. Die langwierige und schwere Erkrankung bedeutet eine psychische und körperliche Belastung – vor allem für den Betroffenen, aber auch für dessen Partner.“…
    und
    “In Studien zeigt sich keine höhere Trennungshäufigkeit im Falle einer Erkrankung. Das hängt auch damit zusammen, dass so ein Schicksalsschlag wie eine Krebsdiagnose zwei Menschen zusammenschweißen kann.“

    Franz

  6. #26
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    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    ..
    “In Studien zeigt sich keine höhere Trennungshäufigkeit im Falle einer Erkrankung. Das hängt auch damit zusammen, dass so ein Schicksalsschlag wie eine Krebsdiagnose zwei Menschen zusammenschweißen kann.“

    Franz
    Das ist endlich auch mal etwas Positives!
    Wenn die Beziehung nach Krebserkrankung zerbricht, war vielleicht auch schon vorher der Wurm drin 🤔
    Lutz
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  7. #27
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  8. #28
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    Hier ein Link auf einen beachtenswerten Beitrag von „Spektrum der Wissenschaften“:

    https://www.spektrum.de/news/wie-kre...lastet/1692612

    PSYCHOONKOLOGIE: Das Leben nach dem Krebs

    Eine Krebserkrankung hinterlässt körperliche wie seelische Narben. Sie bleiben oft auch dann noch zurück, wenn die Krankheit längst besiegt ist. Was hilft den Überlebenden?

  9. #29
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    Werden psychische Probleme, Hilflosigkeit, Angstzustände und Vereinsamung insbes. von Fortgeschrittenen bei der Hotline und/oder bei den Selbsthilfegruppen vorgetragen?

    Wird dabei Hilfestellung durch Vermittlung an soziale Dienste, Psychologische Betreuung und Gesprächskreise in Krankenhäusern angeboten?

    Hier eine Studie zur Antidepressivatherapie bei fortgeschrittenen Krebs:

    https://www.cancernetwork.com/oncolo...choose-therapy

    Zusammenfassung:

    Krebspatienten mit Depressionen leiden unter stärkeren körperlichen Symptomen, Schmerzen und Müdigkeit. eine schlechtere Lebensqualität haben; und stoßen im Vergleich zu Krebspatienten, die nicht depressiv sind, eher auf negative Gedanken. Eine genaue Beurteilung und Behandlung von Depressionen kann sich positiv auf die Lebensqualität eines Patienten auswirken. Die medikamentöse Behandlung von Depressionen bei Patienten mit fortgeschrittenem Krebs sollte sich an der Symptomreduktion orientieren, unabhängig davon, ob der Patient die diagnostischen Kriterien für eine schwere Depression erfüllt. Zur wirksamen Behandlung einer depressiven Erkrankung müssen Antidepressiva und kognitive Verhaltenstherapien eher früher als später eingeleitet werden, um die Symptombelastung zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern.

    Lothar

  10. #30
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Werden psychische Probleme, Hilflosigkeit, Angstzustände und Vereinsamung insbes. von Fortgeschrittenen bei der Hotline und/oder bei den Selbsthilfegruppen vorgetragen?

    Wird dabei Hilfestellung durch Vermittlung an soziale Dienste, Psychologische Betreuung und Gesprächskreise in Krankenhäusern angeboten?

    Lothar
    Leider habe ich an keiner Stelle erlebt, dass mir das angeboten wurde. Die einzige, die mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich da wohl Hilfe gebrauchen könnte, war meine Frau. Nachdem mir dann auch selbst bewusst geworden war, dass entsprechende Hilfe für mich gut ist, habe ich mich dann darum bemüht und sie auch bekommen.
    Aber es könnte doch auch anders laufen, oder ? 🤔
    Lutz
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