Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 27

Thema: Bitte um Rat

  1. #11
    Registriert seit
    06.12.2019
    Beiträge
    15
    Frohes Neues Jahr wünsche ich allen.
    Hier ein Update. Der Urologe hat sich gemeldet, aber viel mehr wissen als davor haben wir nun auch nicht. Er sei sich mit dem Radiologen uneins, was das nun sei. Daher wird nochmal ein CT und MRT gemacht (das wurde vor einem knappen halben Jahr bereits gemacht). Kann sich denn in so „kurzer“ Zeit denn viel verändern? Im Sommer war jedenfalls noch kein Hinweis auf ossäre Läsionen da... ich dachte, die Knochenszintigrafie wäre das aussagekräftigste der drei? Jedenfalls schauen sie sich auch die Weichteile wie zb Lunge an...das macht mir etwas Sorgen. Und das Warten und die Ungewissheit geht weiter (mir schwant, dass wir uns daran gewöhnen müssen)

  2. #12
    Registriert seit
    06.12.2019
    Beiträge
    15
    Guten Abend...
    1 Monat nach der Knochenszintigrafie nun die Bestätigung: eine knapp 4 cm große Metastase im Becken und eine 5 mm große im Kreuzbein. Das weitere Vorgehen erfahren wir nächste Woche, aber es war die Rede von Bestrahlungen. Kann mir dazu jemand etwas sagen? Also wie sind da die „Erfolgsaussichten“? Können die Metastasen ganz zerstört werden oder nur zurück gedrängt? Mir geht das alles irgendwie zu schnell, innerhalb von weniger als 1 Jahr so eine Entwicklung... 😢

  3. #13
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.384
    Hallo Michelle,

    die Metastasen waren schon Jahre vor der Operation da, man hat nur vorher keine Knochenszinitgrafie gemacht. Im allgemeinen wird man die Metastasen bestrahlen wenn sie Schmerzen verursachen und jetzt mit einer Hormontherapie anfangen, damit sie nicht weiter wachsen.

    Die Knochenszintigrafie wird von der Kasse bezahlt, es gibt aber heute genauere Untersuchungen, das PSMA PET/CT. Wenn man mit der Knochenszintigrafie Metastasen sieht, so sieht man leider in der Regel mit einem PSMA PET/CT noch mehr. Deshalb würde man nur die größten Metastasen zerstören, wenn man diese zwei zerstört. Daher wird man jetzt wohl nicht bestrahlen wollen.

    Georg

  4. #14
    Registriert seit
    06.12.2019
    Beiträge
    15
    Danke für die ernüchternde Antwort. D.h. Bestrahlung hätte eigentlich wenig Sinn jetzt. Merkwürdig, dass sie nur davon geredet und eine Hormontherapie garnicht erwähnt haben. Kann es sein dass bei der kribriformen Art die Hormontherapie nicht greift? Meine da mal was gelesen zu haben.

  5. #15
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    644
    Michelle,

    Bitte nicht grad an das Negativste denken. Dass die Ärzte noch keine Hormontherapie in Betracht ziehen, ist eigentlich ein gutes Zeichen. Mit einer Bestrahlung kann man Knochenmetastasen auch komplett entfernen. Es wird dennoch nicht auf eine komplette Heilung herauslaufen. Wie bei mir auch. Aber der Krebs kann wieder zurückgedrängt werden, was man dann auch am PSA Wert verfolgen kann. Deshalb macht auch die Bestrahlung sehr viel Sinn. Früher oder später wird dann auch die Hormontherapie kommen, kribriförmiges Karzinom hin-oder her.

    Alles Gute euch
    Heinrich

  6. #16
    Registriert seit
    06.12.2019
    Beiträge
    15
    Danke für deine Antwort lieber Heinrich! Ich weiß, ich sollte wirklich mehr positive Gedanken zulassen...man fühlt sich halt so hilflos wenn man nicht dabei sein kann und immer nur einen Teil mitbekommt. Sein PSA ist nach der Op bei 9...ich weiß leider nicht welchen Wert er vor der Op hatte (im Sommer war der PSA bei 4). Nächste Woche wissen wir hoffentlich mehr, ich denke, das hilft dann auch wenn der „Fahrplan“ steht...

  7. #17
    Registriert seit
    06.12.2019
    Beiträge
    15
    Guten Abend. Ich hoffe ihr könnt mir nochmal weiterhelfen..mein Vater hat keine zwei Monate nach der Radikal Op einen Psa Wert von 9 (vor der Op 3). Ich finde keinen Fall wo trotz der Op der Anstieg so schnell hoch geht...auch wenn er nun die Bestätigung hat, dass es bereits Metastasen gibt. Daher beginnt nun die Hormontherapie statt der geplanten Bestrahlung (der Dr. Meinte es wären zuviele Metastasen bzw wäre es auch zu flächig um gezielt bestrahlen zu können?? ) . Es geht los mit Casodex 50mg / 1x am Tag und dann Eligard Spritzen (22,5mg) alle 3 Monate. Nach 3 Wochen Casodex soll der Psa schon fallen...nur was, wenn nicht? Kann mir jemand etwas zu der Behandlung sagen?
    Danke schon mal für jede Rückmeldung! Liebe Grüße, Michelle

  8. #18
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    644
    Hallo Michelle,

    Ja, da gibt es sehr viel über diese Behandlung zu sagen. Sie ist mit Abstand die häufigste Behandlung und wohl auch die effektivste im Moment, wenn eine lokale Bestrahlung nicht als genügend aussichtsreich betrachtet wird. Wenn Du Dich sehr detailliert damit befassen willst, ist die grossartige Übersichtsarbeit von Georg: "Wie lange wirkt die Hormontherapie" sehr zu empfehlen.

    Das Casodex soll den sog. PSA Flare-up verhindern, weil die nachfolgende Eligard Spritze erst einmal für 1-2 Wochen den Testosteron Wert erhöht, und damit die Krebszellen zum Wachstum anregen könnte. Bei Knochenmetastasen manchmal schon eine vorübergehende schmerzhafte Angelegenheit, siehe auch im Kapitel 8.11.6 im "ersten Rat".

    PSA Wert und auch Testosteron sollten weiter kontrolliert werden, besonders wenn der PSA Wert nicht unter 0.03 ng/mL gehen will. Die Testosteron Konzentration 3 Monate nach Eligard sollte kleiner sein als 0.2 ng/mL, ansonsten können noch andere Medikamente versucht werden.

    Heinrich

  9. #19
    Registriert seit
    06.12.2019
    Beiträge
    15
    Danke für die Antwort. Es hat sich nun wieder was Neues ergeben und ich bin wieder etwas ratlos und hoffe auf Infos von euch...nach Casodex und der ersten Spritze Eligard vor knapp 2 Wochen wurde der Psa wieder gemessen und er ist noch immer nicht gesunken...daher bekommt er nun noch Zytiga und Cortison. Wird da jetzt nicht viel Pulver auf einmal verschossen ? Kann nach 2 Wochen überhaupt schon der psa fallen ? Ist das jetzt eher ein schlechtes Zeichen wenn Zytiga gleich nach geschossen wird ?
    Danke schon mal für jeden Hinweis...
    Alles liebe, M

  10. #20
    Registriert seit
    05.07.2018
    Beiträge
    580
    Hallo Michell,
    2 Wochen erscheint mir sehr kurz für eine Beurteilung. So schnell kann Eligard ja gar nicht wirken. Testosteron sollte als nächstes auch unbedingt geprüft werden; die Blutwerte CGA und NSE auch.
    Zytiga und Cortison könnte ja bei Bedarf auch erst in 2 Wochen eingesetzt werden.
    Wenn alles fast auf einmal eingesetzt wird, weiß man ja gar nicht, welches Mittel am besten hilft?
    Lutz
    Ich bei myprostate: ___ Kenndaten ___ Grafiken ___ PSA-VZ ___ Beurteilungen ___ Mein Bericht

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •