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Thema: Aufklärung im Umfeld?

  1. #1
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    Aufklärung im Umfeld?

    Da ich in 2 Vereinen aktiv bin und ein großes soziales Umfeld habe, haben etliche Menschen von meiner Diagnose erfahren und auch dass ich mich einer OP unterzogen habe. Ich habe zu fast 100% nur positive Reaktionen erfahren. Menschen aus meinem engeren Kreis, die gefragt habe, habe ich meine Situation erklärt, im weiteren Umfeld habe ich irgendwas erzählt aber nicht, dass ich an Krebs erkrankt bin.
    Mit etlichen habe ich versucht ein Gespräch zu starten, nach dem Motto, "gehst Du denn zur Vorsorge", "kennst Du Deinen PSA" usw. Ich habe es dann irgendwann wieder gelassen, weil ich festgestellt habe, dass 95% der Männer keine Ahnung haben und was eigentlich noch schwerer wiegt, sich dafür gar nicht interessieren. Fast niemand konnte mir seinen PSA Wert sagen, weil sie gar nicht wussten was das ist. Mein missionarischer Eifer hat sich inzwischen gelegt und ich spreche dieses Thema nicht mehr an. Wie handhabt ihr dieses Thema? VG

  2. #2
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    Hallo martcu,

    das Thema wurde schon früher einmal diskutiert, und es gibt im Forumextrakt eine Seite dazu:
    http://www.prostatakrebse.de/informa...ml/umgang.html
    außerdem im Basiswissen das Kapitel 34 "Soll ich es sagen, und wenn ja, wie?".

    Ralf

  3. #3
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    Hallo Ralf,
    danke für den Link. Sehr interessant! Ich persönlich spielte von Anfang an mit offenen Karten. O.K. ich bin Rentner, brauchte also allenfalls ehemalige Arbeitskollegen, die mir nahe stehen, zu informieren. Meinen Sohn und meinen Bruder und auch meine Schwäger habe ich ausführlich informiert, auch, damit sie die Chance zur Vorsorge nutzen. Die sind ja alle noch deutlich jünger als ich. Die einzigen, die nur wissen, dass der Opa irgendwie krank ist, sind die Enkel. Die erleben mich aber z.Z. noch munter und fidel und das ist auch gut so.
    Arnold

  4. #4
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    Ich habe kein Problem mit meiner Erkrankung an die "Öffentlichkeit" zu gehen, es wissen alle in meiner Umgebung, Familie, Freunde und auch meine ArbeitskollegInnen

  5. #5
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    Wenn Politiker ihre Krebserkrankung publik machen, beginnt sofort der Kampf um ihre Nachfolge. Es hängt also davon ab, in welcher Situation man ist. Ähnlich wenn man in einer Firma als Abteilungleiter tätig ist. Der Chef denkt, wie lange ist er noch für den Job geeignet. Andere möchten gerne Abteilungsleiter werden. Der Betroffene möchte nicht aufs Abstellgleis geschoben werden.

  6. #6
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    das war ein Teil, der andere Teil ist, dass ich zu Beginn aktiv Werbung für Vorsorge gemacht habe, dann aber in vielen Fällen auf Desinteresse gestoßen bin und es dann wieder gelassen habe. Das hat mich in gewisser Weise ein wenig fassungslos gemacht "Hallo, schaut mich an, Pca kann man schon mit 54 bekommen ihr müsst aktiv werden"
    Ich hatte den Eindruck, dass es den meisten unangenehm war.

  7. #7
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    Martin,
    mir ging es genau wie Dir.
    Mein missionarischer Eifer hinsichtlich Vorsorge hat sich inzwischen auch gelegt. Einige wenige meiner Missionsopfer waren dabei, die sich doch schon Gedanken machten. Und etliche wollten auch genau wissen, wie alles angefangen hat. Welches z.B. die ersten Beschwerden waren. Da wusste ich dann schon gleich, dass bei denen auch schon gewisse "Pinkelprobleme" bestanden.
    Lutz
    Ich bei myprostate: ___ Kenndaten ___ Grafiken ___ PSA-VZ ___ Beurteilungen ___ Mein Bericht

  8. #8
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    Ich hatte keine Probleme oder Schmerzen. Bei der 2-jährigen Untersuchung beim Hausarzt habe ich meinen PSA bestimmen lassen. Den muss man ja selber bezahlen. Da wurde dann ein erhöhter Wert festgestellt und mein Hausarzt hat mir dann sofort eine Überweisung zum URO ausgestellt. Da nahm dann alles seinen Lauf. In myprostate zu lesen

  9. #9
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    Bei mir wussten auch alle (Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Chef)
    gleich
    von Anfang an, was los ist.
    Ich hatte kein Problem damit alle zu informieren...Von allen Seiten gab es dann auch großes Verständnis, u Hilfe.
    Das überraschende für mich war, das plötzlich jeder mit der Aussage um die Ecke kam, weitere Männer im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis zu kennen , die das gleiche Problem hatten oder haben.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Berema Beitrag anzeigen
    Bei mir wussten auch alle (Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Chef)
    gleich
    von Anfang an, was los ist.
    Ich hatte kein Problem damit alle zu informieren...Von allen Seiten gab es dann auch großes Verständnis, u Hilfe.
    Das überraschende für mich war, das plötzlich jeder mit der Aussage um die Ecke kam, weitere Männer im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis zu kennen , die das gleiche Problem hatten oder haben.
    Genau so war es bei mir auch. Als ich Mitte des Jahres auch noch frei heraus erzählte, dass ich zur Unterstützung, weil der Hormonentzug bei mir depressive Verstimmungen auslöste, auch noch Psychotherapie in Anspruch nehme, da erzählten mir nach und nach Etliche, dass sie auch in Behandlung wären oder schon mal gewesen wären. Die Gründe waren unterschiedlich. Das reichte von Burnout, anderen Krankheiten und Beziehungsproblemen.
    So etwas erfährt man dann nur, wenn man auch was von sich erzählt.
    Lutz
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