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Thema: Willkür der Justitia - Verfolgung eines Krebsarztes - Wer steckt dahinter ?

  1. #21
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    Michi, die Krankenkasse kann nur das bezahlen, was überhaupt am Markt verfügbar ist. Forschung findet fast nur statt für Medikamente
    - die eine patentierbare Substanz enthalten
    - die eine große Gruppe von Patienten erreichen können oder chronische Krankheiten lindern (aber nicht heilen) - besser, beide Kriterien treffen zu - und noch besser: man erstellt fragwürdige Studien, die eine große Gruppe von Menschen als "krank" deklarieren (Blutdruck...) oder ein fast unwirksames Mittelchen als nützlich
    - die maßgeschneidert werden müssen und daher jeweils extrem teuer sind.
    Und die Kasse bezahlt nur das, wofür Evidenz besteht (Homöopathie usw. mal ausgelassen). Die dafür nötigen Studien sind sehr teuer, was die Bedeutung der genannten Punkte noch verstärkt.
    Sinngemäß gilt das für die gesamte Medizin. Ein Operationsroboter wird mindestens solange genutzt, bis er amortisiert ist, oder ein neues (nicht unbedingt besseres!) Verfahren auf den Markt kommt, welches in kürzerer Zeit mit weniger teurer manpower (Spezialisten) mehr Gewinn abwirft und so den Verlust des stillgelegten Roboters mehr als wettmacht.

    Die Kriterien "Heilung" bzw. "Nutzen für den Patienten" sind dem nachgeordnet. Nur dort, wo noch Steuermittel in das System einfließen (Unikliniken, Kreiskrankenhäuser in reichen Landkreisen), kann das umgekehrt sein.

    Das ist nun mal so, und es kommen dabei auch immer wieder gute Sachen heraus. Ein streng von Experten am maximalen Patientennutzen orientiertes System (wenn man so einen Nutzen definieren kann) wäre eine Planwirtschaft, und die ist langsamer im Fortschritt (alleine bis der maximale Nutzen demokratisch ausdiskutiert ist - siehe die Protokolle des "Gemeinsamen Bundesausschusses"). Wir haben also in Deutschland beide Systeme (Proftmaximierung und Nutzenmaximierung), und man kann wie du sagen: das ergänzt sich wunderbar, alles gut, oder man ist Realist, und versucht die Schwächen der Kombination zu sehen und möglichst auszugleichen.

  2. #22
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    @Adam

    genau so sehe ich es auch , Hauptsache es hilft

    @Lutz

    die gleichen Erfahrungen hatte ich auch gemacht, aber zum Teil verständlich, das Ärzte mehr abrechnen wenn die Möglichkeit besteht.

    zum Ausgangsthema:

    der Arzt würde seine Aufzeichnungen wohl gerne weitergeben, aber es interessiert niemanden ? Wie sollen denn alternative Methoden helfen, wenn es eigentlich niemand interessiert , der diese auch entsprechend auswerten kann. So bleiben es dann Einzelfälle
    wo man liest und dann eben Glück oder Zufall dafür verantwortlich macht.

    Reiner

  3. #23
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    Hallo,

    wenn ich ein verschreibungspflichtiges Medikament brauche, gehe ich zu irgendeinem Arzt, ohne weitere Untersuchung (Z.B. ein Schmerzmittel). Was der Arzt dann der GKV weitermeldet weiß ich doch nicht!

    Grüße
    Dirk

  4. #24
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    Mich interessiert die Abrechnung eines Arztes genauso wenig wie "wenn in China ein Rad umfällt". Wichtig ist mir das er helfen kann. Anders wäre es, wenn ich die Rechnung bezahlen müsste aber nicht weiß, ob die Behandlung irgendwelche Vorteile hat.

  5. #25
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    Zitat Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
    Wenn halt bewiesen wäre das solche alternativen Methoden, die vielleicht nicht so viel kosten, etwas helfen würden würde es auch die Krankenkasse bezahlen. Die herkömmlichen Mittel gegen Krebs sind sehr teuer.

    Ich beneide Menschen, die glauben, wenn die Wissenschaft eine Studie macht und am Ende meint, etwas würde funktionieren, dass es damit bewiesen ist und man nun blind vertrauen und sich darauf einlassen könne.
    Dafür gab es nicht nur zu viele Skandale, auch die Motive, die hinter diversen Forschungsstudien stehen, sind nicht selten fragwürdig. Wenn man zunächst schaut, ob ein Stoff patentierfähig ist oder ob es insgesamt gewinnträchtig ist, dann läuft etwas schief.
    Aus deinen eher radikalen Aussagen folgere ich eine starke Systemhörigkeit, macht also keinen Sinn, zu versuchen, Dich davon zu überzeugen, dass es alleine für die Psyche nicht unwichtig wäre, auch für andere Sachen offen zu sein. Aber jedem das Seine.

  6. #26
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    Glaub weiter so. Ich verlasse mich auf die Mediziner. Bin bis jetzt gut gefahren. Ich weiß auch:"Glaube versetzt Berge". Aber Krebs ist halt ein hoher Berg.

  7. #27
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    Hallo Michi,

    bin Deiner Meinung!

    Grüße

    Dirk

  8. #28
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    hier ein kurzes update zum Ursprungsthema:

    Der Arzt konnte nach 11 Tagen Zwangsunterbringung flüchten und ist nach Österreich abgetaucht. Er wird jetzt von Rechtsanwalt Strate vertreten, welcher damals nach langem Kampf den jahrelang unschuldig eingesperrten Gustl Mollath aus der geschlossenen rausholen konnte.
    Soviel Aufwand, wenn nichts an der Geschichte daran wäre ? Ich glaube nicht.
    Reiner

  9. #29
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    Zitat Zitat von gwiazdka Beitrag anzeigen
    Aus deinen eher radikalen Aussagen folgere ich eine starke Systemhörigkeit
    Michis Worte sind keineswegs radikal. Radikal finde ich Deine Leichtgläubigkeit hinsichtlich Verschwörungstheorien. Verschwörungstheorien sind zwar in diesen Zeiten schwer en vogue, aber dennoch zu 98% Stuss.

  10. #30
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    Mikael,
    woher hast Du die Information, dass 98% der Verschwörungstheorien Stuss sind? Da bleiben dann ja immer noch 2% übrig, die wahr sind🤔
    Lutz
    Ich bei myprostate: ___ Kenndaten ___ Grafiken ___ PSA-VZ ___ Beurteilungen ___ Mein Bericht

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