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Thema: Kritischer Vortrag von Prof. Urs Studer zu Diagnostik und Therapie

  1. #51
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    Mit Früherkennung hätte ich heute vielleicht nicht ein Problem weniger, das aber deutlich kleiner.Im Sommer 2018 hatte ich einen Urologen aufgesucht wegen Initialverzögerung beim Pinkeln. Der fragte mich, ob ich schon einmal einen PSA Test habe machen lassen. Hatte ich nicht und habe ihm auch gesagt, daß ich nicht beabsichtigte einen machen zu lassen, weil mein Hausarzt den kategorisch ablehnte.("... würde ich nur machen lassen wenn mein Zwillingsbruder PCa hätte) Zu viele falsch positive Diagnosen.Zu viele unnötige unangenehme Untersuchungen. Der Urologe hatte dann noch den, wie ich heute weiss, vernünftigen Einwand, daß man heute nicht bei erhöhten Werten sofort biopsiert, sondern den PSA Wert beobachtet und dann ggf. erst weitere Untersuchungen veranlaßt.
    Jedenfalls habe ich mich nicht umstellen lassen und war mit der Diagnose, nach Tastuntersuchung, benigne Prostatavergrösserung zufrieden.
    Ein Jahr später, als ich bei einem anderen Urologen vorstellig wurde, weil ich mittlerweile nachts immer häufiger wegen Druck auf der Blase aus dem Bett gescheucht wurde, und dann einem PSA Test zustimmte,die Katastrophe.
    Der Krebs wird wohl schon ein Jahr vorher am Organ genagt haben, aber ein Jahr ohne Therapie hat meine Aussichten auf eine kurative Lösung erheblich geschmälert. Dumm gelaufen ...

    Wolfgang

  2. #52
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    Zitat Zitat von Unverwüstlicher Beitrag anzeigen

    Eine Vorerinnerung wäre zum Thema Früherkennung noch passender …

    Spass beiseite. Es wurde schon sehr viel hier in diesem Forum zum Thema PSA-Screening geschrieben und diskutiert. Wir werden dies auch jetzt nicht zu aller Zufriedenheit auflösen können.
    Der PSA Wert scheint mir auch nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein. Und noch frühere Früherkennung muss ja auch nicht bessere bedeuten. Soll ich den schon mit 40 Jahren die Prostata rausnehmen lassen, weil ein Früh-Test mir eine 80%ige Wahrscheinlichkeit bescheinigt, mit 60 an PCa zu erkranken? Da gibt es sehr viel individuellen Spielraum. Wichtig scheint mir, dass Männer, die sich einem PSA Screening unterziehen, über die Konsequenzen daraus gut informiert sind.

    Prof. Studer ist nicht gegen Früherkennung, aber seiner Meinung nach ist PSA Screening nicht geeignet dafür. Insbesondere dann, wenn auch wenig aggressiver Krebs so intensiv (über)-behandelt wird. So hab ich das jedenfalls verstanden.
    Ein unbestrittener Vorteil einer ganz frühen Früherkennung: Man kann länger hier im Forum seinen Senf dazu schreiben. Ralf mag das bei wenigen vielleicht nicht immer als Vorteil ansehen, aber die kann er dann einfach mal auf die Strafbank setzen

    Heinrich

  3. #53
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    Senfmodus ein:
    Vielleicht werden eines Tages ja noch aussagekräftigere Blutwerte, die auf eine Krebserkrankung hinweisen, gefunden. Screenings über Blut (oder auch Urin und Stuhl) wären von den Kosten her sicher noch vertretbar und könnten im Rahmen des regulären Gesundheitscheck beim Hausarzt gut erledigt werden.
    Senfmodus aus.
    Für mich persönlich wäre eine frühere Erkennung des PCA sicher von Vorteil gewesen.
    Lutz
    Ich bei myprostate: ___ Kenndaten ___ Grafiken ___ PSA-VZ ___ Beurteilungen ___ Mein Bericht

  4. #54
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    @Heinrich
    Guter Humor, gefällt mir. Wobei der Vorteil einer ganz frühen Früherkennung das "frühere" Schreiben hier ist, ob es länger wird steht auf einem anderen Blatt.

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