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Thema: Art und Umfang der Nachsorge nach RPE und Bestrahlung

  1. #31
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    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    Mir fielen dazu andere Fragen ein:
    Warum soll man 27 Männer operieren und 33 bestrahlen (also 60 behandeln), um bei einem Metastasen zu verhindern?
    Warum behandelt man 9 Männer, um bei einem die Progression zu verhindern?
    "10 year outcomes after monitoring, surgery or radiotherapy for localized cancer"
    Warum operiert man 100 Männer um 6 den Tod an PCa zu ersparen?
    "Radical Prostatectomy versus Watchful Waiting in Early Prostate Cancer"
    Auch hier ist die Qualität der Prognose vor Erstbehandlung offenbar schlecht. Es wird "zur Sicherheit" therapiert. Eine Ratio von 30 zu 70 wird bei weitem nicht erreicht, die Nebenwirkungen sind deutlich.

    Man braucht schon viel Whiskey/Whisky, um das zu verstehen (Katzenfutter führt zu weiteren Nebenwirkungen).
    Ja, was Du aufzählst stimmt ja alles, und führt uns zu der nicht endend wollende Frage, ob PSA Screening sinnvoll ist oder nicht.
    Siehe auch grad andere Beiträge wie den Gäähhhnnn Thread. Dennoch bin ich gleicher Meinung wie Du, dass hier im Forum auch kritische Meinungen zum Mainstream Platz haben müssen, was m.E. auch der Fall ist.

    Heinrich

  2. #32
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    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    ..., ob PSA Screening sinnvoll ist oder nicht.
    für mich, aktuell AS, im ersten Stepp die einzige Methode um am Ball zu bleiben.

    Gibt/gäbe es weitere Optionen? Gar nicht "messen" wäre ich für mich falsch, vielleicht sogar fahrlässig. (?)


    Andererseits: Hätte ich bisher auf PSA-Bestimmungen komplett verzichtet, wüsste ich nichts von dem kleinen Kerl in meiner Prostata und würde - bis heute - mich sehr wohl fühlen ohne irgendwelche (Gedanken-)Belastungen.

  3. #33
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    Ob PSA-Messung sinnvoll oder nicht, bezieht sich, wie der Name schon sagt - Screening-Test- für die Zeit vor der PCa-Diagnose.

    Ist die Diagnose schon gestellt, ist die Bestimmung des PSA-Wertes, ob nach Therapiemaßnahmen oder im Rahmen der aktiven Überwachung, eine wichtige Hilfe.

  4. #34
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    PSA-Screening ist sinnvoll. Wenn ich der eine bin, bei dem ein PCa ausreichend lange vor der möglichen Metastasierung entdeckt wird, hat es mir genützt. Das Problem damit entsteht später.
    Erstens: was geschieht nach PSA-Grenzwertüberschreitung? Rektale Biopsie oder MRT? Zweitens: nach positivem MRT systematische 12-Stanzenbiopise oder Fusionsbiopsie? Drittens: nach positiver Biopsie genaue Zuordnung und Lokalisation der Stanzen erfolgt? Und weitere Risikofaktoren über TNM hinaus geprüft (z.B: Zytometrie)? Viertens: werden Verfahren empfohlen und breit angeboten, die voraussichtlich besser sind als AS oder RT, vermutlich etwas schlechter als RPE, aber bei weitem nicht so belastend?
    Das gegenwärtige Diagnose- und Therapieregime führt zu "Übertherapie" - nicht das Screening. "Über" deswegen, weil inzwischen durch Bildgebung u.a. Methoden zur Verfügung stehen, um andere Therapien (oder auch AS) zuzulassen, wo bisher aus Vorsicht maximal zugeschlagen wurde.

  5. #35
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    "Das gegenwärtige Diagnose- und Therapieregime führt zu "Übertherapie" - nicht das Screening." Aber an dem gegenwärtigen Diagnose- und Therapieregime wird sich in der Realität in absehbarer Zeit nichts ändern lassen. Nur daher bin ich gegen flächendeckendes PSA Screening.

    Vielleicht gibt es irgendwann das PSMA PET/CT Screening und mit dem SUV wird der Gleason in der Prostata bestimmt. Scheitert nur an den Kosten.

  6. #36
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    Georg,

    ich wiederhole mich. Seit 2001 habe ich die Vorsorgeuntersuchung über mich ergehen lassen. Was soll ich weiter sagen, PSA-Bestimmung, Ultraschall der Prostata durch den Darm, Abtastung der Prostata durch den Darm.

    Die Größe der Prostata wurde in 2015 mit 60 g (?) bestimmt, demnach auch ein höher PSA-Wert (18). Ohne diese Feststellung hätte ich eine rechtzeitige Operation versäumt. Bitte mein Profil ansehen!

    Dirk

    NB: Jede Diskussion um die Bestimmung des PSA-Wertes halte ich für überflüssig! PSA-Wert bestimmen lassen, das hilft!

  7. #37
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    Hallo an Alle,

    wow, das Thema scheint ja schon sehr zu polarisieren - vielen Dank an Alle für eure Beiträge.
    Ich persönlich unterscheide bei der PSA Messung stark zwischen prä- und postoperativer Messung. Postoperativ oder nach Bestrahlung m.E. sehr sinnvoll als Tumormarker und Indikator, jedoch kein Allheilmittel.

    Mir ging es jedoch bei meinem Startbeitrag eher auch um den Umfang der regemäßigen urologischen Nachsorge, nachdem operiert und / oder bestrahlt wurde.
    Sind DRU, TRUS, Sono Abdomen etc. regelmäßig vom Urologen durchzuführen, oder eben nur bei Symptomen oder Auffälligkeiten ?

    lg Rudi

  8. #38
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    Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich?

  9. #39
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    Ralf hatte das schon zitiert. DRU gehört nicht dazu. TRUS macht mangels Prostata und bei PSA unter Nachweisgrenze wenig Sinn. PSA-negatives PCa ist sehr sehr selten, vermutlich noch seltener...
    Mehr muß als Nachsorge nicht gemacht werden, außer es liegen im Einzelfall besondere Probleme vor (Lymphödem, Schmerzen, Blut im Urin, usw. usf.)
    Im Rahmen allgemeiner Früherkennung kann 1x jährlich ein US Abdomen nicht falsch ein. Statistisch folgt Blasenkrebs vermehrt auf Prostatakrebs. Der Urintest ist allerdings umstritten, weil er zu viele falsch positive Ergebnisse liefert und auch nicht sehr sensitiv ist.

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