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Thema: Art und Umfang der Nachsorge nach RPE und Bestrahlung

  1. #1
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    Art und Umfang der Nachsorge nach RPE und Bestrahlung

    Hallo Zusammen,
    zunächst einmal möchte ich allen ein gutes Jahr 2020 wünschen, vor allem natürlich in Richtung Gesundheit !!!

    Ich habe heute eine Frage, die hoffentlich vor allem einige neue pca`ler interessieren könnte. Ich selbst hatte im November 2018 meine RPE und wurde aufgrund einer PSA Persistenz von April bis Juni 2019 einer Salvage Nachbestrahlung unterzogen.
    Näheres zu meinem Verlauf findet ihr in meinem Profil.

    Welche Nachsorge neben der 3 monatigen PSA Kontrolle sollte eurer Meinung nach regelmäßig durchgeführt werden ? Bsp.: Ultraschall Blase, Nieren, Leber ggf andere Organe oder Regionen. Was ist mit einem transrektalen Ultraschall (TRUS)
    Urinkontrolle etc.
    Gibt es eine evtl. sogar in Leitlinien beschriebene halbwegs standardisierte Nachsorge, oder handelt jeder Urologe anders ? Wie sind eure Erfahrungen ?

    Dankbar für eure Meinungen und Hinweise.

    Beste Grüße
    Rudi

  2. #2
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    Ein URO wird wahrscheinlich erst reagieren, wenn der PSA wieder steigt oder wenn Schmerzen auftreten. Prophylaktisch wird keiner etwas anordnen. Ist meine Meinung.
    Außer vielleicht, wenn du privat Versichert bist.

  3. #3
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    Hallo Rudi,
    mein Uro macht alle 3 Monate:
    Urin, DRU, TRUS, Sonographie Abdomen.
    Eine Woche vor dem Termin ist immer die Blutabnahme.
    Lutz
    Ich bei myprostate: ___ Kenndaten ___ Grafiken ___ PSA-VZ ___ Beurteilungen ___ Mein Bericht

  4. #4
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    Moin,Moin,

    Welche Nachsorge neben der 3 monatigen PSA Kontrolle sollte eurer Meinung nach regelmäßig durchgeführt werden ? Bsp.: Ultraschall Blase, Nieren, Leber ggf andere Organe oder Regionen. Was ist mit einem transrektalen Ultraschall (TRUS)
    Urinkontrolle etc.
    Wie ich aus Deinem Profil entnommen habe sieht es gut aus bei Dir.
    Du solltest die 3 monatigen PSA Kontrolle beibehalten um zu sehen wie er sich weiter verhält,der PSA Marker.
    vieleicht hast Du Glück und das PSA fällt noch und bleibt dann auch unten.
    war bei mir leider nicht so. (siehe Profil )

    Wünsche Allen viel Glück in diesem Jahr

    Gruß
    Adam

  5. #5
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    Hallo Rudi,

    was die Leitlinie dazu sagt, liest Du sinnvollerweise am besten in der Leitlinie nach:
    https://www.leitlinienprogramm-onkol...ersion_5.1.pdf.


    Die zweitbeste Möglichkeit ist das Basiswissen: http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf, Kapitel 14 "Nachsorge und Verlaufskontrolle".

    Ich kann Dir aber auch verraten, was in beiden steht:

    Nachsorge nach lokaler kurativ intendierter Therapie
    • a) Asymptomatische Patienten nach lokaler kurativ intendierter Therapie sollen inner*halb von zwölf Wochen nach Ende der Therapie eine Nachsorgeuntersuchung erhalten.
    • b) Bei asymptomatischen Patienten sollten die Untersuchungen innerhalb der ersten zwei Jahre vierteljährlich, im 3. und 4. Jahr halbjährlich und vom 5. Jahr an in jährlichen Intervallen wiederholt werden.
    • Bei asymptomatischen Patienten nach kurativ intendierter Therapie soll die Bestimmung des Serum-PSA-Werts zur Nachsorge eingesetzt werden.
    • Bei Patienten ohne biochemisches Rezidiv ist die DRU in der Nachsorge des PCa nicht routinemäßig indiziert.
    • Bildgebende Verfahren sollen nur dann eingesetzt werden, wenn therapeutische Maßnahmen möglich sind und/oder Symptome bestehen.
    • Nach radikaler Prostatektomie kennzeichnet ein in mindestens zwei Messungen bestätigter PSA-Wert auf > 0,2 ng/mℓ ein bioche*mi*sches Rezidiv.
    • Nach alleiniger Strahlentherapie kennzeichnet ein in mindestens zwei Messungen bestätigter PSA-Anstieg von > 2 ng/mℓ über den postinterventionellen3 PSA-Nadir ein biochemisches Rezidiv.
    Ralf

  6. #6
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    Hallo,

    der Urologe, der mich betreut, macht das gleiche wie bei Lutz - allerdings ab September 2019 nur noch alle halbe Jahre. Die nächste Nachsorge also im März 2020.

    Trotzdem lasse ich bei mir jeden Monat den PSA-Wert beim Hausarzt bestimmen. Bitte nichts dazu sagen - ich weiß, ich bin bescheuert ;-).

    Grüße

    Dirk

    NB: Ich wünsche allen Lesern ein gutes und gesundes Jahr 2020.

  7. #7
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    Dirk,
    Alles Gut. Aber: Du bist nicht bescheuert
    Viele Grüße
    Lutz
    Ich bei myprostate: ___ Kenndaten ___ Grafiken ___ PSA-VZ ___ Beurteilungen ___ Mein Bericht

  8. #8
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    Auch ich hatte meine RPE im NOV 2018. Da mein PCa noch lokal begrenzt war, wurde mir nur die Prostata und ein paar Lymphknoten entfernt. Danach bisher keine weitere Therapie notwendig. (verlauf und Tumorkategorie siehe Profil)

    Seitdem mach mein Uro alle 3 Monate PSA,
    Urin, DRU, TRUS, Sonographie Abdomen u Nieren....
    Bisher ist der PSA auf 0,00 nach OP (2,8 vor OP)und alles weitere auch TOP......lt Uro soll ich diese Nachsorge für 3 Jahre alle 3 Monate machen.

    Nächster Termin ist im März

  9. #9
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    Zitat Leitlinie oder erster Rat bzw. Basiswissen:
    • Bei Patienten ohne biochemisches Rezidiv ist die DRU in der Nachsorge des PCa nicht routinemäßig indiziert.
    Ok, bei fokalen Behandlungen der Prostata könnte ich mir noch einen Sinn dahinter vorstellen.

    Aber wenn die Prostata nach einer RPE komplett draussen ist, was wollen die Urologen dann noch ertasten? So schlecht kann doch kein Chirurge sein, dass nach einer RPE noch tastbare Prostata vorhanden ist. Und ein PCa wächst auch nicht so schnell, dass ein Urologen-Finger einen Krebs, ein Lokalrezidiv oder eine Metastase spüren kann. Beginnen denn die Urologen wieder mit DRU nach einem biochemischen Rezidiv nach RPE?
    Wer kann mich aufklären ?

    Bei mir war weder DRU noch TRUS bei der Nachsorge gemacht worden (bis jetzt, habe aber auch noch kein offizielles Rezidiv gehabt). Dafür wurde immer auch gemessen, wie schnell sich die Blase entleert (Miktionsgeschwindigkeit), nebst der schon genannten Sonographie der Blase und den Nieren.

    Heinrich


  10. #10
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    Hallo Heinrich,
    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    Wer kann mich aufklären ?
    ich versuch's mal. Mein Urologe hat nach der RP auch routinemäßig getastet mit der Begründung, dass er frühzeitig ein Lokalrezidiv erkennen möchte. Wir waren uns dann aber einige, dass das bei einem unmessbare PSA-Wert wohl vergebene Liebesmüh' sei, und er macht es schon lange nicht mehr. Außerdem gibt es heute die dafür wesentlich besser geeignete PSMA-PET/CT.

    Ralf

    Ralf

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